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Niedrigwasser auf dem Rhein Mit der Flachwasserfähre nach Ingelheim

Mit einem leichteren Schiff wird seit Montag der Fährbetrieb zwischen Ingelheim und Oestrich-Winkel wieder aufgenommen. Wegen des niedrigen Wasserstandes des Rheins war der Betrieb vor einer Woche eingestellt worden.

Die Rheinfähre legt am Ufer an, beladen mit drei Autos

Die Flachwasserfähre fährt seit Montag zwischen Ingelheim und Oestrich-Winkel.

Die neue Fähre, eine sogenannte Flachwasserfähre, kommt vom Mittelrhein und pendelt normalerweise zwischen Niederheimbach und Lorch.

Dort aber kann sie nach Angaben des Betreibers Michael Schnaas wegen des anhaltenden Niedrigwassers nicht mehr fahren. Die Lorcher Einfahrt sei gerade mal noch 50 Zentimeter tief, da gehe nichts mehr, so Schnaas weiter.

Aus Niederheimbach den Rhein rauf

Fährmann Michael Schnaas am Steuer seiner Rheinfähre

Fährmann Michael Schnaas kann sich nicht erinnern, wann es im Januar zuletzt so wenig Wasser gab.

Am Samstag kam Michael Schnaas aus Niederheimbach mit seiner Fähre nach Ingelheim, dreieinhalb Stunden hat die Fahrt rheinaufwärts gedauert. Seine Fähre ist besonders leicht, sagt Schnaas. Sie gehe nur 40 Zentimeter ins Wasser. Mit Autos drauf 60 Zentimeter. Das Problem, der Rhein bei Oestrich Winkel ist derzeit nur 80 Zentimeter tief. Wenn der Wasserstand noch mehr fällt, dann kann auch die Super-Leicht-Fähre von Michael Schnaas bald nicht mehr fahren.

Ungewöhnlich wenig Wasser im Rhein

Ein solches Niedrigwasser um diese Jahreszeit ist sehr ungewöhnlich, heisst es vom Wasser- und Schiffahrtsamtes in Bingen. Und auch Fährmann Michael Schnaas kann sich nicht erinnern, wann er das das letzte Mal erlebt hat. Damit der Rheinpegel wieder steigt, reicht es übrigens nicht, wenn es hier in der Region ein bisschen regnet oder schneit. Im Schwarwald, am Bodensee oder den Schweizer Alpen muss es richtig regnen, sagt Schnaas, "dann haben wir hier richtig Wasser."

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