Seite vorlesen:
Im wesentlichen werden in der Meteorologie zwei verschiedene Arten von Satelliten-Bildern verwendet: im infraroten Spektralbereich und im sichtbaren Spektralbereich.
1) Infrarotbilder (IR): Die Satellitenbilder im Infrarot-Bereich liefern ein Temperaturbild der Erde, da Infrarote Strahlung Wärmestrahlung ist und in Temperaturen umgerechnet werden kann. Die Bilder geben die Temperatur aller Oberflächen wider. Dabei handelt es sich entweder um die Obergrenze der Wolken oder bei wolkenlosem Himmel die Erd- oder Meeresoberfläche. Niedrige Temperaturen werden weiß gezeigt. Da hoch reichende Wolken kalt sind, erscheinen diese weiß. Bei wolkenlosem Himmel erscheinen die warmen Länder im Sommer dunkel.
2) Sichtbarer Spektralbereich der Satellitenbilder (VIS-Bilder): Die VIS-Satellitenbilder geben die Erde genau so wider, wie man sie selber sehen würde. (VIS kommt von dem engl. Wort visible = sichtbar.) Man erkennt alle Oberflächen in ihrer natürlichen Graufärbung. Da beispielsweise Gewitterwolken viel Licht reflektieren, erscheinen diese hell. Auch Nebelfelder reflektieren viel Licht und sind deshalb hell. Dagegen verschluckt der Ozean fast alles Licht, und so sind wolkenlose Meeresgebiete fast schwarz. Durch den Vergleich der Bilder im Infraroten und im sichtbaren Spektralbereich kann man auf die Mächtigkeit der Wolkenfelder schließen.