Momentan zeigt sich der Garten in seiner schönsten Blütenpracht. Das lädt dazu ein, schöne Blumensträuße zu pflücken und sich den Sommer in die Wohnung zu holen. SWR4-Gartenexpertin Heike Boomgaarden gibt Tipps, wie Sie besonders lange Freude daran haben.
Erst ein florales Feuerwerk, verliert ein selbstgepflückter Blumenstrauß oft schnell seine Form. Mit einigen Tricks kann man am Strauß aus dem eigenen Garten aber lange Freude haben.
Das fängt schon beim Pflücken an. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Morgen, wo noch alles taufrisch ist, in der Mittagshitze werden die Blumen schnell welk. Wer morgens keine Zeit hat, kann auch abends pflücken.
Was viele nicht wissen: Die Blumen möglichst bei trockenem Wetter schneiden! Bei Regen geschnitten, wird der Strauß schnell welk und weiche oder helle Blüten schnell fleckig.
Das ist eine Frage die sich pauschal nicht beantworten lässt. Am besten orientiert man sich an der Blütenform: Doldenblütler wie z.B. Schleierkraut und Schafgarbe werden voll geöffnet gepflückt. Bei Korbblütlern wie beispielsweise Chrysanthemen oder Astern sollten zwei bis drei Röhrenblütenkreise geöffnet sein. Rispenblütler wie Eisenhut und Rittersporn können schon geschnitten werden, wenn etwa 1/5 der Blüten geöffnet sind.
Bei der "Königin der Blumen" unterscheidet man zwischen gefüllten und ungefüllten Blüten. Ungefüllte Rosenblüten sollten geschnitten werden, wenn die Knospen gerade aufbrechen. Bei der gefüllten Variante wartet man bis sie erblühen.
Ja, um die Leitungsbahnen möglichst frei zu haben, sollten die Stielenden nochmals schräg mit einem scharfem Messer nachgeschnitten werden. Und bevor der Strauß in eine saubere Vase kommt, müssen alle ins Wasser ragende Blätter entfernt werden.
Im Grunde schon. Nur Wildkräuter verblühen oft viel schneller in der Vase als Gartenblumen. Außerdem kann man Minzsorten schlecht mit anderen Blumen kombinieren, da sie sich oft nicht miteinander vertragen. Der Strauß welkt dann viel schneller.
Letzte Änderung am: 02.07.2010, 13.09 Uhr