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Winterpflichten  Keine Ausreden beim Schneeschippen

Im Winter versteht die deutsche Rechtsprechung keinen Spaß: Bei Schneefall muss geräumt und bei Glatteis gestreut werden. Da helfen meist keine noch so guten "Ausreden". Verweigerern drohen hohe Strafen.

Pflichten und Rechte beim Winterdienst für Privathaushalte sind in Deutschland eindeutig geregelt. Nicht einmal eine Berufstätigkeit wird als "Ausrede" akzeptiert. Wer keine Zeit hat, selbst zur Schaufel zu greifen, muss einen Anderen damit beauftragen.

Vermieter können die Streupflicht an die Mieter oder einen Räumdienst übertragen. Doch sie müssen immer wieder kontrollieren, ob das Räumen und Streuen auch klappt. So sehen die Pflichten im Einzelnen aus:

Ziemlich kurz: Die Liste der Rechte beim Streudienst

Bei Dauerschneefall oder Eisregen darf man im Haus bleiben. Doch sobald der Niederschlag nachlässt, muss der Gehweg wieder geräumt oder gestreut werden. Nachts muss man nicht raus - damit die Nachbarn nicht durch den Lärm einer kratzenden Schneeschippe belästigt werden. Und der Weg für parkende Autofahrer zum Bürgersteig braucht nicht extra geräumt werden. Alte Menschen und Behinderte sind von ihrer Verpflichtung entbunden - aber nur, wenn es ihnen wegen ihrer Gebrechen unzumutbar ist.

Online-Redaktion: Peter Mühlfeit

Letzte Änderung am: 18.01.2013, 13.12 Uhr