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Neuerungen ab 1. Januar

Was ändert sich alles 2013?

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Freie Wahl beim Schornsteinfegen - das betrifft 2013 vor allem Hauseigentümer: Ab dem kommenden Jahr dürfen Sie Ihren Schornsteinfeger frei wählen. Einzige Bedingung: Er muss im Schornsteinfeger-Register beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistet sein. Dann darf auch der "freie Schornsteinfeger" die üblichen allgemeinen Überprüfungs-, Kehr- und Meß-Arbeiten des Kamins durchführen. Außerdem ändern sich die Regeln für Solarstromeinspeisung. Und es gibt neue Energielabel für den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten, wie Wäschetrockner oder Geschirrspüler...

Freie Wahl beim Schornsteinfegen - das betrifft 2013 vor allem Hauseigentümer: Ab dem kommenden Jahr dürfen Sie Ihren Schornsteinfeger frei wählen. Einzige Bedingung: Er muss im Schornsteinfeger-Register beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistet sein. Dann darf auch der "freie Schornsteinfeger" die üblichen allgemeinen Überprüfungs-, Kehr- und Meß-Arbeiten des Kamins durchführen. Außerdem ändern sich die Regeln für Solarstromeinspeisung. Und es gibt neue Energielabel für den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten, wie Wäschetrockner oder Geschirrspüler...

Die GEZ-"Gebühr" für Fernsehen und Radio ist ab kommendem Jahr Geschichte. Der neue "Rundfunkbeitrag" kommt! Ab 1. Januar 2013 wird er pro Privat-Haushalt erhoben und kostet mit 0,58 Cent pro Tag (17,98 Euro im Monat) weniger als die tägliche Zeitung. Wer wie viele Empfangs-Geräte und zu welchem Zweck besitzt, spielt zukünftig keine Rolle mehr.

Rente & Versicherung: Die Wirtschaft brummt, der Arbeitsmarkt ebenso. In der Folge sinkt der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung zum 1. Januar 2013 von 19,6 auf 18,9 Prozent. Das ist der niedrigste Satz seit 1995. Allerdings werden die Deutschen auch immer älter, im Alter immer kränker und dann pflegebedürftig. Deshalb steigt der Satz zur staatlichen Pflegeversicherung leicht von 1,95 auf dann 2,05 Prozent.

Führerschein nur noch auf Zeit: Ab 19. Januar 2013 werden Führerscheine nur noch für 15 Jahre gültig sein. Danach muss wieder ein neuer Führerschein beantragt werden. Eine neue Fahrprüfung muss man dazu aber nicht ablegen, und auch die Fahreignung wird von der Behörde im Regelfall nicht nochmals untersucht. Alle, die schon einen alten Führerschein haben, werden sich von ihm trennen müssen: Nach derzeitiger Rechtslage verlieren auch alte Führerscheine, spätestens zum 18. Januar 2033 ihre unbegrenzte Gültigkeit, und müssen bis dahin in befristete neue Führerscheine umgetauscht werden. Immerhin bleibt bis dahin aber noch gut 20 Jahre Zeit...

Neues Geld: In Zeiten der Euro-Krise vielleicht keine schlechte Idee... Die neuen Euro-Scheine, die ab kommendem Jahr ausgegeben werden, sollen sich aber äußerlich kaum von den alten unterscheiden. Lediglich ein Portrait der Göttin "Europa", aus der griechischen Sagenwelt, wird optisch die neuen Scheine zieren. Alles andere, also Design, Farbgebung und Stückelung, bleibt auf den ersten Blick gleich. Eingebaut werden aber neue versteckte Sicherheitsmerkmale, die Fälschern das Handwerk künftig noch schwerer machen sollen. Den Anfang der sogenannten "Europa"-Serie macht ab Mai ein neuer Fünf-Euro-Schein. Das "alte" Geld behält natürlich seine Gültigkeit, wird aber nach und nach von der EZB eingesammelt...

Tschüss Praxisgebühr...! Für viele Kassenpatienten seit Einführung 2004 ein echtes Ärgernis: Die 10-Euro-Praxisgebühr pro Quartal, die beim Arztbesuch fällig waren. Ab 2013 fällt diese Praxisgebühr ersatzlos weg. Die dadurch fehlenden zwei Milliarden Euro erhalten die Kassen aus dem derzeit übervollen Gesundheitsfond. Vermissen wird die Praxisgebühr wohl niemand. Für die niedergelassenen Ärzte war es zusätzlicher Aufwand, und weniger zum Arzt gegangen sind die Menschen deshalb auch nicht. Laut GKV-Spitzenverband im Schnitt pro Jahr 17 Mal, ein Spitzenwert innerhalb Europas!

Warten soll nichts mehr kosten! Zumindest am Telefon, ab 1.Juni 2013. Ab dann müssen ärgerliche Warteschleifen bei Hotlines von so genannten "Sonderrufnummern", wie der 0180 oder 0900, komplett kostenfrei sein. Das gilt auch für die Zeit, die im Rahmen von Weiterleitungen während eines Gesprächs verstreicht. Bislang waren nur die ersten zwei Minuten in der Warteschleife kostenlos, und auch nur dann, wenn sich bis dahin nicht jemand, egal ob Mensch oder Maschine, gemeldet hatte, um nach dem Grund des Anrufs zu fragen.

Mehr fürs Porto: Alles wird immer teurer! Zumindest bei der Post hält sich die Preiserhöhung im kommenden Jahr aber noch im Rahmen. Um ganze drei Cent erhöht sie das Brief-Porto zum 1. Januar. Statt 55 Cent kostet der Standard-Brief dann also 58 Cent. Wer noch alte Briefmarken daheim in der Schublade hat, kann bei der Post so genannte "Ergänzungsbriefmarken" im Gegenwert von 3 Cent kaufen, um diese zu nutzen. Es ist übrigens die erste Briefportoerhöhung seit 15 Jahren...

Teures Benzin: Der Anstieg des Benzinpreises innerhalb der letzten 15 Jahren ist im Vergleich zum Brief-Porto dagegen dramatisch! 1997 kostete der Liter Benzin im Schnitt 1,51, allerdings DM, also umgerechnet etwa 76 Cent. Besonders stark ist der Spritpreis in den letzten Jahren gestiegen, ein ständiges Ärgernis für Autofahrer. Besonders ärgert sie, dass der Wettbewerb bei den Tankstellen nicht richtig zu funktionieren scheint. Daran soll ab kommendem Jahr eine "Marktstransparenzstelle" beim Bundeskartellamt etwas zum Positiven ändern. Außerdem sollen die aktuellen Spritpreise im Internet zu finden sein. Über eine Benzinpreis-App kann der Autofahrer die für ihn günstigste Tankstelle raussuchen und so sparen. Zumindest ein bisschen...

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