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Gewitter bringen Erleichterung und der Pflanzenwelt einen willkommenen Regenguss. Wenn es aber so richtig schüttet, kann es auch zu Schäden kommen - z.B. in den Balkonkästen oder auch bei Kübelpflanzen. Mit einigen Sofortmaßnahmen können die Pflanzen aber wieder aufgepäppelt werden. Wie, das verrät Ihnen die SWR4-Gartenexpertin.
Fangen wir doch am besten bei den Balkonkästen an. Sind viele Blätter gelb geworden oder vom Wind zerrupft, können die Pflanzen zurück geschnitten werden. Die meisten Balkonpflanzen treiben wieder aus und bringen neue Blüten. Hat es oft in die Kästen hineingeregnet, wurden Nährstoffe ausgewaschen: Diese können mit einem Flüssigdünger, der kein Langzeit- oder Depotdünger mehr sein darf, schnell nachgeliefert werden. Wollen Sie noch mal nachpflanzen, können Sie beim Gärtner zugreifen - Sommerblumen gibt es hier jetzt sehr günstig. Wählen Sie dann lieber ungefüllt blühende Blumen. Bei Petunien sollten es kleinblütige Sorten sein, zum Beispiel "Million Bells", die sind nicht so empfindlich.
Der wichtigste Tipp bei diesem Wetter: die Kübelpflanzen nicht in Untersetzer stellen. Dieser Fehler wird oft gemacht. Es ist zwar praktisch, wenn alle Kübelpflanzen in Untersetzern stehen, aber schon nach einem kurzen Regenguss sind diese gut gefüllt. Und wenn Sie dann die Untersetzer nicht sofort ausleeren, kommt es schnell zur Staunässe. Die Wurzeln können faulen und der Tod der Kübelpflanze ist gewiss. Wie bei den Balkonkästen gilt hier auch, dass der ausgewaschene Dünger durch flüssigen Dünger ersetzt werden sollte.
Wenn Margerite und Co. nach einem Hagel etwas zerzaust aussehen, können Sie diese getrost zurückschneiden - das gilt für fast alle Kübelpflanzen. Nach dem Rückschnitt blühen dann allerdings viele nicht mehr dieses Jahr. Stärker zurückschneiden können Sie Pflanzen, die am einjährigen Holz blühen, wie z.B. Engelstrompeten. Nicht zurück geschnitten werden alle Pflanzen, die bereits in diesem Jahr Blütenanlagen fürs nächste Jahr gebildet haben, wie z.B. Oleander und Hortensie.
Bei Hagelschäden am Obst kann man leider gar nichts machen. Ist das Obst schon halbwegs reif, lohnt es sich, es zu Kompott oder Saft zu verarbeiten. Ansonsten sollten Sie alles verletzte Obst vom Baum entfernen, da sich in den Wunden ganz schnell die Fruchtfäule bildet und sich dann das andere Obst ansteckt.
Letzte Änderung am: 06.08.2008, 08.53 Uhr