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Änderungen 2013  Mehr Geld in der Tasche

Praxisgebühr weg, Rentenbeitrag sinkt, Hartz IV und Grundfreibetrag steigen - das Jahr der Bundestagswahl beginnt mit kleinen Geldschenken. Allerdings gibt es auch die ein oder andere Hiobsbotschaft für den Geldbeutel zu vermelden.

Geldscheine in einer Hand

Die guten Nachrichten

  • Rentenversicherung
    Bisher flossen 19,6 Prozent des Bruttolohns in die gesetzliche Rentenversicherung. 2013 sinkt der Beitrag auf 18,9 Prozent. Bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro im Monat bedeutet das eine Ersparnis von 21 Euro. Allerdings wird der Beitrag je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt, so spart jede Seite nur 10,50 Euro.
  • Grundfreibetrag
    Wer im Jahr 2012 höchstens 8004 Euro verdient hat, musste auf diese Summe keine Einkommenssteuer zahlen. Zum Jahreswechsel erhöht sich nun der so genannte Grundfreibetrag: Künftig muss man sein Einkommen erst ab 8.130 Euro pro Jahr versteuern. Nach Berechnungen von Steuerexperten bringt das allerdings nur eine Ersparnis von höchstens zwei Euro im Monat.
  • Praxisgebühr
    Die zehn Euro im Quartal für den Arztbesuch wird es 2013 nicht mehr geben. Allerdings fürchten Gesundheitsexperten, dass so manche Krankenkasse bald wieder über Zusatzbeiträge nachdenken wird.
  • Minijobs
    Der so genannte 400-Euro muss umgetauft werden - in 450-Euro-Job. So viel dürfen Geringfügig-Beschäftigte künftig im Monat verdienen. Darüber hinaus müssen Minijobber ab 2013 selbst in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen: Wer einen neuen Vertrag abschließt, zahlt bis zu 17,55 Euro. Bisher musste nur der Arbeitgeber einen Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung abführen.
  • Hartz IV-Sätze
    Hartz IV-Empfänger bekommen 2013 etwas mehr Geld: Der Regelsatz für Alleinstehende steigt um acht Euro auf 382 Euro. Kinder bis sechs Jahre bekommen fünf Euro mehr als bisher, für Kinder ab sieben steigt der Satz um sechs Euro.

Die schlechten Nachrichten

  • Pflegeversicherung
    Der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung steigt auf 2,05 Prozent. Ein Arbeitnehmer mit 3.000 Euro brutto muss dadurch pro Monat 1,50 Euro mehr zahlen.
  • Beitragsbemessungsgrenze
    Die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung werden nur bis zu einer Obergrenze erhoben. Diese so genannte Beitragsbemessungsgrenze wird für die Kranken- und Pflegeversicherung um fast drei Prozent auf 3.937,50 Euro angehoben. Bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung werden es künftig 5.800 Euro (vorher 5.600 Euro) im Monat sein.
  • Post
    Der Standardbrief bis 20 Gramm kostet 58 statt 55 Cent. Beim Maxibrief beträgt die Erhöhung 20 Cent auf 2,40 Euro.

Autorin: Tamara Land; Online-Redaktion: Peter Mühlfeit

Letzte Änderung am: 27.12.2012, 11.09 Uhr

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