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Schnelles Internet in Rheinland-Pfalz Immer noch weiße Flecken

Ministerpräsidentin Dreyer hat im Wahlkampf noch behauptet, es gebe keine Haushalte mehr ohne schnelles Internet. Doch das deckt sich nicht mit den Zahlen des Bundesverkehrsministeriums.

LAN-Kabel auf Computer-Tastatur

In den ländlichen Gegenden von Rheinland-Pfalz müssen sich Internet-Nutzer noch mit langsamen Verbindungen herumärgern

In Rheinland-Pfalz gibt es immer noch mehr als 11.000 Haushalte ohne Breitbandanschluss. Das geht aus Daten des Bundesverkehrsministeriums hervor. Malu Dreyer (SPD) sagte während des Wahlkampfs im SWR Fernsehen wörtlich, es gebe im Land keine weißen Flecken mehr bei den 2-Megabit-Anschlüssen. Ab einem solchen Wert sprechen Experten von schnellem Internet.

Dabei fehlen solche Leitungen vor allem in ländlichen Gebieten wie Eifel, Mosel und Hunsrück. Allein in der Region Trier (mit den Kreisen Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld) sind es 4.900 Haushalte. Dort gibt es viele entlegene Dörfer mit wenig Einwohnern. Internetanbietern wie der Telekom ist es meistens zu teuer, solche Regionen mit schnellem Internet zu versorgen. Das geht dann oft nur noch mit finanzieller Förderung durch Bund und Land.

So konnte Rheinland-Pfalz die Zahl der Haushalte ohne schnelles Internet von rund 30.000 Ende 2014 auf rund 11.000 Ende 2015 reduzieren. Der CDU-Opposition dauert das zu lange. Sie fordert, dass die Landesregierung mehr Geld investiert, um den Ausbau zu beschleunigen. Ein CDU-Sprecher sagte, Rot-Grün habe im aktuellen Haushalt zehn Millionen Euro für den Breitbandausbau investiert, das sei zu wenig.

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