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SWR Gartentipp Bodenaktivierer - zur Freude der Pflanzen

In einem guten Boden tummeln sich Mikroben, Pilze, spezielle Bodenwürmer, Kleinschnecken und Asseln und "sorgen" für ein gesundes Leben und für Nährstoffe. Ein schlechter Boden hat das alles nicht, er lebt nicht, er ist verdichtet und bietet keine guten Wachstumsbedingungen. Dann helfen die sogenannten "Bodenaktivierer".

Säcke mit Urgesteinsmehl

Säcke mit Urgesteinsmehl

Im Frühjahr nutzen

"Bodenaktivierer" gibt es in flüssiger Form zum Gießen und in fester Form zum Ausstreuen. Sie enthalten keinen Dünger, sondern geben dem gesamten Bodenleben einen Schub. Gebundene Nährstoffe werden besser aufgeschlossen und können von den Pflanzen gut aufgenommen und genutzt werden. Auch die Wurzeln bilden sich stärker aus und die Pflanzen gedeihen prächtig.

Die wichtigsten Hilfsstoffe sind:

  • Urgesteinsmehl - Es besteht aus zermahlenem Gestein und wird zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Wasserhaltefähigkeit in Hausgärten, im ökologischen Obstanbau und im Weinbau eingesetzt.
  • Algenpräparate werden für Acker- und Grünflächen verwendet  Im Hausgarten ist vor allem ihre positive Wirkung auf Rasengräser sehr nützlich.
  • Huminpräparate  erhöhen ebenfalls die Bodenaktivität und fördern die Wurzelbildung.

Auch im Angebot: Hornmehl oder Hornspäne

Säcke mit Hornspänen

Säcke mit Hornspänen

Hornmehl und andere Produkte aus tierischer Herkunft sind im Prinzip reine Stickstofflieferanten. Sie sind gut zur Förderung der Vorgänge im Kompost, weil sie die Mikroorganismen auf biologische Weise mit dem nötigen Stickstoff versorgen. Die Hornprodukte sind Dünger und keine Bodenhelfer!

Die Menge macht es!

Holzasche zu verwenden ist problematisch, denn in größeren Mengen wird zu viel Stickstoff im Boden gebunden, was zu echten Mangelerscheinungen führen kann. Bringen Sie Holzasche also nur in sehr geringen Mengen im Garten aus, etwa ein bis zwei Zentimeter Höhe in einem Jahr. Das Gleiche gilt übrigens für Kaffeesatz: Bitte nur sparsam ausbringen.

Der besondere Tipp:

Wenn manche Pflanzen im Garten einfach nicht wachsen wollen, dann ist zur Fehlersuche eine Bodenanalyse sehr zu empfehlen. Für um die 25 € erhält man ein klares Ergebnis und eine Empfehlung, womit und in welcher Menge man düngen sollte. Eine solche Bodenuntersuchung bietet  z.B. das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg.

Blühende Wiese

Gesunder Boden = gesunde Pflanzen

Auf einen Blick: Bodenhilfstoffe...

  • erhöhen die mikrobiologische Aktivität des Bodens
  • fördern die Bildung neuer Wurzeln
  • erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen
  • verbessern die Geschmackseigenschaften und die Lagerfähigkeit von Obst und erhöhen dessen Gehalt an Inhaltsstoffen
  • verringern den Aufwand an mineralischer Düngung
Volker Kugel

Team

Volker Kugel

SWR4 Gartenexperte Volker Kugel ist im Hauptberuf Direktor des Blühenden Barocks in Ludwigsburg und damit Chef einer der schönsten Gärten Deutschlands.

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