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Nach der Fastnachtszeit ist Schluss mit lustig, am Aschermittwoch hat das Feiern ein Ende und es beginnt die Fastenzeit. Viele Menschen nutzen die Gelegenheit, um nach den tollen Tagen einige Kilos loszuwerden oder richtig zu fasten! Aber: Ist Fasten gesund?
Fasten ist zunächst Stress für den Körper! Wenn nicht zu essen kommt, schaltet der Organismus um und lebt von den Zuckervorräten in Leber und Muskeln. Sonst hat das überhaupt keine Auswirkungen, außer für mich selbst, denn ich stelle fest: Ich kann das! Erst am zweiten Tag stellt sich der Stoffwechsel um auf Fettabbau und Eiweiß. Eiweißabbau heißt, dass Muskeln betroffen sind und damit auch das Herz, denn auch das ist ein Muskel.
Ob Fasten entschlackt und reinigt, ist nicht endgültig geklärt. Ziemlich sicher ist, dass Fasten dem ganzen Körper guttut, denn der komplette Verzicht auf die Nahrung wirkt auf den Hormonhaushalt. Viele Menschen berichten von wahren Glücksgefühlen während der Fastenzeit. In jedem Fall sollten Sie vor einer Heilfasten Kur Ihr Vorhaben mit einem Arzt oder Heilpraktiker besprechen und lassen Sie sich gegebenenfalls gründlich untersuchen.
Mit dem Fasten lenken Sie die Aufmerksamkeit auf sich selbst. Sie lernen, dass man überleben kann, wenn man seinem Körper für eine begrenzte Zeit nur Flüssiges zuführt. Das kann ein Befreiungserlebnis sein. Sie hören den Magen knurren, aber statt darüber nachzugrübeln, was Sie da jetzt alles reinstecken können, nehmen Sie das als Zeichen des Lebens. Und nach einer Weile werden Sie dann stolz auf sich selbst sein, dass Sie diesen Hunger ertragen haben. Durch diesen Verzicht haben Sie die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche gelenkt und das kann das Selbstwertgefühl ganz enorm steigern.
Die Fastenzeit ist in den meisten Religionen ein ganz wesentlicher Bestandteil. Der Verzicht war meistens aus der Notwendigkeit geboren, dass man am Ende eines langen Winters, wenn wenig Futter zur Verfügung steht, den Gürtel einfach enger schnallen muss. Und da wird dann von der Religion dieses notwendige Fasten zu einer heilsamen Lehre der Selbsterneuerung genutzt. Wir schaffen also praktisch Platz für einen neuen Anfang.
Zum Abnehmen ist Fasten nicht geeignet, weil der Körper auf "Sparflamme" schaltet und hinterher sich das Essen um so mehr auf die Hüften setzt - der berühmte Jo-Jo-Effekt. Man kann natürlich eine Fastenkur in einer entsprechenden Klinik machen. Dort haben Sie die komplette Betreuung durch Ärzte und Fachpersonal, dafür müssen Sie aber auch entsprechend bezahlen!
Stefanie Kühn
Letzte Änderung am: 22.02.2012, 08.56 Uhr