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Rot, rund und saftig: Tomaten sind für viele die Krönung unter den Gemüsen. Ob heiß oder kalt, gekocht oder gegrillt. Tomaten sind einfach lecker. Das finden zumindest all jene, die zu Hause selbst Tomaten züchten. Jetzt geht der Sommer zu Ende, aber noch ist nicht jede Tomate reif. Was mache ich mit halbroten und grünen Tomaten? SWR4-Gartenexpertin Heike Boomgaarden kennt da ganz besondere Tricks.

Tomaten reifen sehr gut nach, erklärt die Gartenexpertin Boomgaarden. Dafür müsse man die ganze Pflanze einfach nur aus dem Boden ziehen und umgekehrt an einen trockenen, warmen Ort hängen.
Wichtig sei, die Tomaten nicht einzeln abzupflücken und auf die Fensterbank zu legen, sondern die ganze Pflanze mit Grün aufzuhängen. Sollten Sie zu Hause nicht die Möglichkeit haben, die Tomaten mitsamt Grün aufzuhängen, gibt es einen ganz tollen Trick, weiß Heike Boomgaarden: Man kann Tomaten zusammen mit Äpfeln in eine Tüte geben. Die Äpfel geben dann ein Gas ab, ein sogenanntes Reifegas. Durch dieses Gas reift die Tomate nach.
An manchen Sträuchern hängen nicht nur halbrote Tomaten, sondern auch noch komplett grüne. Und die sind eigentlich giftig. Kann man damit trotzdem noch was anfangen?
Hängen noch ganz viele grüne Tomaten an einem Strauch, reifen die ganz schlecht nach, erklärt Heike Boomgaarden.
Deshalb empfiehlt sie, die grünen Tomaten zu einem Chutney oder zu einer Marmelade zu verarbeiten. Sobald man die grünen Tomaten kocht, bauen sich alle für den Körper ungesunden Stoffe ab und man kann sie wieder essen.
Für den Pürierstab und Küchenmaschinen können grüne Tomaten zu hart sein. Deshalb macht man das Tomatenpüree für Konfitüre am besten mit dem Fleischwolf: in kleine Stücke schneiden und durchdrehen. Achtung: Marmeladen mit grünen Tomaten sollte man nach Anbruch im Kühlschrank aufbewahren, da sich schnell Schimmel bilden kann.
Schon gewusst?
Tomaten sind eine Gemüsepflanze und kommen aus Lateinamerika. Sie gehören wie die Kartoffel und die Aubergine zur Familie der Nachtschattengewächse. Obwohl sie von Mayas und Azteken schon als Gemüsepflanze angebaut wurde, benutzte man sie in Europa lange Zeit nur als Zierpflanze. Der Grund: Man glaubte, die Tomate sei giftig. Heute zählt die Tomate zu den wichtigsten Gemüsearten der Welt. Es gibt tausende von Sorten und man kann sie das ganze Jahr über im Handel kaufen.

Wegen der oft langen Transportwege werden Tomaten noch fast grün geerntet. Während des Transports lässt man sie künstlich nachreifen. Leider fehlt den Tomaten dann häufig das Aroma. Ein Grund, sich Tomaten selbst anzubauen.
Heike Boomgaarden/Maxi Droste
Letzte Änderung am: 07.09.2011, 09.20 Uhr