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Nach Feuer in Asylunterkunft im Kreis Biberach Versuchter Mord in 26 Fällen

Weil er Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Eberhardzell im Kreis Biberach gelegt hat, ist ein Asylbewerber zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Angeklagter versteckt sein Gesicht

Brandstiftung wegen Verfolgungsangst? (Archiv)

Das Landgericht Ravensburg sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der zur Tatzeit im März 30 Jahre alte Mann den möglichen Tod etlicher im Gebäude schlafender Asylbewerber billigend in Kauf genommen hat. Verurteilt wurde er wegen versuchten Mordes in 26 Fällen, versuchter schwerer Brandstiftung und vorsätzlicher Körperverletzung. Als Motiv vermutete die Anklagebehörde zur Prozesseröffnung Mitte Oktober Verfolgungsängste.

Rauchmelder funktionsunfähig gemacht

Ein Experte sah keine psychische Erkrankung. Aus Sicht des Gerichts handelte der Angeklagte aus Frust über seine Lebenssituation. Vor der Zündelei soll der Mann Rauchmelder funktionsunfähig gemacht haben. Dann soll er mitten in der Nacht verschiedene Kleidungsstücke und Papier angezündet haben. Mitbewohner in der Unterkunft im Kreis Biberach bemerkten das Feuer, bevor der Brand auf das Gebäude übergreifen konnte. 26 Menschen, darunter 10 Kinder, wurden gerettet.

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