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Polizeimuseum Stuttgart erhält Lotto-Preis Nostalgie trifft Wirklichkeit

Echte Beweismittel und historische Filmaufnahmen von der Arbeit Stuttgarter Kripo- und Streifenbeamten. Damit haben die Macher des Polizeimuseums Stuttgart die Preisjury überzeugt.

Verschiedene Polizeikellen

Verschiedene Polizeikellen im Polizeimuseum Stuttgart

Das Polizeimuseum Stuttgart ist Sieger bei der zweiten Auflage des landesweiten Lotto-Museumspreises Baden-Württemberg. Das Preisgeld beträgt 20.000 Euro. 63 Museen des Landes hatten an dem Wettbewerb der Lottogesellschaft und des Museumsverbandes teilgenommen.

"Geduldsarbeit"

"Die ehrenamtlichen Macher des Polizeimuseums haben in jahrelanger Geduldsarbeit die Geschichte und Rolle der Ordnungshüter in der Landeshauptstadt aufgearbeitet. Das Wirken der Kommissare oder der Streifenpolizisten wird authentisch dargestellt", urteilte Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk über das Ergebnis des Wettbewerbs. Hier greife ein Konzept, das bundesweit vorbildlich ist, so Caspers-Merk weiter. Aus echten Beweismitteln und historischen Film- und Tondokumenten sei mehr als ein Stück Stuttgarter Stadtgeschichte entstanden. "Die Polizeiarbeit in den gesellschaftspolitischen Kontext zu rücken und dennoch bei den Besuchern den kriminalistischen Spürsinn zu wecken, sorgte hier im Wettbewerb für eine kleine Überraschung", kommentierte die Lotto-Geschäftsführerin weiter.

Eine alte Schreibmaschine

Als es noch keine PCs in der Polizeiwache gab

Nah an der Wirklichkeit

An Angaben der Lotto-Gesellschaft sprach die Jury den Polizeimuseumsmachern ein großes Lob für dien klugen selbstkritischen Blick in Kombination mit einem interessanten Sammlungskonzept aus. Was filmisch oft nostalgisch verklärt sei, bewege sich im Polizeimuseum nah an der Wirklichkeit, heißt es zur Begründung der Entscheidung. Das Rollenklischee des Polizisten werde hinterfragt und eher unbequeme und aktuelle Themen aufbereitet. "Hier präsentiert sich ein Museum, das offen in alle Richtungen ist," erläuterte Jan Merk, Präsident des Museumsverbandes und Juror.

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