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Aktionen vor Fliegerhorst Büchel Startschuss zu Anti-Atomwaffen-Kampagne

In Cochem ist am Sonntag die bundesweite Kampagne "Ja zu einem Atomwaffenverbot" gestartet worden. Auch am Fliegerhorst Büchel in der Eifel gab es Aktionen - unter anderem eine Mahnwache vor dem Haupttor.

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1:44 min | So, 26.3.2017 | 19:45 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Protestkampagne gestartet

Friedensgruppen demonstrieren in Büchel

SWR

Zum Auftakt einer Protestkampagne haben am Fliegerhorst Büchel in der Eifel zirka 70 Atomwaffengegner gegen dort vermutete US-Atombomben demonstriert. Am Fliegerhorst wurde die Zufahrt abgeriegelt.

Zu den Protesten aufgerufen hatte die Initiative "Büchel ist überall - atomwaffenfrei.jetzt". Neben Teilnehmern von Friedensgruppen versammelten sich auch zahlreiche Bürgermeister, Stadträte und Bundestagsabgeordnete aus ganz Deutschland.

Bürgermeister für den Frieden

Bürgermeister für den Frieden: Nicht nur Friedensaktivisten, auch Ortsvorsteher aus ganz Deutschland machen sich für Abrüstung stark.

Für Abzug Druck machen

Man wolle so auf die am 27. März in New York beginnende Verhandlungsrunde für ein Atomwaffenverbot bei der UNO in New York aufmerksam machen, sagte ein Kampagnensprecher. Zudem wolle man den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, sich für einen Abzug der letzten US-Atomwaffen, die in Büchel vermutet werden, einzusetzen. Dafür hatte sich der Bundestag bereits am 26. März 2010 fraktionsübergreifend ausgesprochen.

Neben einer Mahnwache in Cochem und einer weiteren am Sonntagnachmittag vor dem Haupttor des Fliegerhorstes waren auch Diskussionsveranstaltungen geplant. Zudem fiel am Sonntag der Startschuss zu einem 20-wöchigen Dauerprotest vor den Toren des Luftwaffenstützpunktes Büchel, "Aktionspräsenz" genannt.

Einladung zu Ostermärschen

Bereits am Samstag hatte eine weitere Friedenskampagne begonnen: Unter dem Motto "Krieg beginnt hier" planen Friedensgruppen in der Pfalz und im Saarland in den kommenden Monaten mehrere Veranstaltungen und Aktionen.

Dabei stehen die Themen Drohnen, Atomwaffen, Abrüstung und Militärstandorte von Bundeswehr, Nato und US-Armee im Mittelpunkt. Menschen sollten sich gemeinsam für eine friedliche Welt einsetzen, sagte der pfälzische Friedenspfarrer Detlev Besier, der als Mitglied der "Friedensinitiative Westpfalz" auch an der Kampagne beteiligt ist.

Besier lud auch zur Beteiligung an den Ostermärschen der Friedensbewegung am 15. April in Kaiserslautern, Saarbrücken und Mainz sowie am 17. April am Luftwaffenstützpunkt Büchel ein.

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