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Luftverschmutzung Der schwierige Kampf gegen den Feinstaub

Die Bemühungen, den Feinstaubgehalt der Luft möglichst gering zu halten, sahen bisher so aus: Alte Dreckschleudern raus aus den Innenstädten und bessere Filter überall dort rein, wo Ruß und Rauch ausgestoßen wird. Doch manche Feinstaubquellen sind nur schwer zu bekämpfen.

Hinweisschilder für die Umweltzone

Hinweisschilder für die Umweltzone

Wie stark die Luft mit Feinstaub belastet ist, das hängt längst nicht nur vom Verkehr ab. Autoabgase aus dem Stadtverkehr sind laut einer Studie der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt für nur gut ein Fünftel des Feinstaubs verantwortlich. Dazu kommen noch der Reifenabrieb und der Staub, den die Autos beim Fahren aufwirbeln. Der Feinstaub in der Luft stammt aber auch aus vielen anderen Quellen: etwa aus offenen Kaminen und Holzöfen, aus der Industrie oder aus der Landwirtschaft. Feinstaub macht nicht an Staatsgrenzen halt. Wenn in Russland Wälder brennen oder in der Sahara Sandstürme toben, dann kann der Wind diesen Feinstaub auch nach Deutschland transportieren.

Feinstaubgehalt ist stark abhängig vom Wetter

Ob dann an deutschen Messstationen der Feinstaubgrenzwert überschritten wird, hängt zudem sehr stark vom Wetter vor Ort ab: von den Temperaturen, vom Wind, von den Niederschlägen. Wenn es beispielsweise regnet, wird der Feinstaub ausgewaschen. An kalten Wintertagen dagegen, wenn auch noch viele Leute mit Holz heizen, werden die Feinstaub-Grenzwerte häufig überschritten – laut Umweltbundesamt hat die Zahl der Tage mit solchen Grenzwertüberschreitungen deutlich zugenommen.

Feinstaubbelastung durch Autoabgase nimmt ab

Das sei aber nur die halbe Wahrheit: Denn aufs ganze Jahr gesehen, nimmt die Feinstaubmenge in der Luft tendenziell eher ab. Und das sei unter anderem den ab 2008 eingeführten Umweltzonen zu verdanken. Viele Fahrzeugbesitzer haben aufgrund der Regelungen ihren Diesel mit einem Partikelfilter nachgerüstet. Alte Dreckschleudern dürfen in vielen Innenstädten gar nicht mehr fahren. Dadurch bleibt den Deutschen jede Menge besonders gesundheitsschädlicher Dieselruß erspart.

Stefanie Peyk; Onlinefassung: Stephan Braig

Letzte Änderung am: 09.01.2012, 10.25 Uhr