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Heiz- und Stromkosten Wie sehr steigt der Energieverbrauch bei eisiger Kälte?

In Deutschland ist es derzeit arktisch kalt - wir heizen und heizen und die Gaszähler laufen rund um die Uhr. Wird der Winter jetzt doch noch richtig teuer? Stimmt es, verbrauchen wir wirklich deutlich mehr Gas, Strom und Benzin, wenn es draußen hohe Minusgrade hat?

Wenn es wie Moment draußen so richtig schattig und kalt ist, dann wollen wir es wenigstens drinnen schön warm haben. Aber das kostet: Im vorletzten Winter etwa, der sehr lang und kalt war, gingen die Heizkosten im Schnitt um ein Viertel nach oben. Laut einer österreichischen Studie steigt der Verbrauch pro Grad unter null durchschnittlich um rund drei Prozent. Ein Trost: Da der Winter bisher sehr mild war und wir alle nicht so viel heizen mussten, werden durch diese paar Bibber-Tage die Heizkosten sicher nicht in schwindelerregende Höhen steigen. Um dennoch Energie zu sparen, hilft es, die Raumtemperatur etwas abzusenken - etwa auf 20 oder 21 Grad. Jedes Grad weniger im Innenraum spart rund fünf Prozent Energie.

Stromverbrauch zeitweise doppelt so hoch wie im Sommer

Und auch der Stromverbrauch ist momentan hoch, vor allem nachmittags und abends: Denn dann sind viele Leute zu Hause, überall brennt das Licht, daneben läuft jede Menge Unterhaltungselektronik und Computer, Fernseher und Radio – all das frisst Strom. Allerdings ist das im Winter generell so, nicht nur an den extrem kalten Tagen. Im Winter kann der Verbrauch der privaten Haushalte so zwischen 50 und 100 Prozent über dem an Sommertagen liegen.

Mehrverbrauch bei Autos ist überschaubar

Auch den Autos macht die Kälte zu schaffen. Minusgrade schlauchen die Batterie, aber nur fitte Batterien schaffen bei diesen Temperaturen den Spontanstart. Rollt das Auto dann erst mal, wird es etwas teurer als gewohnt, weil wir es wieder gerne warm haben. Also drehen wir die Heizung auf, machen die Sitzheizung an und drücken auf den Knopf für die beheizbare Heckscheibe. Bei minus 20 Grad braucht das Auto natürlich viel länger um warm zu werden als bei null Grad. Der Mehrverbrauch hält sich laut ADAC aber in Grenzen: Zwischen 0,2 und 0,4 Litern pro 100 Kilometern. Wenn sie mal fahren, verbrauchen moderne Autos auch im Winter nicht spürbar mehr Sprit als im Sommer. Und modern ist laut ADAC ein Auto in diesem Fall bereits, wenn es jünger als 8 Jahre ist.

Susanne Henn; Onlinefassung: Stephan Braig

Letzte Änderung am: 03.02.2012, 10.46 Uhr