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Faszination Filmmusik Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik 2012

Rolf-Hans Müller Bigband

Rolf-Hans Müller Bigband

Ein Film ohne Filmmusik ist wie die Suppe ohne Salz. Musik ermöglicht einen Zugang zu unserem Innersten. Was sich dabei in unserem Kopf abspielt, ist uns kaum bewusst, nimmt jedoch oft ihren Weg direkt durch die Ohren ins Herz, in den Bauch.

Wir wissen um die Bedeutung von Filmmusik, über dieses dramaturgische Mittel machen wir uns aber wenig Gedanken. Musik fasziniert, sie spricht ohne Worte, und macht uns hin und wieder sprachlos. Musik kann - ähnlich einem Geruch oder Geschmack - einen Kosmos von Erinnerungen, Emotionen und Bildern wachrufen. Musik erzählt uns Geschichten, so wie Bilder Geschichten erzählen können.

Aber: Was zeichnet eine gute Filmmusik aus?

Filmmusik kann eine Situation unterstützen, verdeutlichen, durchleuchten. Sie kann aber auch durch Widerspruch den Gehalt einer Szene konterkarieren, entlarven oder ins Lächerliche ziehen. Sie kann Spannung aufbauen oder überraschen, eine Botschaft transportieren. Der Filmzuschauer jedoch achtet auf die Bilder, die Geschichte, die Schauspieler, die digitalen Effekte, die Landschaften - die Musik wird oft nur wahrgenommen, wenn sie 'stört' - sei es durch ein 'zu viel', durch einen Fehlgriff in den musikalischen Mitteln, oder - durch Phantasielosigkeit.

Andererseits werden bei Filmmusik bestimmte Klänge oder Dissonanzen ohne weiteres hingenommen, die in einem anderen Zusammenhang als schräg oder kakophonisch empfunden werden. Neben der Dramaturgie der Geschichte und der Filmbilder spielt die Dramaturgie der Filmmusik allerdings eine ebenso tragende Rolle im Gesamtergebnis Film. Und doch fristet die Filmmusik neben der sogenannten 'Kunstmusik' ihr Schattendasein als 'Funktionsmusik'.

Der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik, ausgeschrieben durch den SWR, richtet sich an junge Komponistinnen und Komponisten von Filmmusik. Der mit 10.000 € dotierte Preis soll einen Filmkomponisten ehren, der z.B. noch an einer Filmhochschule studiert und/oder bereits seine ersten Kurzfilme und Fernsehspiele vertont hat.

Bisherige Preisträger waren Rainer Bartesch (2010), Natalia Dittrich (2008), Marco Hertenstein (2006), Karim Sebastian Elias (2004), Florian Appl (2002), Johannes Kobilke (2000), Jörg Lemberg (1998), Ralf Wienrich (1996), Frank Loef (1994)und Nikolaus Glowna (1992). Das Preisgeld von 10.000 € wird je zur Hälfte von der Rolf-Hans Müller Stiftung sowie der Filmförderung der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg finanziert. Der Preis wird im Rahmen des Fernsehfilm-Festivals am 23. November 2012 in Baden-Baden verliehen.

Der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik wurde 1992 durch den damaligen SWF und Rita Müller-Davar - der Witwe Rolf-Hans Müllers - ins Leben gerufen und wird seitdem alle 2 Jahre verliehen. Rolf-Hans Müller, geboren am 10. April 1928, war dem SWF 40 Jahre als Pianist, Leiter des hauseigenen Tanzorchesters, Komponist, Arrangeur und Regisseur verbunden. Er wurde auch durch seine Musik für eine Vielzahl von Fernsehproduktionen, unter anderem für die Serien Salto Mortale, Goldene Zeiten und Moselbrück bekannt. Rolf-Hans Müller starb am 26.12.1990 im Alter von 62 Jahren. Der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik soll das Andenken an Rolf-Hans Müller und seine Arbeit für den SWF bewahren.

Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik 2012 / BEDINGUNGEN

Genre: Fernsehfilm (Spielfilm), Fernsehserie, Dokumentation

Zeitraum: Die Produktion muss im Zeitraum Dezember 2010 bis November 2012 fertiggestellt sein. Ein Erstsendedatum ist nicht vorgeschrieben.

Sendegebiet: Die Produktion muss aus dem deutschsprachigen Raum stammen: Deutschland, Österreich, Schweiz. Internationale Koproduktionen können nur dann berücksichtigt werden, wenn sie unter Federführung eines deutschsprachigen Partners hergestellt wurden.

Mindestlänge: 30 Minuten

Profil: Der Preis kann allen Komponisten zuerkannt werden, allerdings sollen Nachwuchskomponisten besonders berücksichtigt werden.

Jury: Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury

Vorschlagsrecht: Vorschlagsberechtigt sind Fernsehsender, Filmproduzenten, Film- und Fernseh-Hochschulen sowie vergleichbare Einrichtungen. Die eingegangenen Vorschläge werden auf die formalen Eingangsbedingungen hin überprüft und der Jury vorgelegt.

Einsendeschluss: 1. September 2012

Einzureichendes Material: DVD-Stereo-Kopie des fertiggestellten Films mit TC im Bild (bei Serien sollen maximal 3 Folgen eingereicht werden), Produktionsangaben, Musikliste, Biographie und Filmographie des Komponisten.

Vorschläge bitte an den

Südwestrundfunk

Harald Letfuß
FS-Sonderprojekte Musik und Theater

Haus Quettig

76530 Baden-Baden


Tel:
(0 72 21) 9 29 - 2 34 01
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Letzte Änderung am: 26.03.2010, 12.33 Uhr