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Die Zukunft ist digital - auch beim Satellitenfernsehen. Am 30. April 2012 werden der SWR und alle anderen deutschen TV-Anbieter die analoge Satellitenausstrahlung ihrer Programme beenden. Wie läuft der Umstieg? Welche Geräte brauche ich dafür? Unser Technik-Experte Andreas Reinhardt beantwortet die wichtigsten Fragen.
Das kommt darauf an, wie alt die Satellitenanlage ist. Wenn sie bereits digital ist, muss nichts umgerüstet werden. Am einfachsten finden Sie das heraus, wenn Sie auf die Videotexttafel 198 gehen und dort nachschauen. Wenn dort steht "Sie schauen analog", dann müssen Sie etwas tun. Sie können in ein Fachgeschäft gehen, sich einen Digital-Receiver ausleihen, kaufen und vielleicht wieder zurückgeben, wenn Sie ihn nicht mehr brauchen. Wenn Sie ihn angeschlossen haben und alles weiter funktioniert, ist auch der LNB, der vorne an der Satellitenschüssel sitzt, auf den Empfang digitaler Kanäle ausgerichtet. Dann ist im Prinzip schon alles umgestellt, was umgestellt werden muss. Wenn auf der Videotexttafel steht "Sie schauen digital", dann müssen Sie gar nichts unternehmen.
Es ist zwar noch ein halbes Jahr Zeit, bis das Ganze umgestellt wird. Es sind aber so viele Haushalte und Fachbetriebe betroffen, dass die Zeit wirklich drängt.
Im digitalen Fernsehen sind mehr Programme möglich. Wer Kabelfernsehen hat und digitale Kanäle schauen möchte, braucht einen Digitalreceiver, um auf diese zugreifen zu können. Damit kann der Zuschauer dann auch sämtliche dritten Fernsehprogramme und auch alle ARD-Hörfunksender über die Schüssel empfangen - wie zum Beispiel SWR4 Rheinland-Pfalz. Und das völlig unabhängig vom Wohnort in Deutschland.
Kabelfernsehen ist von der Umstellung nicht betroffen, wie auch das digitale Antennenfernsehen. Auch wer DVB-T nutzt, sich dafür schon vor ein paar Jahren einen Receiver gekauft hat, eine Zimmer- oder Hausantenne hat und darüber Fernsehen schaut, ist von der Umstellung nicht betroffen.
Andreas Reinhardt
Letzte Änderung am: 24.10.2011, 10.15 Uhr