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Streusel sind ein Gewinn für jeden Kuchen! Mit dem leckeren und knusprigen Zusatz schmeckt er einfach noch mal so gut. Allerdings wollen die Streusel nicht immer gelingen. Anregungen dazu gibt's von unserer Expertin: Mit den Tipps von SWR4-Köchin Eva Eppard, die vor kurzem beim SWR4 Backtag einen wunderbaren Apfelkuchen mit Streuseln gezaubert hat, werden ihre Streusel ein Traum!

"Zu welchem Kuchen Streusel am besten passen, das ist sicherlich Geschmackssache", sagt Eva Eppard. "Aber ein Apfelkuchen mit Streusel ist für mich das Höchste der Gefühle. Ich finde auch einen Aprikosenstreuselkuchen sowie Kirchstreuselkuchen ganz lecker, gerne auch einen Vanille-Apfel-Kuchen mit Birnen!" Da gehen auch die Meinungen der SWR4-Moderatoren auseinander: Corinne Schied z.B. bevorzugt Streusel auf trockenem Kuchen, ihr Kollege Michael Heuvel dagegen kann sich Obstkuchen ohne Streusel nicht vorstellen: "Die Kombination macht's - und das Auge isst doch auch mit."

Eva Eppard beim SWR4 Backtag
Ob die Streusel groß oder klein werden liegt laut unserer Expertin daran, ob der Teig relativ weich und cremig ist oder ein bisschen trocken. Dass die Streusel zu klein werden, lasse sich dadurch vermeiden, dass man lauwarme Butter und den Zucker aufschlägt, bis das Ganze schön schaumig ist. Das Mehl sollte dann nach und nach dazugegeben werden. Nimmt man kalte Butter, werden die Streusel eher trocken, weil die Butter nicht ganz mit dem Zucker und dem Mehl in Verbindung kommt.
Das richtige Verhältnis von Butter und Zucker ist nach Ansicht von Eva Eppard zwei zu eins - zwei Drittel Butter, ein Drittel Zucker. "Da muss man auch nicht an die Kalorien denken. Das sollte man beim Kuchen sowieso nicht."
Den Streuselteig kann man auch mit der Küchenmaschine herstellen: "Dann wird der Teig schön cremig und es bilden sich richtige Teigklumpen. Aus diesen Teigklumpen kann man dann mit der Hand schöne Streusel formen." Zwar gibt es auch spezielle Streuselreiben zu kaufen, Eva Eppard vertraut da allerdings eher auf die Handarbeit. "Die Streuselreiben sehen wie Apfelreiben aus, wie man sie von zu Hause kennt. Nur sind die Löcher in der Reibe viel größer." Die Streusel, die dabei entstehen, sind dann nicht so ungleichmäßig, sondern eher ein bisschen rechteckig.
Eva Eppard greift für die Streusel lieber zu Butter statt zu Margarine. Allerdings ist Butter natürlich reines Fett - dementsprechend gehaltvoll werden die Streusel. Wer bei tierischen Fetten vorsichtig sein muss, kann seine Streusel auch mit Margarine machen, muss dann aber auf den typischen Buttergeschmack verzichten. Natürlich gibt es auch fettarme "light" Butter - die aber unsere Expertin selbst noch nicht ausprobiert hat.
Natürlich muss man bei den Streuseln nicht immer alles auf die gleiche Art machen. "Man kann auch mal Haferflocken, Dinkelmehl oder Roggenmehl nehmen", schlägt Eva Eppard als Variationsmöglichkeiten vor. Allerdings muss dann auf die richtige Mischung geachtet werden: "Gerade beim Dinkel- und beim Roggenmehl muss die Zusammensetzung von Butter und Zucker eine andere sein. Das hat damit zu tun, dass die Saug- und Klebefähigkeit dieser Mehlsorten eine andere ist, als bei herkömmlichem Weizenmehl."

"Eva's Versuchung"
Wulf Piella
Quelle: SWR4 Rheinland-Pfalz
Letzte Änderung am: 26.08.2011, 09.20 Uhr