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Frage 1:
Warum hat der SWR sein Fernsehprogramm auf 16:9 umgestellt?
Der SWR rüstet sich für die Zukunft.
Alle großen Fernsehgerätehersteller haben die Produktion von Bildröhren im Seitenformat 4:3 eingestellt und produzieren stattdessen Flachdisplays im Format 16:9.
Die Herstellung dieser neuartigen Bildschirme ist einfacher und billiger und die Bildfläche kann bei geringem Gewicht viel größer werden.
Ferner ergeben sich im neuen Format gestalterische Vorteile und es erlaubt Ihnen als Zuschauer eine natürlichere Wahrnehmung der Bildinhalte.
Ein heute erstelltes Programm im Format 4:3 kann nur mit erheblichem Qualitätsverlust für dieses zukünftige Fernsehsystem verwendet werden. Das heute, in guter Qualität produzierte Programm im Format 16:9, kann auch zukünftig verwendet werden.
Aus wirtschaftlichen Gründen können wir unsere Sendungen nicht gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Formaten herstellen, um sowohl 4:3-Geräte als auch 16:9-Geräte jeweils formatfüllend zu versorgen.
Die jetzt getroffene Entscheidung für das Bildformat 16:9 ist also auch eine Entscheidung um den SWR zukunftsfähig zu machen, eine Entscheidung für den verantwortungsvollen Umgang mit den Gebühren und eine Entscheidung für die höchste Bildqualität.
Alle Sender in der ARD arbeiten an der Umstellung auf das Bildformat 16:9. Der SWR hat diesen Schritt jetzt schon vollzogen. Weitere Rundfunkanstalten werden folgen.
Frage 2:
Ich habe noch einen 4:3-Fernseher. Was mache ich?
Das Fernsehangebot wird sich in einem längeren Übergangszeitraum sowohl aus 4:3, als auch aus 16:9-Sendungen zusammensetzen.
Bei 4:3-Fernsehern werden bei 16:9-Sendungen oben und unten schwarze Balken dargestellt. Bei 16:9-Fernsehern wird es bei 4:3-Sendungen entsprechend die Balken links und rechts geben.
Insofern ist ein 4:3-Fernseher nach wie vor für 4:3-Formate das richtige Gerät. Bei Neuanschaffungen werden Sie in Zukunft aber nur noch 16:9-Fernseher kaufen können.
Frage 3:
Mir fehlen Bildanteile oder Schriften. Woran liegt das?
Der SWR strahlt alle Sendungen im jeweils korrekten Format 4:3 bzw. 16:9 aus.
Um den Bildinhalt auf dem jeweiligen Empfangsgerät richtig darzustellen, wird im unsichtbaren Teil des Bildes eine Kennung übertragen, die üblicherweise von den Empfangsgeräten erkannt und ausgewertet wird. Dies führt dazu, dass eine 16:9-Sendung auf einem 16:9-Gerät bildfüllend dargestellt wird. Auf einem 4:3-Gerät wird der komplette Bildinhalt dagegen etwas verkleinert im korrekten 16:9-Seitenverhältnis, mit schwarzen Balken oben und unten dargestellt.
Umgekehrt wird eine 4:3-Sendung auf einem 16:9-Fernseher mit schwarzen Balken
rechts und links dargestellt. Die Bildgröße bleibt gleich.
Einige Fernsehgeräte verfügen über sogenannte Zoom-Einstellungen, die das
bestehende Bild vergrößern, sodaß die schwarzen Balken entfallen. Hierbei werden aber Bildanteile abgeschnitten, die für Sie als Zuschauer nicht mehr sichtbar sind.
Wenn auf Ihrem 4:3-Gerät Bildanteile fehlen, rührt das vermutlich daher, dass das Signal nicht oder falsch ausgewertet wird oder von Ihnen gewählte Einstellungen dazu führen, dass Ihr Gerät in das Bild "hineinzoomt" und auf diese Weise Bildanteile am Rand abgeschnitten werden.
Frage 4:
Das neue Format ist gut bei Landschaften und Spielfilmen. Warum nimmt man es aber auch bei Köpfen und Nachrichten.
Spielfilme und Kulturfeature werden schon seit Anfang der 90er Jahre in 16:9 produziert und gesendet. Daher fällt die Umstellung besonders bei klassischen 4:3-Formaten, wie Nachrichten und Magazinsendungen auf.
Frage 5:
Mein Bild wirkt kleiner als bei 4:3
Dadurch, dass auf einem 4:3-Gerät der komplette 16:9-Bildinhalt nur mit schwarzen Balken oben und unten formatrichtig dargestellt werden kann, können nicht mehr alle Zeilen der 4:3-Röhre zur Bilderzeugung verwendet werden. Zwangsweise wirkt das Bild kleiner. Ein "hineinzoomen" in das Bild (manche Geräte bieten diese Option) bringt zwar die Bildhöhe auf das gewohnte Maß hat aber den Nachteil, dass links und rechts Bildanteile abgeschnitten werden.
Frage 6:
Warum wechselt das Bildformat zwischen 16:9 und 4:3 und bleibt nicht einheitlich?
Das SWR-Programm setzt sich aus neu produzierten Sendungen und Archivanteilen, sowie ARD-Gemeinschaftssendungen (Tagesschau) zusammen. Seit dem 11.09. werden fast alle für das SWR Fernsehen neu produzierten Sendungen und Beiträge im Format 16:9 hergestellt.
Ältere Sendungen und Übernahmen von anderen Rundfunkanstalten, die im Format 4:3 produziert wurden, werden in der Regel im Original 4:3-Format gesendet.
Eine komplette Umformatierung aller 4:3-Formate ist zu aufwändig.
Der Anteil an 4:3-Sendungen im Programm wird in Zukunft geringer werden.
Frage 7:
Wie stelle ich meinen Fernseher oder Empfangsanlage auf das neue Format um?
Leider gibt es hierfür keine pauschale Empfehlung, da der SWR Ihren individuellen Empfangsweg nicht kennt. Dieser kann analog terrestrisch, analog über Satellit, digital terrestrisch (DVB-T), digital über Satellit (DVB-S) oder über Kabel analog oder digital erfolgen. Der SWR stahlt alle Sendungen im korrekten ildseitenverhältnis aus und sendet die entsprechenden Signale zur korrekten Darstellung des Bildformates mit.
Ob alle Kabelnetzbetreiber diese Signale korrekt weiterleiten und ob Ihre Geräte diese Signale korrekt auswerten, lässt sich leider nicht pauschal beantworten.
Im Normalfall, d.h. bei Geräten die nicht älter als ca. 8 Jahre alt sind, sollte das Bildseitenverhältnis automatisch richtig eingestellt werden und der 16:9-Bildinhalt seitenrichtig, mit schwarzen Balken oben und unten, dargestellt werden.
Bei sehr alten 4:3-Geräten (d.h. älter als 10 Jahre) könnte es sein, dass diese das Bild nicht seitenrichtig, mit schwarzen Balken oben und unten, darstellen können.
Grundsätzlich gilt: Lesen sie bitte gründlich die Bedienungsanleitung Ihres Fernsehers und Ihrer Empfangsbox durch. Beide müssen korrekt aufeinander abgestimmt sein. Bei detaillierten Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler.
Letzte Änderung am: 04.09.2007, 18.24 Uhr