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Richtig aufräumen Alles braucht seinen Platz

Neues Jahr, neue Ordnung: Ein Jahreswechsel bietet auch einen Anlass, daheim mal wieder "klar Schiff" zu machen - und neues Chaos zu vermeiden. Dabei helfen Ihnen die vier Grundregeln unserer Aufräum-Experten!

Regel Nr. 1: Geben Sie allem einen Platz

"Unordnung entsteht, weil ein Teil keinen Platz hat", sagt Ordnungsprofi Melanie Kinsky aus dem rheinhessischen Nierstein. Hat jedes Teil seinen festen Platz, fällt das Aufräumen leichter. Man weiß dann, wo die Dinge hingehören. Für manche Sachen muss man allerdings erst einen Platz suchen - und das kann eine Herausforderung sein. Sachen, die nur selten benötigt werden, sollte man einfach in den Keller räumen. Natürlich kann man die Gegenstände auch in eine "Kruschelkiste" legen. Dann sollte man sich aber vornehmen, hier regelmäßig reinzuschauen und die Sachen an ihren Platz zu stellen.

Wichtig: Fangen Sie mit dem Aufräumen im Zimmer mit dem wenigsten Chaos an, damit Sie nicht gleich die Motivation verlieren. Wichtig sei auch, zunächst das Offensichtliche wegzuräumen und sich nicht gleich am Anfang mit den Kleinigkeiten aufzuhalten, empfiehlt die Aufräum-Expertin.

Regel Nr. 2: Trennen Sie sich von Überflüssigem

Unaufgeräumtes Zimmer

Soweit sollte es erst gar nicht kommen

Sachen wie Servietten und Kerzen werden gerne gesammelt und dann nicht mehr verwendet, weil sie einfach nicht mehr passen. Für Aufräum-Expertin Tanja Priefling aus Waldmohr in der Pfalz sind das nur "Staubfänger". Sie empfiehlt, solche Sachen nach und nach aufzubrauchen. "Man sollte nur Dinge aufheben, die man mit Begeisterung in die Hand nimmt und bei denen man ein positives Gefühl hat - alles andere ist nur eine Belastung." Wer will, kann von den Gegenständen ein Foto machen und nur das aufheben.

Melanie Kinsky empfiehlt das Vorgehen nach der Drei Stapel-Methode: Sortieren Sie die Sachen nach "das behalte ich", "da bin ich unsicher" und "das kann weg". "Natürlich sollte auch irgendwann das 'Da bin ich unsicher'-Häufchen entsorgt werden", rät die Expertin.

Regel Nr. 3: Ordnen Sie alles klar und übersichtlich

Zum Einsortieren der Sachen empfiehlt Tanja Priefling möglichst große und einheitliche Behälter. "Einheitliche Kartons sehen einfach besser aus als verschieden große." Außerdem sollten Sie am besten große und tiefe Schränke bzw. Regale nutzen, damit auch große Dinge darin Platz finden. Bücher sollte man laut der Expertin am besten zunächst alle in einen Raum räumen, damit man von Anfang an einen Überblick hat. "Das gibt einem das Gefühl, wie viele Bücher ins Regal passen müssen." Dann ordentlich einsortieren.

Regel Nr. 4: Räumen Sie regelmäßig auf

Ist das Chaos erst mal beseitigt, sollten Sie bis zum nächsten Aufräumen nicht zu lange warten. Denn es fällt leichter, wenn sich nicht zu große Berge angehäuft haben. Am besten setzen Sie sich feste Termine, zu denen Sie aufräumen bzw. die Ablage abarbeiten. Bei Papierkram wie Rechnungen hilft auch vorsortieren: "Am besten nach Eingang der Rechnung gleich thematisch einsortieren", rät Melanie Kinsky. Und wenn Sie Sachen gebraucht haben, sollten Sie diese danach gleich wieder wegsortieren - dann häuft sich erst gar nichts an.

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