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Ärger um Lärm MVG will bei Mainzelbahn nachbessern

Es ist laut, es wackelt, es nervt - so empfinden es Anwohner entlang der neuen Mainzelbahn-Strecke. Die MVG verspricht nun Nachbesserungen. Die Betroffenen denken dennoch weiter über eine Klage nach.

Der Blick aus einer Haustür auf eine dicht vorbeifahrende Straßenbahn

Unter anderem sollen die Gleise teilweise neu verschweißt werden.

Seit die Mainzelbahn-Strecke im Dezember 2016 in Betrieb genommen wurde, beschweren sich Anwohner im Stadtteil Bretzenheim über Lärm und Erschütterungen. Jetzt hat die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) Betroffene zum Gespräch geladen und ihre Pläne für Verbesserungen vorgestellt. So sollen unter anderem 400 Nähte an Gleisen neu verschweißt werden - an den Stellen, wo es nachweislich Dellen gibt. Denn die Dellen sorgen unter anderem für die lauten Geräusche der Bahn.

Erschütterungen sollen gemessen werden

Außerdem sollen die Gleise "gestopft" werden, so dass sie optimal auf der Straße beziehungsweise im Gleisbett liegen und so wenig Erschütterungen wie möglich erzeugen. Als weitere Maßnahme soll Rasen gesät werden; auch das soll Schall und Erschütterungen dämpfen. Mit diesen Arbeiten soll Anfang März begonnen werden.

Die MVG plant auch, in verschiedenen Häusern entlang der Strecke Erschütterungen zu messen. Gegebenenfalls würde sie dann auch die Kosten für Schallschutzfenster übernehmen.

Mainzerlbahn fährt dicht am Haus der Familie Veit in Mainz vorbei.

An mehreren Häusern direkt an der Strecke sollen die Erschütterungen gemessen werden.

Erst abwarten, dann klagen?

Die Reaktionen der Betroffenen auf die Ankündigungen der MVG sind verhalten. Zum einen sei man froh, dass überhaupt endlich mal ein Gespräch mit der MVG stattgefunden habe, zum anderen bezweifele man, dass diese Nachbesserungen wirklich was bringen.

Andreas Horn gehört zu einer Interessensgemeinschaft aus Betroffenen, die sich vor Kurzem gegründet hat. Er ist der Meinung, dass die MVG aus Sparzwängen heraus mit schlechtem Material gearbeitet hat. Seiner Meinung nach müssten komplett alle Gleise neu verlegt werden.

Er will jetzt abwarten, ob die Nachbesserungen etwas bringen. Falls nicht, überlege man nach wie vor gegen die MVG zu klagen.

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