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Insektenplage Hausverbot für Ameisen

Zurzeit muss man unter dem Esstisch gründlich fegen und alle Lebensmittel im Schrank gut verschließen. Denn wenn man das nicht tut, hat man schnell eine Ameisenstraße quer durch die Wohnung. Wir erklären, wie man Ameisen im Fall der Fälle wieder los wird.

Vor allem bei trockenem und warmem Wetter sind Ameisen wieder auf Nahrungssuche - und wenn man sie lässt, klauen die kleinen Tierchen auch Lebensmittel aus der Wohnung. Betroffen sind vor allem Räume im Erdgeschoss und im Keller, aber auch der Weg in obere Stockwerke ist Ameisen nicht zu weit. Wer keine Lust hat, zu teilen, muss also handeln.

Süße Verlockungen

Ameisen sind bei der Nahrung nicht sehr wählerisch, aber besonders beliebt sind bei ihnen süße und fettige Sachen, wie Bonbons, Honig oder Erdnüsse. Zunächst suchen Kundschafterameisen in der Umgebung ihres Nestes nach den besten Futterquellen, zum Beispiel den in der Küche verstreuten Zucker oder die im Wohnzimmer vergessene Chipstüte. Haben sie etwas gefunden, markieren sie den Weg dorthin mit einer Duftspur für die Arbeiterameisen.

Sauberkeit ist Trumpf

Zunächst einmal ist also Sauberkeit in der Wohnung sehr wichtig. Wer das kaputte Marmeladenglas im Keller liegen lässt oder die Kartoffelchips im Wohnzimmerteppich festtritt, darf sich also über ungebetenen Ameisenbesuch nicht wundern. Die kleinen Tierchen haben einen hervorragenden Geruchssinn und finden solche vergessenen Leckereien garantiert. Und haben die Kundschafter erst einmal den Weg markiert, marschieren auch rasch die Arbeiterkolonnen auf. Wer Lebensmittel nicht offen rumliegen lässt, beugt solchen Invasionen am besten vor.

Kundschafter abfangen, Duftspuren wegputzen

Darüber hinaus ist es sinnvoll, entstehende Ameisenstraßen schon in den Anfängen zu beseitigen. Wenn man bereits die Kundschafterameisen abfängt, können die gar nicht erst Duftspuren legen und die Arbeiterameisen heranführen. Und selbst bereits gelegte Duftspuren lassen sich leicht mit etwas Reinigungsmittel zerstören. Der angebliche Trick, die Tierchen durch Backpulver auf der Ameisenstraße zum Platzen zu bringen, ist übrigens Humbug. Die Tiere platzen nicht, sondern fühlen sich durch die pudrige Oberfläche des Pulvers höchstens gestört - aufhalten lassen sie sich dadurch aber nicht.

Gift als letztes Mittel

Falls man die Insekten mit Sauberkeit und Putzen nicht los wird oder sie ihr Nest sogar unter dem Dielenboden der Wohnung eingerichtet haben, hilft nur noch Gift. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Zum einen gibt es Giftköder, bei denen der Wirkstoff erst verzögert wirkt. Dadurch können die Ameisen den giftigen Köderstoff noch bis in ihr Nest tragen und an die anderen Ameisen und vor allem die Königin verfüttern - der Ameisenstaat bricht dann zusammen. Zum anderen kann man auch Streugifte um den Nesteingang auslegen. Außerdem gibt es Sprühgifte, mit denen man zum Beispiel genau in die Ritzen von Gehwegplatten oder Fensterbänken zielen kann.

Stefan Frerichs

Letzte Änderung am: 20.06.2011, 13.26 Uhr

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