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Streifzüge Kniebis

Unser Streifzug führt uns auf den Kniebis. Eine Hochfläche zwischen Baden und Württemberg, einst eine Grenz- und Zollstation auf dem Weg von Augsburg nach Straßburg. Befestigungsanlagen zeugen von kriegerischen Zeiten.
Heutzutage bieten die langen Winter Skifahrern und Rodlern Schnee satt auf Pisten und Loipen. Im Sommer ist das Freibad am Waldrand, das früher ein Mühlenweiher war, dank Solarzellen beheizt. Ein Förderverein hat es vor der Schließung bewahrt und auch gleich noch einen Strand-Volleyballplatz daneben gebaut.
Die Klosterruine, gleich links von der Straße, wenn man nach Kniebis reinkommt, erinnert an den ersten Bewohner: An den Bruder Ulrich, einen Zisterzienser, der auf dem einst unwirtlichen Kniebis Pilger betreute und Reisenden Unterkunft bot. An der Stelle seiner Klause wurde später das Kloster errichtet. 1799 brannte es nieder, als sich französische Soldaten in seinen Mauern einen Ochsen brieten.
Heute ist es wieder ein friedlicher Ort. Ein Förderverein pflegt das Klostergärtchen, auf einem Glockentürmchen steht das Wort "Frieden" in zwölf Sprachen.
Ebenfalls zum Verweilen lädt der kleine See nördlich des Ortes ein, der im Winter als Reservoir für die technische Beschneiung der Loipe dient.
Wir führen Sie auf den Heimatpfad, angelegt von rührigen Rentnern und Pensionären. Rund um Kniebis, immer mit der Möglichkeit, einen Abstecher in den Ort zu machen, um einzukehren. Als Ort zur Rast bietet sich aber auch die Grillhütte am Heimatpfad an.

Außerdem führt er an ehemaligen Skischanzen vorbei. Er bietet einen traumhaften Blick auf den Ellbachsee, ein Stück Weges entlang der Grenze, die Füße bald auf Badischem, bald auf Württemberger Boden, und sanfte Pfade durch Grinden und Wälder.
Die sternförmige Röschen- oder Schwabenschanze liegt nur wenige Meter von der Jugendherberge "Zuflucht" entfernt. Die Aufnahme stammt aus dem neuen Bildband "Der Schwarzwald", der im Herbst 2004 im Silberburg-Verlag Tübingen erscheint.
Als Anfangs- und Endpunkt der etwa 10 km langen Rundwanderung empfehlen wir das Kurhaus von Kniebis.

Letzte Änderung am: 15.07.2005, 22.27 Uhr

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