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Hund schaut frisch gewaschen über den Rand einer Badewanne hinaus

Waschen und pflegen So wird Ihr Hund richtig sauber

Sie gehen mit dem Hund spazieren, lassen ihn mal von der Leine - und schon wälzt er sich im Dreck. Zuhause heißt es dann ab unter die Dusche. Aber ist das wirklich gut für den Hund und worauf sollte man dabei achten?

Wie oft sollte der Hund gewaschen werden?

Junge Frau bürstet ihren Hund und lacht dabei

Manchmal reicht bürsten.

Für die Hundewäsche gilt das Prinzip: so oft wie nötig, so selten wie möglich. Also nur, wenn der Hund wirklich stark verschmutzt ist. Zu häufiges Baden kann leicht das Gleichgewicht der Hundehaut durcheinander bringen oder sogar zerstören. Kleinere Verschmutzungen lassen sich am besten ausbürsten. Als Hilfe können Sie ein so genanntes Trockenshampoo verwenden. Das pudern Sie auf die verschmutzte Stelle auf, lassen es kurz einwirken und bürsten es zum Schluss schließlich wieder heraus.

Worauf muss man bei der Hundewäsche achten?

Wenn Ihr Vierbeiner stark verschmutzt ist, kommt er um eine warme Dusche oder ein medizinisches Bad nicht herum. Am besten geht das in der Wanne. Folgendes sollten Sie dabei beachten:

  • Legen Sie eine Gummimatte in die Wanne, damit der Hund nicht ausrutscht.
  • Stellen Sie die Wassertemperatur auf eine angenehme Wärme ein.
  • Achten Sie darauf, besonders im Augen- und Nasenbereich vorsichtig zu sein. An diesen Stellen können Hunde sehr empfindlich reagieren.
  • Um den natürlichen Säureschutzmantel der Haut zu schützen, nehmen Sie am besten ein mildes Hundeshampoo. Auch hier sollten Sie sorgsam darauf achten, dass kein Shampoo in Nase, Ohren und Augen gelangt.
  • Beim Abbrausen darauf achten, dass kein Shampoo im Fell zurückbleibt. Solche Reste können austrocknen und Juckreiz verursachen.
  • Im Anschluss den Hund mit einem Handtuch abrubbeln und bei schönem Wetter in der Sonne trocknen lassen. Wenn er es zulässt, können Sie ihn auch trockenföhnen.

Welche Auswirkungen kann das falsche Shampoo für den Hund haben?

Kleiner Hund wird gewaschen und gebürstet

Beim Einseifen immer schön vorsichtig sein!

Ungeeignetes Shampoo kann die Funktion der Hundehaut stören, indem es ihren Säureschutzmantel zerstört. Außerdem kann die Haut austrocknen oder die Haare können verfilzen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Allergien oder Hautentzündungen kommen. Spezielle Shampoos für den Hund sind optimal auf die Besonderheiten der Hundehaut eingestellt. In tiermedizinischen Shampoos sind Stoffe enthalten, die Bakterien oder Milben töten und Hefepilze entfernen. Außerdem können sie die Haut rückfetten, wenn diese sehr trocken ist.

Bitte kein Babyshampoo verwenden!

Babyshampoos enthalten fast immer Duftstoffe. Für uns Menschen können sie gut riechen, für die Hundenase sind sie aber unangenehm. Wenn Sie trotzdem Babyshampoo verwenden, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Ihr Hund sich bei nächster Gelegenheit in anderen Gerüchen suhlt und sich erneut schmutzig macht.

In welchen Fällen darf man den Hund gar nicht waschen?

Hund unter der Dusche

Duschen ist für den Hund ungewohnt.

Wenn die Haut des Hundes gerötet, feucht oder gar eitrig ist, dann bitte unbedingt den Tierarzt einschalten. Übertriebene Pflege könnte diese Symptome sogar noch verschlimmern. Es gibt eine Menge verschiedener Hauterkrankungen, und die Therapien sind sehr unterschiedlich. Das sollte auf jeden Fall ein Fachmann untersuchen und behandeln.

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