Bitte warten...

Außergewöhnliches Projekt in Germersheim Freiwillige Helfer wollen Leben retten

Eigentlich muss der Krankenwagen schon wenige Minuten nach dem Notruf beim Patienten sein – aber oft ist es dann bereits zu spät. Das ist ein klarer Fall für die "Mobilen Retter"!

Die "Mobile Retter"-App

Die "Mobilen Retter" sind per Smartphone-App erreichbar

In Rheinland-Pfalz darf es maximal eine Viertelstunde dauern, bis ein Notarzt beim Patienten eintrifft. Bei einem Herzinfarkt kommt es aber auf jede Sekunde an. Um die Überlebenschance von Betroffenen zu steigern, nimmt der Kreis Germersheim als erster Kreis in Rheinland-Pfalz am Projekt "Mobile Retter" teil.

Die App macht's möglich

Über eine Handy-App werden die ehrenamtliche Helfer über Herz-Kreislauf-Stillstände in ihrer Nähe informiert. Sobald sie den Einsatz per Knopfdruck bestätigen, können sie sich mit ihrem Notfallrucksack auf den Weg machen. In der Regel ist ihr Einsatzort maximal vier Kilometer von ihrem aktuellen Aufenthaltsort entfernt. Im Durchschnitt kamen die "Mobilen Helfer" bislang sieben Minuten vor dem Notarzt beim Patienten an – und konnten so lebensrettende Erste Hilfe leisten.

Fingerspitzengefühl gefragt

Es ist aber nicht die einzige Aufgabe, die die "Mobilen Retter" haben. Oft müssen sie nebenbei auch noch die Angehörigen der Patienten betreuen und ihnen Mut machen. Eine erste Bilanz des Projekts fällt positiv aus: In den vergangenen zehn Monaten sind die Freiwilligen knapp 200 Mal ausgerückt – und waren in rund 60 Prozent der Fälle als erste am Einsatzort.

Crashkurs für die Helfer

Weil die "Mobilen Retter" zumindest ehrenamtlich für Hilfsorganisationen wie z. B. die Freiwillige Feuerwehr arbeiten, reicht in der Regel ein halber Tag aus, um sie für ihre Aufgabe fit zu machen. In Kursen bekommen sie zum  Beispiel beigebracht, wie man eine Herzdruckmassage korrekt ausführt und wie man einen Defibrilator bedient. Bislang ist Germersheim der einzige Kreis in Rheinland-Pfalz, der sich an dem Projekt beteiligt - andere Kreise im Land haben aber bereits Interesse gezeigt.

 

Mehr zum Thema im WWW:

Aktuell in Rheinland-pfalz