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Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter recht positiv! Zwar wird die Zahl der Arbeitssuchenden auch im Februar noch ein wenig steigen, aber wenn der Winter vorbei ist, wendet sich das Blatt: Dann wird die Zahl der Arbeitslosen wieder zurückgehen!

Saisonbedingt: Steigende Arbeitslosigkeit
Noch stellen Unternehmen ein: Das gilt für große Arbeitgeber wie Bosch, ZF Friedrichshafen, Voith und Carl Zeiss, das gilt aber auch für viele kleine Handwerksbetriebe. Vor allem Elektrotechniker, Stuckateure, Maler und Heizungsbauer sind bestens ausgelastet. Und auch hier werden die Fachkräfte langsam knapp. Deshalb denken viele Firmen um: Sie schaffen wieder mehr sozialversicherungspflichtige Stellen, die den Menschen Sicherheit geben. Und sie werben um gut ausgebildete Mitarbeiter - auch mit betrieblicher Kinderbetreuung und guten Aufstiegsmöglichkeiten.
Aber davon profitieren leider nur gesuchte Fachkräfte. Und das ist das große Problem: Wer keine Ausbildung hat und dann womöglich auch noch krank oder behindert ist, der tut sich weiterhin sehr schwer. Zumal es unseriöse Arbeitgeber gibt, die die Löhne mit dem Hinweis drücken, dass der Staat das Einkommen ja gegebenenfalls aufstockt. Solche Praktiken ließen sich durch einen allgemeinen Mindestlohn unterbinden, und die Debatte darum könnte in den nächsten Monaten spannend werden!
In der CDU/CSU plädieren viele für eine allgemeine Lohnuntergrenze. Das ist gut so, aber besser noch wäre ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn. Denn wenn sich Schwache nicht allein helfen können, ist der Sozialstaat gefordert! Experten dagegen schaffen es selbst, Gehaltserhöhungen durchzusetzen - solange die Wirtschaft weiterhin wächst und neue Stellen entstehen!
Kommentar von Bernd Roling; Online: Amélie Fröhner
Letzte Änderung am: 02.02.2012, 12.19 Uhr