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Präsidentschafts-Wahlen in Frankreich Spannend mit ungewissem Ausgang

Am kommenden Sonntag entscheiden die Franzosen in einem ersten Wahlgang wer Anfang Mai um das Präsidentenamt kandidiert. 11 Politiker stehen zur Wahl. Eine sichere Prognose wagt nach einem turbulenten Wahlkampf niemand.

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Frankreich-Wahlkampf

N.N.

Am kommenden Sonntag entscheiden die Franzosen in einem ersten Wahlgang wer Anfang Mai um das Präsidentenamt kandidiert. 11 Politiker stehen zur Wahl. Eine sichere Prognose wagt nach einem turbulenten Wahlkampf niemand.

Ruppig zeigt das Volk im Elsass, was es von den Politikern hält. Ein Bürger schüttet eine Tüte Mehl über den konservativen Kandidaten Francois Fillon. Noch nie war ein Präsidentschaft-Wahlkampf in Frankreich so spannend und so ungewiss. Das erleben auch die Journalisten des Fernsehsenders France 3 Alsace in Straßburg. Und keiner wagt eine Prognose für den ersten Wahlgang am nächsten Sonntag.

"Eine Besonderheit dieser Vorwahlen ist, dass viele Leute noch keine Entscheidung getroffen haben. Sie wissen wirklich nicht, wen sie wählen sollen und werden sich vermutlich erst im allerletzten Moment entscheiden, wenn sie die Wahlkabine betreten", meint Franҫoise Erb, Chefredakteurin von France 3 Alsace in Straßburg.
Die Menschen machen sich Sorgen um die Wirtschaftskraft und die Jugendarbeitslosigkeit. Diese Themen dominieren im Elsass und frustrieren die Wähler, so erleben es die Journalisten. "Die Leute sind desillusioniert. Sie glauben wirklich niemandem mehr", sagt Marie Pouchain, Journalistin bei France 3 Alsace, Straßburg. In Umfragen führen derzeit die Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen und der liberale, parteilose Emanuel Macron. Würden sie die meisten Stimmen erhalten, kämen sie in die Stichwahl am 7. Mai.
Eine rechtsextreme Präsidentin? Guillaume Plas, Mitarbeiter am Frankreich-Zentrum in Freiburg, erlebt in der Diskussion mit Deutschen Verwunderung. "Wenn ich erzähle, dass es durchaus möglich wäre, dass Le Pen an die Macht kommt, fragen mich die Leute, ob ich das ernsthaft meine. Es ist bei ihnen noch nicht angekommen, dass dies durchaus passieren kann", meint er.
Rechte, Linke, Mittekandidaten, alle haben sie Chancen auf das Präsidentenamt in einem Wahlkampf, der spannend bleibt.

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