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Wetterlexikon METEOSAT

Das Wort steht für "Meteorologischer Satellit". Entwicklung und Betrieb der Meteosat-Reihe wird durch eine internationale Organisation, die EUMETSAT gewährleistet. Der erste Satellit der erfolgreichen Baureihe wurde 1977 gestartet. Der Satellit ist dabei ein geostationärer Typ, d.h. er dreht sich genauso schnell wie die Erde und steht daher scheinbar unbeweglich immer an derselben Stelle, nämlich bei 0 Grad Länge über dem Äquator. Alle 30 Minuten werden Aufnahmen von der gesamten Erde gemacht. Sein Blickwinkel reicht dabei im Westen bis nach Brasilien und im Osten bis zum Persischen Golf. Neben Bildern im sichtbaren und infraroten Bereich (wichtig in der Nacht) können auch spezielle Aufnahmen der Wasserdampfverteilung der Atmosphäre gemacht werden. Doch damit nicht genug. Meteosat sammelt auch Daten und Messwerte von entlegenen Stationen und sendet diese z. B. nach Offenbach, dem Sitz des Deutschen Wetterdienstes. Von dort aufbereitete Daten und Produkte werden anschließend wieder an zahlreiche Nutzer im gesamten Sendebereich des Satelliten, vor allem in Osteuropa und Afrika, verbreitet.