Stimmt es eigentlich, dass Frauen Farben besser unterscheiden können als Männer?
Ja, das stimmt. Und wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir das doch alle auch schon immer geahnt. Denken Sie nur an das hilflose Unverständnis des Mannes, wenn die Frau stur darauf beharrt, dass gerade diese Krawatte überhaupt nicht zum Hemd und schon gar nicht zum Jackett passt.
In der Tat bestätigten uns jüngst amerikanische Wissenschaftler, dass die Welt der Frauen wirklich farbenfroher ist, als die der Männer. Verantwortlich hierfür ist, wie so oft, die Genetik: Die Forscher der Arizona State University fanden nämlich ein Gen, von dem es nicht weniger als 85 unterschiedliche Varianten gibt. Dieses Gen ist für die Produktion eines Eiweißes, des so genannten Opsins, zuständig. Es macht in der Netzhaut des Auges die Farbwahrnehmung möglich.
Dieses spezielle Gen befindet sich auf dem X-Chromosom und davon haben Frauen ja bekanntlich zwei. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass Damen in der Lage sind verschiedene Opsine zu bilden und deshalb Farben eben differenzierter wahrnehmen. Übrigens ist dieses Ersatzgen, also das zweite X-Chromosom, auch der Grund warum Frauen so viel seltener an der Rot-Grün-Blindheit leiden.
Wenn es also demnächst wieder um das Aussuchen von Kleidungsstücken, oder um das Wählen von Tapetenfarben und Teppichen geht, tun Sie unter Umständen gut daran, die Vorschläge Ihrer Frau zumindest ernsthaft zu bedenken...
Letzte Änderung am: 08.01.2007, 10.25 Uhr
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