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Äpfel sind gesund - so heißt es. Golden Delicious, Braeburn oder Boskoop: Es gibt jede Menge Sorten, aber ist jeder Apfel gleich gesund und gleich lecker? Unser Ernährungsexperte Werner Eckert hat für uns mal einige unter die Lupe genommen und stellt uns zuerst Gala, den Geschmacklosen vor.

Gala wird geerntet
Gala hat wenige Kalorien und das ist vielleicht das Beste, was man über diesen Apfel sagen kann. Besonders Kindern wird er verordnet, weil er im Vergleich zu anderen modernen Sorten relativ klein, hübsch-knallig rot-gelb gestreift ist und süß schmeckt.
Viel Zucker hat diese Apfelsorte nicht, aber von allem anderen, zum Beispiel Aroma, hat er noch weniger. Obstbauberater nennen sowas schon mal offen "fehlendes Aroma". Diese Einschätzung gilt auch für andere: Fuji zum Beispiel. Da heißt es: "Wässrig, wenig bis kein Geschmack". Unter Bauern ist man ehrlich. Für die Kunden wird das eher mit "fein aromatisch" übersetzt.
Gala ist aber reich tragend, sieht gut aus, animiert gezielt Mütter und wird überwiegend von wehrlosen Kindern verspeist, die eine Sorte wie Cox-Orange nicht mehr kennen. Das war sozusagen der Vorläufer von Gala - vor 40 Jahren: Heikel im Anbau, unzuverlässig und nichts für Öko-Anbau. Aber der Geschmack punktet.
Gala und Co. sind trotzdem gesund. Pektine zum Beispiel sind wertvoll. Genau wie Ballaststoffe, davon haben sie genauso viel wie andere. Ein Apfel ist also sicherlich das gesündeste Frühstückchen morgens um halb 10 Uhr in Deutschland.
Werner Eckert
Quelle: SWR4 Rheinland-Pfalz
Letzte Änderung am: 26.09.2011, 16.57 Uhr