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Tritt ein Rheinland-Pfälzer in Lenas Fußstapfen? Roman Lob ist bei der deutschen Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest ins Halbfinale eingezogen. Der 21jährige kommt aus Rott, einem Ortsteil von Neustadt an der Wied - und seine Heimatgemeinde hat beim Public Viewing mitgefiebert. Martina Gonser war mittendrin und hat die Stimmung eingefangen.
Einige Fans aus Rott sind nach Köln gefahren, um beim ESC-Viertelfinale hautnah dabei zu sein. Andere haben den Wettbewerb einfach in den Ort geholt und beim Public Viewing im Schützenhaus mitgefiebert. Für die Rotter soll die Auswahl zum Eurovision Song Contest ein Wintermärchen werden, das sie gemeinsam erleben möchten. Und natürlich waren die Straßen am Donnerstag Abend wie leergefegt...
"Ich gucke es zuhause auch, aber in der Gemeinschaft ist es natürlich schöner." Oder auch: "Da sitzt man nicht zuhause so alleine rum." So etwas hört man an diesem Abend immer wieder. Die Stimmung stimmt im Schützenhaus. Und sogar aus Bonn sind Fans gekommen, die aus Rott stammen und die es für dieses Erlebnis wieder in die alte Heimat gezogen hat.


Bis Roman Lob mit seinem ersten Lied zu sehen und zu hören ist, müssen die Rotter lange warten. Der Publikumsliebling - und das ist der 21jährige - kommt immer erst zum Schluss dran. Und als Roman sich vorstellt und seine Heimatgemeinde nennt, sind die Fans nicht mehr zu bremsen. Gebannt verfolgen sie seinen Song "You give me something" auf der Großleinwand.
Jetzt heißt es per Handy abstimmen. Besonders eifrig wird immer dann auf den Tasten herum getippt, wenn Roman einmal auf der Beliebtheitsskala abfällt. Sie ist immer eingeblendet und ständig in Bewegung. "Wenn man merkt, dass der Roman in der Liste absackt, muss man wieder nachlegen und tippen", sagt einer. Die Handyrechnung des Schützenverein-Vorsitzenden Johann Wallau wird in diesem Monat wesentlich höher ausfallen als sonst. Aber das ist es ihm wert!
Nach Romans zweiten Lied, einem eigenen, das er mit seiner Band schon oft gespielt hat, zeigen sich nicht nur die Rotter begeistert, sondern auch die Jury in Köln. "Ich glaube, er spricht einfach unheimlich viele Menschen und auch unterschiedliche Generationen an", glaubt Jurymitglied Alina zu wissen, warum Roman bei diesem Wettbewerb so erfolgreich ist. "Das ist eine totale Stärke, und das macht er eben durch seine Natürlichkeit."
Als es bei der Abstimmung zum Schluss der Sendung zum Countdown kommt, hält es im Schützenhaus kaum noch einen auf dem Stuhl. "Ich bin total begeistert, dass er jetzt wieder auf dem ersten Platz ist", freut sich eine Zuschauerin. Und eins ist klar: Das Halbfinale am Montag, 13. Februar, wird spannend - und natürlich werden das die Rotter auch wieder im Schützenhaus verfolgen. Man wagt gar nicht dran zu denken, was dann erst beim Finale am Altweiberdonnerstag los ist, wenn Roman mit dabei ist...
Martina Gonser/ Wulf Piella
Letzte Änderung am: 10.02.2012, 09.29 Uhr