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Lebensmittelverschwendung Tonnenweise in die Tonne

Fast eine Milliarde Menschen hungert weltweit, doch in den Industrienationen wird die Hälfte aller Lebensmittel weggeworfen. Vor allem Brot und Wurst landen im Müll, auch in Rheinland-Pfalz. Ein Grund: Schon beim Einkauf läuft jede Menge schief.

Zwei Brotscheiben, ein Apfel, zwei Möhren, Gurkenstücke. eine Banane liegen auf einer Zeitung in einer rostfarbenen Mülltonne, Blick von oben in die Mülltonne hinein

So kaufen manche Mengen, die sie nie verbrauchen und andere wiederum Lebensmittel, die zu Hause noch ausreichend vorhanden sind.

Einkaufen - mit Sinn statt ohne Verstand

Hauswirtschafterin Brigitte Weidner aus Oberhausen bei Kirn rät, nie ohne Liste einkaufen zu gehen. Und bevor ein Artikel notiert wird, erst nachzuschauen, ob nicht noch genug davon da ist. Ein weiterer Tipp der Hauswirtschafterin ist ein Essensplan. Wer sich gut überlegt, was er in den nächsten Tagen kochen will, kauft auch nichts Überflüssiges ein. Ebenso empfiehlt Brigitte Weidner, kleine Mengen einzukaufen. Statt zu Großpackungen zu greifen, lieber an die Frischwursttheke zu gehen und nur soviel Gramm zu kaufen, wie auch gegessen werden. Viele Firmen bieten Packungen für Single-Haushalte an, sogar Eier gibt es im Viererpack. Und beim Bäcker kann man sich auch ein halbes Brot in Scheiben schneiden lassen.

Mindesthaltbarkeit - essen statt entsorgen

Viele Lebensmittel werden weggeworfen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen ist. Ohne jede Not, denn die meisten Produkte sind auch danach noch verwendbar, erläutert Martin Thiel aus der SWR4-Umweltredaktion.

Joghurt beispielsweise ist einige Tage länger haltbar, vorausgesetzt, er wird im Kühlschrank aufbewahrt und ist noch nicht geöffnet. Das Gleiche gilt für Kefir und Buttermilch, die im Becher noch nachreifen. Eier sollten nach Ablauf des MHD nur noch gekocht verwendet werden. Entscheidend vor allem bei Fleisch und Fisch ist das Verbrauchdatum: Anders als bei der Mindesthaltbarkeit sollten Lebensmittel mit Ablauf dieses Datums nicht mehr verzehrt werden. Frisches Brot am Stück ist länger haltbar als abgepacktes Brot in Scheiben. Ist Schimmel an nur einer Stelle, reicht es, diese großzügig abzuschneiden, der Rest kann verzehrt werden. Erst wenn sich an mehreren Stellen Schimmel gebildet hat, so Martin Thiel, ist es besser, das Brot wegzuwerfen.

Reste - in den Topf statt in die Tonne


Statt mit Resten zu kochen, werfen deutsche Haushalte jedes Jahr Lebensmittel im Wert von 20 Milliarden Euro (!) in den Müll. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass man sehr erfindungsreich war, um aus Zutaten, die noch gut sind, ein schmackhaftes Essen zuzubereiten. Heute beherrschen diese Kunst nur noch wenige. Dabei sind Resteessen nicht nur sinnvoll, sondern auch lecker. Hier einige Beispiele...

Quelle: SWR4 Rheinland-Pfalz

Letzte Änderung am: 12.10.2011, 11.49 Uhr

Die Essensvernichter Buch Programm | Buch zum Film Die Essensvernichter

Film-Regisseur Valentin Thurn und Autor Stefan Kreutzberger gehen in ihrem Buch "Die Essensvernichter" der Frage nach, warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer daran Schuld ist. Das Buch zum Film ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

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