Tipps gegen Kater und Erkältung

Klarer Kopf für Narren

Autorin Susanne Henn; Online-Redaktion Peter Mühlfeit

Viel Alkohol, viele zwischenmenschliche Kontakte, kalte Füße auf der Straßenfastnacht: Körper und Immunsystem müssen an den närrischen Tagen viel aushalten. Wir geben Tipps, wie sich die "Tollen Tage" gesundheitlich gut überstehen lassen.

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Sauna oder Rollmops

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Wer keinen Alkohol trinkt, bekommt keinen Kater. Aber das ist ja nicht wirklich eine Alternative und so heißt es vorbeugen: 1.) Nicht auf leeren Magen trinken, Essen verzögert die Alkoholaufnahme ins Blut. 2.) Zwischendurch immer mal wieder etwas Nicht-Alkoholisches trinken, um dem Körper Wasser und Mineralstoffe zurückzugeben.

Wer keinen Alkohol trinkt, bekommt keinen Kater. Aber das ist ja nicht wirklich eine Alternative und so heißt es vorbeugen: 1.) Nicht auf leeren Magen trinken, Essen verzögert die Alkoholaufnahme ins Blut. 2.) Zwischendurch immer mal wieder etwas Nicht-Alkoholisches trinken, um dem Körper Wasser und Mineralstoffe zurückzugeben.

Kater-Profis empfehlen als Vorbeugung vor dem Schlafengehen eine Tablette Acetylcystein. Das ist eigentlich ein Hustenlöser und in jeder Apotheke frei erhältlich. Die Aminosäure Cystein, Hauptbestandteil des Medikaments, soll die schlimmsten Folgen des Alkohols verhindern.

Hilfe verspricht auch die Homöopathie. Der Apotheker rät, Nux vomica - die Brechnuss - als Globuli in D 6 ebenfalls vor dem Schlafengehen mehrfach einzunehmen und viel Wasser dazu trinken. Das soll helfen, den Kater und den mit ihm häufig verbundenen Brechreiz zu verhindern.

Wenn die Kopfschmerztablette erst im Wasserglas sprudelt, ist es meist schon zu spät und der Kater ist da. Jetzt gilt erst einmal: Viel trinken, denn Alkohol entzieht dem Körper Wasser und Mineralstoffe, die braucht er dringend braucht.

Am Morgen danach schwören viele Deutsche auf saure Heringe oder Rollmops. Es hilft tatsächlich, den Salzverlust auszugleichen.

Aus dem gleichen Grund schwört man in den USA auf Tomatensaft, denn auch der enthält viele Mineralien. Die Polen trinken Saure-Gurken-Saft und die Mexikaner essen lieber Shrimps.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist auch das russische Ritual am Morgen nach dem Zechen, in die Sauna zu gehen und sich mit Birkenzweigen auszupeitschen.

Die Niederländer hingegen bekämpfen lieber Gleiches mit Gleichem und greifen mit dickem Kopf sofort wieder zum Bier, um den Brand so zu löschen. Das ist aus medizinischer Sicht nicht wirklich zu empfehlen, auch wenn Bier Mineralstoffe und viel Wasser enthält.

Tipps gegen Erkältung

Fastnacht

Rosenmontagsumzug in Mainz.

Während man das Ausmaß des Katers weitgehend selbst im Griff hat, ist der Schutz vor Erkältung deutlich schwieriger. Nahrungsergänzungsmittel wie Zink- und Vitaminpräparate helfen nicht wirklich, denn wer sich einigermaßen ausgewogen ernährt, braucht diese Mittel nicht. Stattdessen sollte man lieber viel Obst und Gemüse essen.

Was aber hilft: Regelmäßig die Hände waschen, nicht in die Hand, sondern in die Ellenbeuge niesen und möglichst keine erkälteten Menschen küssen. Einen Vorteil hat die Straßenfastnacht: Bewegung in der frischen Luft - zum Beispiel Schunkeln - stärkt das Immunsystem.

Vorsicht: Wer seine Erkältung mit Medizin unterdrückt und dennoch kräftig feiern geht, der läuft Gefahr, dass es ihn danach so richtig erwischt. Denn der Körper braucht bei Erkältung Ruhe und wenn er die nicht bekommt, wird sich das in der Regel rächen.

Stand: 07.02.2013, 12.05 Uhr