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Hat sich Ihr Computer schon einmal so merkwürdig verhalten, dass Sie mit ihm überhaupt nicht mehr arbeiten konnten? Vielleicht wurde Ihr Rechner dann Opfer einer Virus-Attacke. Wir sagen Ihnen, wie Sie sich vor Kriminellen im Internet schützen können.
Inzwischen gibt es ja einen ganzes Gruselkabinett an Internet-Ungetümen: Viren, Würmer, Trojaner und Spyware; Phishing und Kostenfallen. Vor allem ältere Internetnutzer blicken bei solchen Fachbegriffen oft nicht mehr durch und sind verunsichert. Wir erklären Ihnen, was diese Begriffe bedeuten und wie Sie trotz aller Gefahren sicher im Internet surfen können.
Viren, Würmer, Trojaner und Spyware sind so genannte Schadprogramme, die auf Ihrem Computer großen Schaden anrichten können. Viren sind kleine Computerprogramme, die für Ihren Rechner ähnlich gefährlich werden können, wie Grippeviren für den Menschen. Ihr Computer kann sich mit einem Virus anstecken, wenn Sie Dateien aus dem Internet herunterladen. Sie können aber auch über Datenträger wie CDs oder USB-Sticks übertragen werden. Würmer funktionieren ähnlich wie Viren, aber sie sind nicht darauf ausgerichtet, Ihren Rechner zu beschädigen, sondern wollen sich per E-Mail weiter verbreiten.
Ähnlich wie das trojanische Pferd in der griechischen Sage funktionieren Trojaner: Sie verstecken sich in anderen, scheinbar harmlosen Programmen wie Bildschirmschonern oder Spielen, um so auf Ihren Computer zu gelangen. Dort versuchen sie Ihre Passwörter oder andere vertrauliche Daten auszuspähen und diese bei der nächsten Datenübertragung an den Angreifer zu verschicken. Auch Spyware, also Spionageprogramme, wollen Sie ausspähen. Allerdings erfassen diese eher Daten über Ihre Gewohnheiten am Rechner, also etwa welche Computerprogramme Sie wie oft benutzen oder welche Internetseiten Sie wie lange besuchen.
Diesen ganzen Zoo an Internet-Ungetümen können Sie sich verhältnismäßig einfach und zuverlässig vom Hals halten, wenn Sie sorgsam vorgehen. Am wichtigsten ist, dass Sie ein gutes Virenschutz-Programm installiert haben und dieses auch immer auf dem neuesten Stand halten. Am besten Sie stellen Ihren Virenschutz so ein, dass er automatisch Updates aus dem Internet herunter lädt, also sich das Programm automatisch aktualisiert. Außerdem sollten Sie Ihren Computer mit einer sogenannten Firewall (wörtlich übersetzt: "Feuerwand") schützen. Dieses Programm überwacht alle Zugänge zu Ihrem Computer und warnt Sie, wenn jemand unbemerkt aus dem Internet auf Ihren Rechner zugreifen will. Darüber hinaus sollten Sie auch immer alle Sicherheitsaktualisierungen für Ihr Betriebssystem (wie Windows) auf dem neuesten Stand halten, am besten ebenfalls über ein automatisches Update.
Grundsätzlich sollten Sie alle Benutzernamen und Passwörter für Ihr E-Mail-Konto, Internet-Banking oder soziales Internet-Netzwerk (wie Facebook oder Wer-kennt-wen) sorgfältig unter Verschluss halten. Wechseln Sie Ihre Passwörter in regelmäßigen Abständen und benutzen sie für unterschiedliche Dienste unterschiedliche Passworte. Ihr Passwort sollte mindestens acht Zeichen haben und auch Sonderzeichen wie "!", "$" oder "&" enthalten. Außerdem sollten Sie beim Öffnen von E-Mail-Anhängen oder beim Herunterladen von Programmen aus dem Internet sehr vorsichtig sein. Wenn Ihnen eine Mail merkwürdig vorkommt oder eine Internetseite nicht vertrauenswürdig, dann sollten Sie die Mail löschen bzw. die Seite verlassen.
Stefan Frerichs
Letzte Änderung am: 26.07.2011, 16.32 Uhr