aus Radioladen vom Samstag, 13.3.2010 | 9.00 Uhr | SWR4 Rheinland-Pfalz
Altes neu für sich entdecken - das geht auch im Garten. Schaffen sie doch einfach mal Platz für verloren gegangenes Kulturgut, wie z.B. Steckrüben oder seltene Bohnen- und Getreidesorten. Warum das gut ist, weiß Gartenexpertin Heike Boomgarden.
Gerade die alten Saat-Sorten erleichtern den umweltfreundlichen Anbau. Denn früher war es unabdingbar, dass die Saat an regionale Gegebenheiten - wie Boden, Klima und Wasserversorgung - angepasst war. Das führte wiederum zu einer satten Ernte.
Viele dieser alten Sorten wurden meist über Generationen hinweg innerhalb einer Familie oder eines Dorfs weitergereicht. Sie waren Grundlage typischer Gerichte und schmeckten deshalb so richtig nach Heimat. Leider ist hier vieles verloren gegangen.
Einige Vereine und Projekte haben sich das Entdecken, Wiederbeleben und Verbreiten alter Saatarten auf die Fahnen geschrieben. Über eine angeschlossene Tauschbörse oder gegen Bezahlung ist es dort möglich Saatgut alter Sorten zu erhalten und sich dann gegebenenfalls an der Vermehrung dieser Sorten zu beteiligen.
Das größte regionale Sortenarchiv ist das Gemüsesortenprojekt Rheinland-Pfalz. Unter der Schirmherrschaft des BUND Landesverbands kümmert es sich um die Sammlung, Sichtung und Sicherung alter Gemüsesorten aus den Regionen Rheinland und Pfalz.
Alte Äpfel im Supermarkt sind schrumpelig und trocken. Anders sieht es aus mit einer alten Apfelsorte: die lässt sie geschmacklich in die Vergangenheit reisen. Wer sich für Ost interessiert, der findet in Herrn Klaus Hünerfauth vom Pomologen-Verein einen kompetenten Ansprechpartner. Er empfiehlt zum Beispiel den Borsdorfer Apfel - im 12. Jahrhundert entstand er in einem Kloster bei Jena.
Hier finden Sie Hilfe, wenn Sie alte Obstsorten anbauen wollen.
Haardtweg
12
67377
Gommersheim
Letzte Änderung am: 12.03.2010, 15.42 Uhr