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Streifzug Grillstellen im Naturpark Schönbuch

Die Streifzüge führen uns dieses Mal zu den Grillstellen im Naturpark Schönbuch. Über 60 solcher angelegter Feuerstellen gibt es in dem beliebten Naherholungsgebiet. Der Tübinger Stadtteil Bebenhausen ist ein guter Ausgangspunkt für eine sogenannte "Tour de Grillstellen" – zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Auto. Unsere Streifzug-Reporterin Anette Hübsch hat sich einige Grillstellen angesehen und von Experten erklären lassen, wie und wann sie entstanden sind.

Mindestens 60 verschiedene Grillstellen gibt es im Naturpark Schönbuch und jede ist anders: die eine liegt einsam versteckt mitten im Wald, die andere am Bach oder auf einer großen Lichtung. Manche haben einen markanten Namen, wie beispielsweise Märchenwiese oder Saurucken. Andere wiederum überzeugen durch ihre Aussicht, wie beispielsweise die Grillstelle bei der Königlichen Jagdhütte, erzählt der für den Naturpark Schönbuch zuständige Förster Götz von Bülow.

Eine bei Familien beliebte Grillstelle ist die an der Teufelsbrücke. Etwa 5 km von Bebenhausen entfernt, an einem zentralen Knotenpunkt im Schönbuch. Kinder können am Zusammenfluss des kleinen und großen Goldersbach spielen oder auf einer Wiese kicken. Für Wanderer oder Fahrradfahrer gibt es Tische, Bänke und auch eine Schutzhütte.


An diesem Nachmittag sind die mitten im Wald liegenden Grillstellen nahe Bebenhausen alle verwaist. Anders sieht es bei den mit dem Auto leicht zu erreichenden Grillstellen aus - beispielsweise am Roten Tor bei Tübingen-Pfrondorf. Ein Großelternpaar aus Hirschau grillt hier mit seinen Enkeln.




Von wilden Feuerstellen zu kultivierten Grillstellen

Bis zum 19. Jahrhundert diente der Schönbuch vor allem der Holzerzeugung. Doch im 20. Jahrhundert änderte sich das: der Wald bekam auch eine Schutz- und Erholungsfunktion. 1972 wurde der Naturpark Schönbuch mit einer Fläche von 156 Quadratkilometern gegründet. Er ist zwar der kleinste Naturpark im Land, jedoch der Älteste, so der Geschäftsführer des Naturparks Schönbuch Matthias Allgäuer.

Die Kombination aus Naturschutzgebiet und Freizeitgelände für erholungs- suchende Städter kommt bei den Bürgern gut an. Sie strömen zahlreich in den Naturpark - pro Jahr etwa 4 bis 5 Millionen Besucher. Seit den 70er Jahren wächst auch die Begeisterung der Deutschen für die archaische Form des Kochens. Aus Angst vor Waldbränden wurden aus den wilden Feuerstellen im Schönbuch kultivierte Grillstellen im Naturpark: mit Mäuerchen aus Beton oder Stein.

Anette Hübsch

Letzte Änderung am: 26.08.2011, 14.39 Uhr

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