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Zur Medizin bin ich auf dem Umweg der Theologie gekommen; die habe ich nämlich zunächst studiert und zwar katholische und in Mainz. Im Rahmen eines Sozialpraktikums im Krankenhaus habe ich gemerkt, dass es mir liegt, ergänzend zur Seelsorge den Menschen auch in seiner körperlichen Dimension zu begreifen und begreifend zu behandeln. Kommilitonen aus der Medizin taten ein Übriges, so war der Schritt nicht mehr weit. Heute bin ich als Landarzt Arzt und Seelsorger.
Ich bin bewusst Allgemeinmediziner geworden, um den ganzen Menschen im Blickpunkt zu haben. Ein wichtiger Schwerpunkt gerade auf dem Land ist - manchmal als detektivisches Puzzlespiel - die internistische Diagnostik. Aufgrund meiner Ausbildung gehören aber auch Diagnostik und Therapie von Bandscheibenschäden, Sportmedizin, Ernährungsmedizin und ganz besonders das Gebiet der Prävention, also der Vorsorge vor Krankheiten und Gesundheitsstörungen, dazu.
Zunächst habe ich spontan einfach ja gesagt, als mich Günther Gerhardt gefragt hat, ob ich mir das vorstellen kann. Für mich ist es eine ganz neue Herausforderung, in einem Bereich zu arbeiten, den ich bisher so nicht kannte. Spannend ist es besonders, Themen meiner täglichen Medizinpraxis mit dem Medium Rundfunk zu verbinden und somit sehr viele Menschen zu erreichen. Die Menschen sind es auch, die mir bei SWR4 neu und offen begegnen und mir helfen, diese Herausforderung zu bewältigen.
Ganz wichtig: Bewegung als Ausgleich, hier Joggen in unserer rheinhessischen Natur, aber auch Training im Fitnessstudio. Dann liebe ich Musik, selbst praktizierend an Klavier und Orgel, hier Bach vor allem, aber auch rezipierend in Konzerten und Opernbesuchen. Schließlich lese ich gerne und wenn ich dies nicht tue, erkunde ich eifrig unsere rheinland-pfälzischen Weinlandschaften, im Glas und bei den Winzern vor Ort.
Eigentlich komme ich eher von der Klassik her, aber: gut gemachte Musik gefällt mir in jedem Genre. Häufig begeistern mich schöne Texte und ihre musikalische Umsetzung, mit den Namen der Interpreten tu ich mich öfter schwer. Die melancholischen Lieder von Alexandra liebe ich bis heute, da habe ich zuletzt sogar tatsächlich mitgesungen als "Mein Freund der Baum" bei SWR4 lief, aber auch z.B. Mara Kayser hat in den letzten Produktionen schöne Texte musikalisch gut umgesetzt.
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