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Grabschmuck Schlicht und dennoch schön

Jetzt ist die Zeit, in der man der Verstorbenen besonders gedenkt. Gerade im November mit Gedenktagen wie Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag wollen viele die letzte Ruhestätte ihrer Lieben schmücken. SWR4-Pflanzenexpertin Heike Boomgaarden gibt Tipps für schlichten und schönen Grabschmuck.

Ein Klassiker unter den Grabpflanzen sind Heidekrautgewächse. SWR4-Pflanzenexpertin Heike Boomgaarden empfiehlt die sogenannte "Tricolor"! Das sind drei Heidepflanzenarten in den Farben rosa, weiß und gelb-grün, die direkt nebeneinander gepflanzt werden können. Zusammen in eine Schale oder einen Topf gesetzt sehen diese drei Heidepflanzen sehr schön aus - man kann dieses Arrangement auch schon fix und fertig im Blumenladen kaufen.

Tipps für Kreative

Für Menschen, die das Grab von Angehörigen oder Freunden etwas fantasievoller gestalten möchten und auch ein wenig kreativ sein wollen hat Heike Boomgaarden einen ganz einfachen Tipp. Schauen Sie sich beim nächsten Spaziergang doch mal um, was die Natur jetzt zu bieten hat. So kann man selbst sehr hübsche Gestecke aus Hagebutten- und Haselnusszweigen binden und aufs Grab legen. Auch Zweige von Beerensträuchern, Clematis und Glyzinie lassen sich schön kombinieren und zu Grabgestecken gestalten.

Vorsicht bei Rindenmulch und Graberde

Viele benutzen bei der Grabpflege auch Rindenmulch oder Graberde, damit die Ruhestätte möglichst ordentlich aussieht. Die SWR4-Pflanzenexpertin rät bei beidem zur Vorsicht. Rindenmulch ist nicht für jede Grabbepflanzung geeignet, denn vor allem Rosen vertragen Mulch nicht, aber auch viele Staudenpflanzen. Von Graberde sollte man grundsätzlich die Finger lassen, weil sie meist Torf enthält. Zur Gewinnung von Torf werden Moore zerstört und das ist aus Gründen des Umweltschutzes abzulehnen. Stattdessen sollten sie lieber Bodendecker pflanzen oder eine Kiesschicht ausbringen.

Wie bunt darf ein Grab sein?

Heike Boomgaarden rät davon ab, ein Grab zu farbig zu gestalten. Zum einen ist in den meisten Friedhofssatzungen eine dezente Grabgestaltung vorgeschrieben. Man kann gern mit Farben arbeiten, aber es sollten natürliche Erd- und Herbsttöne vorherrschen. Kitschige und künstliche Farben wirken besonders in der vegetationsarmen Zeit zu knallig und werden auch der eher nachdenklichen Stimmung eines Friedhofes nicht gerecht.



Heike Boomgaarden / Stefan Frerichs

Letzte Änderung am: 31.10.2011, 10.28 Uhr

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