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Unsere Serie Streifzüge hat uns diesmal ins Große Lautertal auf die Schwäbische Alb geführt. Der südliche Teil des Tales, zwischen der Burg Derneck und der Stadt Hayingen, hat sich in den letzten Jahren zu einem Anziehungspunkt für Touristen entwickelt. Der Streifzug lässt erkennen, warum dies so ist.

Zum einen natürlich wegen der außergewöhnlich schönen Landschaft des Tales, seiner grünen Talauen, gefasst von steilen Felsen und Wacholderheiden, durch die sich das Flüsschen Lauter in zahllosen Kurven schlängelt.
Ein weiterer Grund ist, dass sich die Menschen hier was einfallen lassen, um Gästen Besonderheiten zu bieten. So führt der Streifzug in die Champignonzucht von Ehestetten, zu Münzdorfer Wacholderkäse und echtem Lautertaleis aus Indelhausener Kuhmilch. Wir begegenen Schneckengärten für die Weinbergschneckenzucht und Wirten, die in der Küche vorwiegend mit heimischen oder biologischen Produkten arbeiten, und damit zusätzliche Gäste anlocken.
Die Besonderheiten einer Kanufahrt auf der Lauter erleben wir auf dem Streifzug ebenso wie die Wanderstrecke von Anhausen zur Donau, die abseits jeder Straße durch Natur pur führt. Und nicht zuletzt liegt die Burg Derneck auf unserem Streifzug. Sie wurde vom Schwäbischen Albverein restauriert und gilt heute als außergewöhnlich schönes und rustikales Wanderheim.
Dabei ist Derneck nur eine von 18 Burgen und Ruinen, die sich auf den knapp 40 Kilometern Tallänge finden. Und der alte Adel ist auch heute noch eine Macht im Tal. Denn viele Felder und Wälder, die die Menschen rund um Hayingen bewirtschaften, sind lediglich gepachtet. Ein großer Teil davon gehört bis heute noch dem Adel, etwa der Familie von Speth, die etwas weiter östlich, in Granheim, zu Hause ist.
Letzte Änderung am: 17.08.2006, 16.04 Uhr