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KIT-Präsident Hanselka unterstützt "science march" Wissenschaft statt "alternativer Fakten"

Am Samstag gehen weltweit Menschen auf die Straße, um in Zeiten alternativer Fakten für den Wert von Wissenschaft und Forschung zu demonstrieren. Auch der Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) Holger Hanselka unterstützt den "march for science".

Von der Leugnung des Klimawandels bis hin zu absurden Verschwörungstheorien – immer wieder werden wissenschaftlich erwiesene Tatsachen geleugnet, relativiert oder als lediglich alternative Tatsachen diffamiert, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Daher gehen auch in diesem Jahr Wissenschaftler und Bürger auf die Straße, um für den Wert von Wissenschaft und Forschung zu demonstrieren. Entstanden in den USA, ist die Idee inzwischen auch nach Deutschland geschwappt. In vielen deutschen Städten werden Menschen am "march for science" teilnehmen, beispielsweise in Heidelberg. Der Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Holger Hanselka, unterstützt die Bewegung, die nach eigenen Angaben überparteilich und unabhängig ist.

"Nicht tatenlos zusehen"

Im Interview mit dem SWR Studio Karlsruhe sagte Hanselka, wissenschaftliche Wahrheiten würden in der öffentlichen Debatte von alternativen Fakten außer Kraft gesetzt. Das sei in vielen Ländern der Welt - nicht nur in den USA - zu beobachten. Das habe die Wissenschaft weltweit wach gerüttelt. Da könne man nicht tatenlos zusehen. Auch wenn das politische Tagesgeschäft eigentlich keine Aufgabe der Wissenschaft sei, so liefere man der Politik doch Fakten, die als Entscheidungsgrundlage dienten. Um diese Aufgabe zu erfüllen, sei die Wissenschaft auf das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Politik angewiesen, so Hanselka.


Der "march for science" in Heidelberg für eine freie und offene Wissenschaft und Forschung startet am Samstag, 22. April, um 15 Uhr am Friedrich-Ebert-Platz. Er führt durch die Hauptstraße. Die Abschlusskundgebung findet auf dem Universitätsplatz statt.

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