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Gentechnik in Rheinhessen Verbotene Petunien entdeckt

Bei einem Blumengroßhändler in Rheinhessen wurden gentechnisch veränderte Petunien entdeckt. Sie haben eine untypische Blütenfarbe. Diese Blumen dürfen in der EU nicht verkauft werden.

In einem Labor steht ein Topf mit lachsfarbenen Petunien.

Diese Petunien wurden gentechnisch verändert.

Wie eine Sprecherin der Struktur- und Genehmigungsdirektion mitteilt, habe die Behörde angeordnet, die orange- bis lachsfarbenen Petunien zu vernichten. Die gentechnisch veränderten Pflanzen seien verboten. Ob noch weitere Pflanzen in Rheinhessen gefunden worden sind, ist nicht bekannt.

Keine Gefahr für Verbraucher

Nach Angaben des Zentralverbands Gartenbau besteht aber keine Gefahr für Umwelt und Verbraucher. Wie hoch der Schaden für die Betriebe ist, lasse sich nicht seriös beziffern. Die betroffenen Petunien haben lachsfarbene Blüten, die in der Natur nicht vorkommen.

Finnland gab erste Warnung raus

Ein Hinweis aus Finnland brachte die rheinland-pfälzischen Behörden auf die Spur der lachsfarbene Petunien. Dort waren die Pflanzen ebenfalls auf dem Markt aufgetaucht. Auch genmanipuliertes Saatgut war dort im Umlauf.

Nach Angaben des Zentralverbandes Gartenbau dürfen Gentechnisch veränderte Pflanzen innerhalb der EU nur kultiviert und vermarktet werden, wenn sie ein spezielles Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Alle gentechnisch veränderten Produkte müssen als solche gekennzeichnet werden, um dem Verbraucher die Möglichkeit zu geben, diese zu erkennen. Für den Anbau von gentechnisch veränderten Petunien gibt es in Europa keine Zulassung.

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