Früher, als Mann noch dicke Zigarren rauchte und noch niemand an ein Rauchverbot in Kneipen dachte, da waren Zigarrenfabriken ein wichtiger Wirtschaftszweig. In vielen Städten und Gemeinden der Region wurden Anfang des 20. Jahrhunderts Zigarren gedreht, nachdem die Zigarre im 19. Jahrhundert dem Schnupftabak den Rang abgelaufen hatte. Es waren vor allem Frauen, die in den Fabriken beschäftigt waren. Im Krieg und auch danach verdienten sie dort das Haushaltsgeld. Susanne Lohse hat in Odenheim einige ehemalige Zigarrendreherinnen getroffen.