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Unsere Region Heimatkunde mit Baden Radio

Schätze aus den Archiven der Region und andere interessante Geschichten, präsentieren wir ihnen in loser Reihe im Programm von Baden Radio. Unsere Reporterinnen und Reporter besuchen historische Ruinen, staubige Archive und Menschen die Geschichte(n) von früher parat haben.


Bühnenbild Schweizer Landschaft aus Wilhelm Tell, Volksschauspiele Ötigheim



Die politischen Kirchenfenster in Rüppurr
Die Auferstehungskirche in Karlsruhe-Rüppurr: von außen präsentiert sie sich mit dem markanten Zwiebelturm im neobarocken Stil. Innen geht es hingegen wesentlich schlichter zu, hier dominieren Elemente des Spätjugendstils. Bis jetzt also noch nichts Außergewöhnliches. Doch es lohnt sich genauer hinzuschauen. Zum Beispiel auf die Motivfenster. Beate Blasius hat sich erklären lassen, was das Besondere daran ist.

Das verlorene Naturtheater Durlach
Es ist heute kaum mehr vorstellbar, dass vor etwa 90 Jahren tausende von Menschen zum Lerchenberg nach Durlach strömten. Der Grund dafür: dort gab es einmal ein beliebtes Naturtheater, in dem in den Sommermonaten zahlreiche Stücke gespielt wurden, die des Volkes Seele erfreute. Vor allem Heiteres stand auf dem Spielplan. Heute existiert die ehemalige Naturbühne nur noch in den Archiven. Beate Blasius hat versucht die Geschichte des Theaters zu rekonstruieren.

Gebrüder Hecht aus Gondelsheim
Zwei Brüder aus dem kleinen Kraichgau-Ort Gondelsheim haben Anfang des letzten Jahrhunderts den Rhein erobert. Jakob und Herrmann Hecht gründeten 1908 die Rhenania Schifffahrtsgesellschaft in Mannheim, das größte deutsche Binnenschifffahrts-Unternehmen überhaupt. In den 80er Jahren wurde es verkauft und heute ist es im britischen Logistik-Konzern Wincanton aufgegangen. Jürgen Essig erinnert für Baden Radio an die Geschichte der Rhenania und der Gebrüder Hecht aus Gondelsheim.

Fränkischer Hof im badischen Busenbach
Es ist ein Ensemble, das einem auch beim vorbeifahren ins Auge sticht: gemeint ist die fränkische Hofanlage in Busenbach, direkt an der Ettlinger Straße gelegen. Es sind gleich zwei Bauwerke, die dort vor genau 300 Jahren als Fränkische Hofanlage errichtet wurden. Zu Straßenseite liegt ein beeindruckendes Fachwerkhaus, gleich dahinter die ehemalige Scheune, beide Gebäude sind heute wunderschön restauriert. Doch wie kommt ein fränkischer Hof ins Badische? Beate Blasius ist der Geschichte auf den Grund gegangen.

Die Rettung der Nikolauskirche
Ganz beschaulich am Ufer der Alb in Karlsruhe Rüppurr liegt die Nikolauskirche. Ihre Gründung geht auf das 14. Jahrhundert zurück, doch ihr heutiges Erscheinungsbild bekam sie beim Wiederaufbau um 1770. Leider ist das Kirchlein in die Jahre gekommen, innen und außen nagt der Zahn der Zeit. Damit sie bald wieder in neuem Glanz erstrahlen kann, wurde ein Förderverein gegründet. Mit vereinten Kräften will man nun um Spenden werben. Beate Blasius hat nachgefragt, was genau mit der Nikolauskirche passieren soll.

100 Jahre Emma-Jäger-Bad, Pforzheim
Eine Badewanne – oder gar ein komplettes Badezimmer – das gab es zu Beginn des letzten Jahrhunderts allenfalls in den Villen reicher Bürger. Arbeiterfamilien waren dagegen auf öffentliche Bäder angewiesen, wenn sie sich mal wieder gründlich waschen wollten. Das erste Bad für die Allgemeinheit entstand in Pforzheim vor genau 100 Jahren – dank der großzügigen Hinterlassenschaft der Fabrikanten-Witwe Emma Jäger. Sie vererbte der Stadt damals eine Million Goldmark – unter anderem für den Bau des bis heute nach ihr benannten Emma-Jäger-Bades. Dessen historischer Teil ist längst stillgelegt – hier soll demnächst ein Kreativzentrum entstehen. Peter Lauber gratuliert.

Erinnerungen an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte
Wohl niemand erinnert sich gerne an die dunklen Kapitel deutscher Geschichte. Was vor rund 70 Jahren geschehen ist, wird gerne verdrängt. Wären da nicht unermüdliche Mahner - junge Leute würden vielleicht gar nichts von den Wirren des 2. Weltkriegs und dessen Auswirkungen erfahren. In der Nähe von Baden-Baden- Sandweier und Iffezheim standen damals zwei Nebenlager des elsässischen KZ Natzweiler-Struthof. An beiden Stellen sollen jetzt Erinnerungs-Male errichtet werden - gegen das Vergessen. Irene Merkel hat sich vor Ort umgehört.


100 Jahre Stadtverkehr in Pforzheim
Es ist noch gar nicht so lange her, da gab’s für die Menschen in den Städten im Wesentlichen drei Fortbewegungsarten: zu Fuß, mit dem Pferd oder per Eisenbahn. Vor genau 100 Jahren änderte sich das in Pforzheim grundlegend: die erste Straßenbahn wird in Betrieb genommen–der Beginn des innerstädtischen Verkehrs. Eine Ausstellung im Stadtmuseum erinnert jetzt an diese Entwicklung. Peter Lauber über den Beginn und das Ende des Pforzheimer Schienenverkehrs.


Der Beiertheimer Altar
Wer weiß schon, dass sich hinter der modernen Fassade der St. Michaels Kirche in Karlsruhe-Beiertheim ein wahres Kleinod befindet? Hier in dem Bauwerk aus den 60er Jahren hat der Beiertheimer Altar nach vielen bewegten Jahrhunderten nach dem Krieg eine neue Heimat gefunden. Hinter dem modernen Altar an der schmucklosen Steinwand kommt er besonders gut zur Geltung. Beate Blasius über die Geschichte des spätgotischen Flügelaltars.


Die Wallfahrtskirche Maria Bickesheim in Durmersheim
Auch wenn sie mitten in Durmersheim und zudem noch an der Hauptstraße liegt, man könnte fast an ihr vorbeifahren. Die Rede ist von der Wallfahrtskirche Maria Bickesheim, die im 13. Jahrhundert von Rudolf von Baden gegründet wurde. Ein Schattendasein hat sie allerdings nicht verdient, denn das Innere der Kirche birgt einige Kunstschätze, die Ihresgleichen in der Region suchen. Wenn man Glück hat, kann man sich einer Führung anschließen. Beate Blasius war mit einer Gruppe von "Art Regiotours" in Maria Bickesheim.


Ein Denkmal für die Frauen
In Karlsruhe gibt es viele Denkmäler. Die meisten von ihnen erinnern allerdings an hohe Persönlichkeiten und gekrönte Häupter: Karl Friedrich, Großherzog Ludwig oder Kaiser Wilhelm zum Beispiel. Bürgerliche Denkmäler hingegen sind rar. Eines davon ist erstaunlicher Weise Frauen aus dem Volk gewidmet, bzw. einem ganzen Berufsstand - den Marktfrauen nämlich. Hinter einer kleinen Kirche steht es und hat gleich eine ganze Reihe von Geschichten zu erzählen. Beate Blasius weiß mehr darüber.


Der heilige Christopherus wacht über Malsch
Feldkreuze und Bildstöcke - die gibt es in Malsch bei Karlsruhe zuhauf. Und es war auch immer so, dass die Ortseingänge von allen Himmelsrichtungen her durch ein solches Kreuz geschützt wurden - bis dann ein Kreuz von einem LKW umgefahren wurde. Der Heimatverein in Malsch setzte nun alles daran - wieder einen Schutzpatron an der westlichen Zufahrt zu installieren. Seit ein paar Monaten steht nun der heilige Sankt Christopherus an der viel befahrenen Kreuzung in Neumalsch. Katharina Raquet hat sich seine Entstehungs-Geschichte erzählen lassen.


Die Afrikareise des Hofgärtners Christian Thran
Die Feudalherrscher des 18. Jahrhunderts hatten ein großes Interesse an exotischen Pflanzen und Tieren. Da machte auch der Gründer der Stadt Karlsruhe, Karl Wilhelm Markgraf von Baden-Durlach, keine Ausnahme. Er ließ vor dem Karlsruher Schloss einen „hochfürstlichen Lustgarten“ mit Treibhäusern für exotische Gewächse und einer Voliere für 300 Kanarienvögel anlegen. Als August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, 1731 eine Expedition nach Nordafrika ausrüstete, um von dort Pflanzen und Tiere zu importieren, schickte der Karlsruher Markgraf seinen Hofgärtner Christian Thran mit auf die Reise. Dieser fertigte ein Tagebuch an. Oliver Grimm schildert anhand dieser Aufzeichnungen die abenteuerliche Expedition ins Morgenland.


Sprüche von Rastatts Alt-Oberbürgermeister Kunze
In der Nachkriegs-Zeit gab es eine ganze Reihe von charismatischen, und kantigen Politikern, die immer einen guten Spruch parat hatten. Man denke an Herbert Wehner oder Franz Josef Strauß. Auch in der Region gab es einen solchen Politiker. Rastatts Alt-Oberbürgermeister Richard Kunze. In seiner Amtszeit von 1955 bis 1975 hat er viel bewegt und manche Gemeinderatssitzung mit seinem ganz eigenen Humor aufgelockert. Der langjährige Rastatter Stadtrat Hans Reuter hat ein Buch mit Anekdoten und Sprüchen von Kunze herausgegeben. Oliver Grimm hat Hans Reuter besucht und sich einige der Anekdoten um Kunze erzählen lassen. Das Buch „Der Alte vom Berg fabuliert“ ist im MPM-Verlag Rastatt erschienen.


Rastatter Schlosskirche einen Tag lang geöffnet
Die Tür zur barocken Rastatter Schlosskirche ist verriegelt - seit Jahren schon. Und sie bleibt auch verschlossen, denn hinter den Kulissen wird eifrig gewerkelt. Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung haben über die Jahrhunderte hinweg das Kleinod beschädigt. Jetzt sind Restauratoren am Werk, und bis die fertig sind, kann das noch einige Jahre dauern. Weil interessierte Bürger aber tagtäglich nachfragen, wie weit die Arbeiten sind und vor allem, wann das Kirchlein wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, haben die staatlichen Schlösser und Gärten die Tür einen Tag lang geöffnet - für ganz wenige Besucher. Unter ihnen war Baden Radio Reporterin Irene Merkel.


NSU-Gründer Gottlob Banzhaf
Daimler, Benz, Diesel, Bosch - Namen, die weltweit bekannt sind und für die Entwicklung des Automobils stehen. Aber wer kennt zum Beispiel noch Gottlob Banzhaf? Noch nie gehört? Als Begründer der NSU-Werke gehört Gottlob Banzhaf mit Sicherheit auch in die Reihe der Autopioniere im Land. Geboren wurde Banzhaf in Illingen. Anlässlich des Automobilsommers gibt es dort ihm zu Ehren im August eine Oldimer-Rallye sowie eine Ausstellung. Peter Lauber stellt den zu Unrecht vergessenen Unternehmer aus dem östlichen Enzkreis vor.


Autorennfahrer Karl Kappler
Wenn man im Murgtal den Namen Karl Kappler fallen lässt, bekommen die Motorsportfans noch heute leuchtende Augen. Charly Kappler, wie er liebevoll genannt wird, zählte in den 1920er Jahren mit fast 300 Rennsiegen zu den erfolgreichsten Autorennfahrern überhaupt. Martin Walter, der Leiter des Kreisarchivs in Rastatt, hat jetzt ein Buch über die Rennfahrerlegende Karl Kappler veröffentlicht. Patrick Neumann berichtet.


Freiheitsdenkmal Waghäusel
Hand aufs Herz: Wer denkt bei den ersten Worten der deutschen Nationalhymne heute noch an Revolution? Doch die Schwarz-rot-goldene Fahne der Märzrevolution 1848 steht für nicht weniger als für Einigkeit und Recht und Freiheit. Damit wir das nicht vergessen, gibt es in Waghäusel ein Freiheitsdenkmal, das sich Susanne Lohse für uns näher angesehen hat.


Karlsruher Kriminalgeschichte - Der Fall Carl Hau
Es ist einer der spektakulärsten Kriminalfälle, der je vor dem Landgericht Karlsruhe verhandelt wurde, und dabei liegt er schon mehr als 100 Jahre zurück. Die Rede ist von Carl Hau, der im Juli 1907 zum Tode verurteilt wurde. Nach einem Indizienprozess, der ein gewaltiges Medieninteresse fand, stand für die Richter fest, dass er im November 1906 seine Schwiegermutter in Baden-Baden erschossen hat. Doch auch heute noch sind viele Umstände der Tat ungeklärt. Beate Blasius über den Fall Carl Hau.


Augusta-Maria-Bibel aus Karlsruhe-Durlach
Manche Schätze schlummern im Verborgenen. Und manchmal weiß man den Wert eines solchen Schatzes auf den ersten Blick gar nicht einzuschätzen. Das trifft auch für die sogenannte Augusta-Maria-Bibel zu. Es ist die älteste Bibel, die speziell für die Markgrafschaft Durlach erstellt wurde. Im geschichtsträchtigen Jahr 1698 kam die vierbändige Bibel in recht großer Auflage heraus. Nach vielen Wirren der Zeit ist sie nun im Fundus des Evangelischen Oberkirchenamtes gut aufgehoben. Und Beate Blasius hat versucht die Geschichte der Bibel nachzuvollziehen.


Politik aus dem Wirtshaus - Kleine Karlsruher Kneipengeschichte
"Das Zechen und Zehren bei möglichst vielen Anlässen war eine schwache Seite der Karlsruher". Das stellte jedenfalls einmal ein Chronist der Karlsruher Stadtgeschichte bereits 1887 fest. Tatsächlich gab es eine Zeit, in der in jedem dritten Haus eine Gastwirtschaft war. Das war jedoch nicht unbedingt ein Zeichen für Wohlstand und ungehemmte Feierlaune. Was es mit der Karlsruher Kneipenkultur auf sich hat? Beate Blasius hat sich mit einer Historikerin getroffen - natürlich in einem Gasthaus.


Das Dorfarchiv Wiernsheim
In Kellern oder Dachkammern, oft in verstaubten Kartons, fristet das historische Gedächtnis so mancher kleinen Gemeinde ein trauriges Dasein. Um die oft unüberschaubaren Aktenbestände nutzbar zu machen, braucht es Menschen wie Heike Sartorius. Die Mitarbeiterin des Kreisarchivs im Enzkreis hat schon etliche Archive gesichtet, geordnet und aufgelistet - und dabei so manchen Schatz gefunden. So wie jetzt gerade in den Akten der Gemeinde Wiernsheim. Peter Lauber hat mal mitgestöbert.


Philipp Thiebauth - Bürgermeister und Revolutionär
Vor 200 Jahren ist in Ettlingen Philipp Adam Thiebauth geboren worden. Der Wirtssohn hat viel erlebt. Er war Koch, Revolutionär, Flüchtling und zukunftsorientierter Bürgermeister. In Ettlingen erinnern an ihn ein Platz, eine Straße und eine Schule, die seinen Namen tragen. Zu seinem 200. Geburtstag gibt es jetzt auch eine kleine Ausstellung im Rathaus. Oliver Grimm porträtiert den außergewöhnlichen Ettlinger.


Die badischen Wurzeln von Charles de Gaulle
Oliver Grimm ist bei der Recherche im Archiv der evangelischen Kirchengemeinde im Karlsruher Stadtteil Grötzingen, auf etwas ganz besonderes gestoßen. Das Geburts- und Taufregister bestätigt, dass dort vor mehr als 200 Jahren der Ur-Ur-Großvater eines der größten europäischen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts geboren wurde. Oliver Grimm über die badischen Wurzeln von Charles de Gaulle.


Die Wartberg-Siedlung in Pforzheim
Irgendwie sehen sie doch alle gleich langweilig aus, die Neubausiedlungen in unseren Städten: Reihenhäuser von der Stange, dicht an dicht zum Nachbarn gebaut, Vorgärten wie abgeleckt....In früheren Jahrzehnten scheinen Stadtplaner noch ein bisschen mutiger und kreativer gewesen zu sein. Beispiel: die Wartberg-Siedlung in Pforzheim. Ein Ansammlung höchst individueller Häuschen mit viel Platz drumrum, entstanden in den 20er Jahren als gemeinnütziges Wohnungsbau-Projekt – eine beinahe dörfliche Idylle am Rande der Stadt. Einige der heutigen Bewohner arbeiten derzeit die Geschichte der Wartberg-Siedlung auf. Peter Lauber hat sich dort mal umgesehen.


Geburtshaus von Carl Benz
Schon immer gab es Spekulationen darüber, wo genau Carl Benz geboren wurde. In der damals selbständigen Stadt Mühlburg, soviel stand fest, doch in welchem Haus genau, dass wusste man nicht. Dem unermüdlichen Wühlen von Historikern in alten Dokumenten ist es zu verdanken, dass nun ein Haus ausfindig gemacht werden konnte, in dem Carl Benz am 25. November 1844 unehelich zur Welt kam. Leider existiert es nicht mehr, aber Beate Blasius hat zumindest die Geschichte dazu erfahren.


Fußballspielen in der Nachkriegszeit
Fußballer sind heute gut bezahlte Leute. Selbst die Kicker der unteren Ligen haben Sponsoren bis hin zu den Bambini. Da kommt es einem schier seltsam vor, dass Fußballspielen früher keineswegs selbstverständlich, ja eine Art „Luxuszeitvertreib“ war. Nach dem 2. Weltkrieg fehlte es Freizeitkickern so ziemlich an allem von den Schuhen bis zum Hemd. Wie es mit pfiffigen Ideen einem Unternehmer aus Kraichtal gelang eine komplette Fußballmannschaft auszustatten, hat Susanne Lohse erfahren.


Vorbild Karlsruhe für Washington
Mit Hilfe von Google Earth können wir ja viele Orte der Erde aufsuchen und uns ein Bild von der Lage oder der Landschaft machen. Zum Beispiel können wir uns da ansehen, wie Washington von oben aussieht. Jedem, der da etwas genauer hinschaut, wird etwas auffallen. Die Anordnung der Straßen ist dem Plan von Karlsruhe ziemlich ähnlich. Und tatsächlich wurde die amerikanische Hauptstadt nach der Karlsruher Idee geplant. Beate Blasius ist dem mal nachgegangen.


Stadtspaziergang zum 3. Reich in Pforzheim
Der 23. Februar - der Tag, an dem Pforzheim der Opfer des 2. Weltkriegs gedenkt. 17 000 Menschen starben 1945 beim Bombenangriff der Alliierten und im anschließenden Feuersturm. Ein Tag, der auch für den Untergang des verbrecherischen Nazi-Regimes steht, das diesen Krieg entfesselt hatte. Mit einer besonderen Stadtführung will der Geschichtslehrer Markus Speer an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte erinnern. Regelmäßig führt er Besuchergruppen und Schulklassen an einige markante Orte in Pforzheim, die die Ereignisse jener Zeit wieder lebendig werden lassen. Peter Lauber ist mal mitgegangen.


Durlacher Spindeltreppe
Eine Spindeltreppe ist etwas ganz Seltenes, zumindest so, wie sie vor einigen hundert Jahren hergestellt wurde. Im Karlsruher Stadtteil Durlach gibt es noch 4 Stück davon. 4 Spindeltreppen, die aus einem einzigen Holzstamm gefertigt wurden - Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Irene Merkel hat sich Zugang verschafft ins ÜX-Küllsche Palais in Durlach.


Das Herzgrab von Rüppurr
Die Nikolauskirche in Karlsruhe Rüppurr ist ein schlichter Bau, der zeitlich im Übergang vom Rokoko zum Klassizismus 1774 errichtet wurde. Ursprünglich befand sich hier jedoch eine im Mittelalter errichtete Kapelle der Edlen von Rüppurr. Daran erinnern nur noch zwei Grabplatten. Und eine davon birgt ein ganz besonderes Geheimnis. Nicht der Leichnam von Reinhard dem 2. wurde hier bestattet, wohl aber seine Eingeweide und sein Herz. Über die mysteriöse Bestattung berichtet Beate Blasius.


"Was übrig bleibt" - Ausstellung im Rastatter Stadtmuseum
Die Stadt Rastatt verändert gerade ihr Gesicht. Ein neues Kaufhaus entsteht, dafür werden alte Gebäude abgerissen. Einige Traditions-Unternehmen haben in den letzten Jahren geschlossen, Vereine sind aufgelöst worden. Viele ältere Rastatter fragen sich "Was übrig bleibt". Genau dieselbe Frage hat sich die Leiterin des Stadtmuseums Iris Baumgärtner gestellt. Was von Geschäften und Vereinen übrig bleibt, zeigt sie in den 4 Räumen des Stadtmuseums.


Die Obermühle in Durlach
Heutzutage verbindet man mit der Obermühle in Karlsruhe Durlach: gutes Essen, einen Biergarten, ein Mühlrad das sich dreht und natürlich die Naturfreunde, denen das Gebäude aus dem 15.Jahrhundert gehört. Doch das altehrwürdige Gebäude direkt an der Pfinz ist ein ganz besonderer Platz badischer Geschichte. An der Obermühle fand am 25.Juni 1849 das vorletzte Gefecht der badischen Revolution statt. Zusammen mit Wolfgang Kappler und Thomas Hackbusch von den Naturfreunden Durlach war Johannes Stier Vorort auf Zeitreise in die Mitte des 19.Jahrhunderts......


Juden in Ettlingen
"Wer aus der Geschichte nichts lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen" dieses Zitat eines spanischen Autors hatte Wolfgang Lorch vor Augen, als er daran ging, das jüdische Leben in Ettlingen aufzuarbeiten. Zwei Jahre hat der pensionierte Schulrektor an der Chronik gearbeitet. Vor wenigen Wochen wurde sie der Öffentlichkeit unter sehr positiver Resonanz vorgestellt. "Jüdisches Leben in Ettlingen" heißt das Buch, das im Verlag Regionalkultur erschien. Beate Blasius ist zusammen mit dem Autor an einen wichtigen ehemaligen Schauplatz gegangen.


Die Richtstätte am Gutenbergplatz
Der Gutenbergplatz in Karlsruhe ist wohl einer der beliebtesten Plätze in der Stadt. Im Sommer lässt es sich hier herrlich unter großen alten Linden in einem der Biergärten aushalten, und an drei Tagen in der Woche lädt der Wochenmarkt zu einem Einkaufsbummel ein. Doch so beschaulich ging es hier nicht immer zu. Bis ins 19. Jahrhundert wurden hier Straftäter hingerichtet, sie wurden mit dem Richtschwert geköpft. Und das in aller Öffentlichkeit. Beate Blasius über den schaurig schönen Platz.


Kriegshandlungen in Gausbach
Die drei Krämer-Buben Georg, Eugen und Rupert aus Forbach-Gausbach waren beim Ausbruch des 2. Weltkriegs 7 bzw. 9 Jahre alt. Aufgewachsen sind sie quasi in Schutt und Asche. Hunger und Angst haben sie begleitet, und an die meisten Ereignisse erinnern sie sich noch heute. Demnächst wollen sie in ihrem Heimatdorf interessierten Bürgern Rede und Antwort stehen. Meiner Kollegin Irene Merkel haben die drei Krämers, die im übrigen nicht miteinander verwandt sind, schon vorab viele spannende Geschichten erzählt.


300 Jahre Thomashof
Zwischen Durlach und Stupferich, genau oben auf der Kuppe, liegt der Weiler „Thomashof“ – so benannt nach dem Gründer, der sich am 24. Oktober 1710 dort oben angesiedelt hat. Dieser Thomas Dörner war Köhler. Deshalb bauen die „Thomashöfer“ zum 300. Geburtstag einen Meiler auf. Der wird heute entzündet und beim Fest am nächsten Wochenende wieder gelöscht. Eine Woche „Kultur am Meiler“ soll mit verschiedenen kulturellen Veranstaltungen zielgerichtet auf den Jahrestag hinführen.
Irene Merkel war beim Aufschichten des Meilers eine Zeitlang dabei.


Auf jüdischen Spuren
Der Kraichgau ist ein Landstrich, der nicht nur reich an Wein und schöner Landschaft ist. In früheren Zeiten lebten hier auch viele Juden. Auf eine besonders reiche jüdische Geschichte blickt der Bruchsaler Stadtteil Obergrombach zurück. Dort fand kürzlich eine Führung auf den Spuren jüdischen Lebens statt, zu der sich unsere Reporterin Susanne Lohse auf den Weg gemacht hat.


Das Rüppurrer Schloss - das vergessene Kleinod
"Schloss Rüppurr" so heißt eine Straßenbahnhaltestelle und eine Straßenbezeichnung. Doch wer dort an dieser Stelle ein Schloss sucht, der wird sich vergeblich bemühen. Da wo früher tatsächlich einmal ein Schloss stand, befindet sich nun ein Parkplatz. Lediglich eine Tafel mit einer Rekonstruktion des Schlossgeländes erinnert an die ehemalige "Feste Rüppurr". Beate Blasius ist der Frage nachgegangen, was mit der herrschaftlichen Anlage passiert ist.


Das Atlantis am Rhein - Die versunkenen Dörfer
Wer heute an den Rheinauen entlang zwischen den Rastatter Stadtteilen Wintersdorf und Plittersdorf spazieren geht, der merkt nichts mehr davon, dass hier einmal Siedlungen waren, die längst vergessen sind. Nur Heimatkundler und Archäologen kennen die Orte Muffenheim und Dunhausen, die vor langer Zeit vom Rhein überflutet wurden. Dunhausen hätte in diesem Jahr sein 700-jähriges Bestehen feiern können, wenn es nicht Opfer der Fluten geworden wäre. Beate Blasius erinnert an das versunkene Dorf.


Modediktat im Barock
Ob im Zweiteiler oder im Abendkleid, gut aussehen war dem Menschen schon immer ein wichtiges Anliegen. In den 50er Jahren waren es der Petticoat und die Toupierfrisur, in den 70ern Schlaghosen, Sonnenbrillen und Koteletten. Und vor 300 Jahren im Barock waren die Perücke und die aufgetupften Mouche, kleine schwarze Schönheitspflästerchen im Gesicht, ein absolutes Muss. Dabei spiegelte die Mode Hygienevorstellungen wieder, die wir heute als durchaus verschroben bezeichnen würden.Susanne Lohse hat sich bei einer Sonderführung im Schloss Bruchsal den sauberen Menschen im Barock angeschaut.


Auf Messers Schneide
Ob Kopfweh, Nierensteine oder Krebs - Tabletten, schonende Operationen und Früherkennung kennzeichnen die moderne Medizin. Drei Jahrhunderte vor uns war an solche Heilungsmöglichkeiten nicht zu denken. Da ging es eher rustikal zu. "Auf Messers Schneide" heißt ganz passend eine Sonderführung im Bruchsaler Schloss, die sich mit der ärztlichen Kunst zur Zeit des Barock beschäftigt. Susanne Lohse wirft einen Blick auf den damaligen Stand der Medizin.


Schlosskirche Rastatt
Einen absolut kühlen Arbeitsplatz haben in diesem Sommer zahlreiche Restauratoren, die dabei sind, textile und malerische Kunstwerke in der Rastatter Schlosskirche instand zu setzen. Durch die klimatischen Bedingungen hat das Innenleben der Kirche stark gelitten. Feuchtigkeit und Lichteinstrahlung haben Spuren hinterlassen. Seit langer Zeit ist das barocke Kleinod nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Baden Radio Reporterin Irene Merkel durfte die Baustelle besichtigen.


Mingolsheimer Glocken
Von außen sieht der Glockenturm der Sankt Lambertus-Kirche in Bad Schönborn-Mingolsheim ganz normal aus. Aber er enthält eine kleine Sensation: Das größte Dorfkirchengeläut der kompletten Erzdiözese. Die meisten Dorfkirchen haben nämlich nur vier oder fünf Glocken. Sankt Lambertus hat neun. Baden Radio Reporterin Sarah Renner hat Pfarrer Wolfgang Kesenheimer getroffen und sich die ganze Geschichte erzählen lassen.


Die Kochmühle im Albtal
Wer jemals durch das Albtal gewandert ist, wird bestimmt schon einmal die Kochmühle gesehen haben. Etwas versteckt liegt sie bei Neurod an dem kleinen Sträßchen nach Spessart. Hier rauscht die Alb und die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Früher gab es mal 52 Mühlen an der Alb. Die Kochmühle wurde im Jahr 1288 erstmals als Besitz von Markgraf Hermann von Baden erwähnt, so ist draußen am Tor auf einem Schild zu lesen. Etwas mehr über die Geschichte hat Beate Blasius bei einem Besuch der jetzigen Besitzer erfahren.


Die Rastatter Glocke vom Zay
Ein Glockenturm auf einer Schule - so etwas gibt es eher selten. Weil es sich bei besagter Glocke aber um ein Instrument von historischer Bedeutung handelt, wurde nicht lange gefackelt. Das ist allerdings schon mehr als 50 Jahre her. Seitdem gehört das Glöcklein auf der Rastatter Max-Jäger-Schule einfach zum Alltag - zumindest so lange sich niemand dran stört. Aber genau das war der Fall im zurück liegenden Winter, seither bimmelt die zarte Glocke nur noch tagsüber, und seitdem lieben die Bewohner des Rastatter Stadtteils Zay ihre Glocke nur noch mehr. Irene Merkel über einen Lebensmittelpunkt der besonderen Art.


Die große kurpfälzische Rheinstromkarte
Der Rhein beschäftigt die Menschen schon seit vielen Jahrhunderten. Elsässer und Badener haben früher von und mit ihm gelebt. Heute ist der Fluss vor allem ein Verkehrsweg eine Wasserstraße. Und natürlich auch ein Naherholungsgebiet. Dabei hat der Rhein bekanntlich seinen Lauf über die Jahrhunderte hinweg immer wieder verändert. Davon zeugen zahlreiche historische Karten in den Archiven des Badischen General Landesarchives in Karlsruhe. Eine der größten, ältesten und auch bekanntesten ist die große kurpfälzische Rheinstromkarte vom Ende des 16.Jahrhunderts. Jürgen Essig hat für Baden Radio einen Blick drauf geworfen.


Muggensturmer Familien im Kosovo
Überall auf der Welt gibt es Menschen, die Hilfe nötig haben. Dass sich zwei Muggensturmer Familien ausgerechnet im Kosovo engagieren, hat damit zu tun, dass zu Kriegszeiten Flüchtlinge von dort in der Gemeinde betreut wurden.
Man hat ihnen versprochen, sie auch nach der Rückkehr in ihre Heimat nicht zu vergessen. Hermann und Waltraud Hornung sowie Walter und Marie-Jeanne Dahringer haben ihr Versprechen wahr gemacht. Vor wenigen Tagen noch waren sie mit einem Hilfstransport vor Ort. Irene Merkel hat mit den fleißigen Helfern gesprochen.


Ein Herz für Brunnen - "Karlsruher Brunnengeschichten"
Brunnen sind Stätten der Ruhe und der Erholung. Sie laden ein, auch mitten in der Stadt einmal inne zu halten. Brunnen verschönern Plätze und sie sorgen im Sommer für Abkühlung. Die Karlsruherin Doris Lott ist selbst Patin eines Brunnens. Sozusagen beim Brunnenputzen kam ihr die Idee, Geschichten Karlsruher Brunnen zu sammeln. Daraus ist nun ein kleines Buch entstanden. „Karlsruher Brunnengeschichten“. Beate Blasius hat die Herausgeberin Doris Lott natürlich an ihrem Lieblingsbrunnen getroffen.


Begründer der Hirnforschung aus Tiefenbronn
Auf dem berühmten Pariser Friedhof Père Lachaise liegt seit 1828 ein Mann begraben, an dessen Name bis heute kein Medizinstudent vorbeikommt: Franz Joseph Gall. Der Spross einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie gilt als der Begründer der Hirnforschung. In seinem Geburtsort Tiefenbronn versucht man, die Erinnerung an Franz Joseph Gall lebendig zu halten– trotzdem wissen selbst die Einheimischen oft nichts mehr mit dem Namen anzufangen, wie Peter Lauber bemerkt hat.


Der "Tote Mann Stein" im Moosalbtal
Das Moosalbtal ist ja weithin bekannt für seine landschaftlichen Schönheiten: Saftige Wiesen, verwunschene Wälder und gut angelegte Wanderwege machen das Tal zwischen Moosbronn und Fischweier zu einem beliebten Ausflugsziel. Aber auch einige Sagen sind mit dem Tal verbunden, so die vom Toten Mann. Dem kann man heute noch begegnen. Doch keine Angst, er ist inzwischen zu Stein geworden und erinnert nur noch als Mahnmal an seine gruselige Geschichte, wie Beate Blasius herausgefunden hat.


Die 1100-jährige Linde von Schluttenbach
Sie ist das Wahrzeichen von Schluttenbach und der Stolz aller 815 Einwohner. Gemeint ist die 1100-jährige Linde, die gewissermaßen das Herz des Dorfes ist. Hier treffen sich Wandergruppen, bleiben ungläubige Naturfreunde stehen und selbst wer mit dem Auto vorbei fährt wirft einen Blick auf den gigantischen Baum. Bekannt ist sie ja als elfhundertjährige Linde. Doch stimmt das wirklich so mit dem Alter? Beate Blasius wollte es wissen und hat sich in dem idyllischen Stadtteil von Ettlingen umgesehen.


Wässerwiesen im Moosalbtal
Das Moosalbtal ist schon ein ganz besonderes Fleckchen Natur. Von Moosbronn bis Fischweier plätschert hier die Moosalb, schlängelt sich durch saftige Wiesen und bemooste Wälder. Einzigartig ist, dass es hier sogenannte Wässerwiesen gibt, die von einem speziell geschulten Wässerwiesenwart in Ordnung gehalten werden - und das schon seit 22 Jahren. Damals wurden nämlich die kulturhistorisch bedeutsamen Wiesen erneut angelegt und unter Schutz gestellt, nachdem die Bewirtschaftung in den 60er Jahren aufhörte. Beate Blasius war mit dem neuen und dem alten Wässerwiesenwart auf Tour.


Geheimnisvolle Akten aus dem Kirchenarchiv
Wenn "Kommissar Zufall" ermittelt, fördert er häufig die besten Geschichten zu Tage. So geschehen in der Gemeinde Karlsbad-Spielberg. Als dort nämlich das Pfarrhaus renoviert wurde, ist man auf eine geheimnisvolle Kiste gestoßen, auf eine Truhe voll mit alten Akten. Irene Merkel hat gemeinsam mit dem Archivar die alten Unterlagen durchgestöbert.


Maulbeerbäume als biologische Rarität in Königsbach-Stein
Der Maulbeerbaum ist vielen sicherlich noch aus der Bibel bekannt: Der kleinwüchsige Zöllner Zachäus kletterte in einen Maulbeerbaum, damit er Jesus beim Einzug nach Jericho sehen konnte. Viel später kamen Maulbeerbäume mit den Waldensern nach Deutschland und damit auch in unsere Region. Der Grund: man wollte Seidenraupen züchten und brauchte dafür die Blätter des Baumes als Nahrung. In Königsbach-Stein, genauer im Ortsteil Stein stehen heute noch solche Maulbeerbäume. Und die wurden nun unter Naturschutz gestellt. Beate Blasius über die Geschichte der Bäume und der Seidenraupen.


Charakterstudie - Der "Homo Gaggenauensis"
Bedingt durch die Industrialisierung des Murgtals gibt es keinen typischen "Gaggenauer". Vielmehr setzt sich die Bevölkerung des Murgtalstädtchens zusammen aus ganz verschiedenen Charakteren. Welche das sind und wodurch sie sich auszeichnen, das hat Jürgen Oesterle in einem Büchlein beschrieben, und er findet für die unterschiedlichen Typen ganz eigene Beschreibungen. Ein Büchlein zum Schmunzeln, meint die Kollegin Irene Merkel.


Gedichtpfad im Hardtwald
Wer in den Wald geht, der kann dafür ganz verschiedene Gründe haben: Entweder muss der Hund ausgeführt werden, man will sich an der frischen Luft bewegen oder einfach seine Ruhe haben. Man kann aber auch die Zeit im Wald zum Nachdenken nutzen. Zum Beispiel wenn man auf dem Gedichtpfad im Hardtwald zwischen Friedrichstaler und Stutenseer Allee wandelt. Seit dem Jahr 2002 möchte der Gedichtpfad auf Gedanken zum Thema Wald aufmerksam machen. Beate Blasius hat sich an diesem ungewöhnlichen Wanderpfad mit zwei lyrisch begeisterten Förstern getroffen.


Als der Teufel den Turm verdrehte
Wer aufmerksam durch Karlsruhe-Grötzingen spaziert oder auch daran vorbei fährt, wird bestimmt schon bemerkt haben, dass die Kirchturmspitze der evangelischen Kirchengemeinde etwas schräg ausfällt. Um bis zu 22 Grad ist der Kirchturm gedreht, so als ob ein Riese versucht hätte, den Turm einfach abzudrehen. Doch was hat es damit auf sich? Der Sage nach soll der Teufel da seine Hände im Spiel gehabt haben. Beate Blasius konnte das nicht so glauben und hat vor Ort bei einem kundigen Grötzinger nachgefragt wie das war, als der Teufel den Turm verdrehte.


Die Bruchsaler Ostarrichi - Urkunde
Hätten Sie's gewusst? Die Wiege von Österreich ist eigentlich die badische Stadt Bruchsal. Das ist kein Scherz! In der sogenannten Ostarrichi - Urkunde wurde vor über 1000 Jahren der Name Österreich erstmals genannt. Was es mit dieser Urkunde auf sich hat, wer sie ausgestellt hat und wo sie heute zu finden ist, das verrät Ihnen jetzt unser Kollege Jürgen Essig.


Generalstaatsanwalt Günter Hertweck auf der Bühne
In Baden-Baden und Ungebung kennt man Günter Hertweck als Generalstaatsanwalt. Zwar ist er mittlerweile im Ruhestand, aber immer noch ist er der Wahrheit auf der Spur. Zwei Dinge kommen bei ihm zusammen: Die Liebe zu seinem Heimatdorf Haueneberstein und seine Liebe zum Theater. Was also macht Günter Hertweck, jetzt, wo er Zeit hat? Richtig! Er schreibt ein Theaterstück, sucht sich 24 Mitspieler und sieht zu, dass es kurz nach dem Jahreswechsel auf die Bühne kommt. Irene Merkel hat eine Theaterprobe besucht.


Leben, wo andere Urlaub machen
Leben, wo andere Urlaub machen - idyllische Plätzchen gibt es im Schwarzwald genug. Manche sind aber nicht nur idyllisch sondern gewissermaßen einsam. Margrit Haller-Reif lernte ihren Mann, einen Murgtäler, in Konstanz kennen und zog dann mit ihm an die Schwarzenbach-Talsperre. Im Sommer tummeln sich dort die Touristen, wenn aber im Oktober der Kiosk schließt und das Talsperren-Hotel Urlaub macht, dann leben in dem kleinen Weiler nur noch wenige Personen. An klirrend kalten Wintertagen fühlt sie sich manchmal, als sei sie alleine auf der Welt - und sie genießt das sogar. Irene Merkel über das Leben in der Abgeschiedenheit.


Römischer Ofenschnitt nachgebaut
Nahe dem Römerdorf Stettfeld im nördlichen Kreis Karlsruhe bringen Archäologen immer wieder neue Dinge zu Tage. Die werden dann ausgebuddelt, vermessen und fotografiert. Besonders schöne Scherben oder Funde kommen ins Museum, der Rest verschwindet dann wieder unter Neubau- oder Gewerbegebieten. Dem haben zwei Dorfbewohner jetzt etwas entgegen gesetzt und einen Schnitt durch einen römischen Brennofen nachgebaut. Susanne Lohse hat sich das Meisterstück angesehen.


Gute Stube anno 1900 im Heimathaus Neureut
Neureut ist der nördlichste Stadtteil von Karlsruhe. Bevor Neureut 1975 gegen den erbitterten Widerstand der Bewohner zwangseingemeindet wurde, war es die größte Landgemeinde in Baden-Württemberg. Im Heimathaus, mitten im alten Ortskern, wird die Geschichte der Kommune lebendig gehalten. Hier erfährt man nicht nur einiges über die Gründung des Dorfes und seine Entwicklung, sondern man kann auch eine kleine Zeitreise machen und in dem original hergerichteten Häuschen sehen, wie die Menschen vor gut hundert Jahren eingerichtet waren und gelebt haben. Oliver Grimm ist dort ins Jahr 1900 zurückgereist.


Archivschatz Iffezheim
Selbst die Rathäuser auf dem kleinsten Dorf waren einst die treuesten Abonnenten von Zeitungen, Anzeigen- und Verordnungsblättern aller Art. Normalerweise kommt der ganze Wust irgendwann zum Altpapier. In Iffezheim aber hat man fast 200 Jahre lang Zeitungen gesammelt, die erst jetzt wieder entdeckt wurden, darunter bisher verschollene Jahrgänge des Rastatter Wochenblatts, Vorgänger des Badischen Tagblatts. Silvia Huth hat im Iffezheimer Gemeindearchiv gestöbert.


Das "Lobberle"
Der Name "Lobberle" kam übrigens vom Geräusch, das die Bahn machte. Es lobbert, sagten die genervten Anwohner an der Strecke. Auch die Wagen machten einen klapprigen Eindruck. Es war eine Schmalspurbahn, denn die war billiger. Die rund 1,7 Millionen Mark wurden von einem Bankenkonsortium finanziert. Zunächst wurde die Lokalbahn mit Dampflokomotiven betrieben, was die anfängliche Euphorie der Bürger bald bremste.


Das Bühler Stadtmuseum
Das Stadtmuseum Bühl ist noch keine 2 Jahre alt und trotzdem ist es ein Anziehungspunkt für Einheimische und Fremde, für Jung und Alt. Gäbe es nicht zahlreiche ehrenamtliche Aufseher, man könnte der Flut der Besucher gar nicht Herr werden. Das ist auch kein Wunder, denn die Präsentation der Geschichte kommt äußerst flott daher, hat SWR4-Reporterin Irene Merkel hautnah erlebt.


Die "Adenauer-Kapelle"
Auf einem Felsvorsprung gelegen und doch fast unsichtbar, weil von hohen Bäumen umgeben, thront die sog. "Adenauer-Kapelle" hoch über dem Rheintal. Sie ist Anziehungspunkt für Wanderer und Ausflügler, aber auch für Hochzeitspaare aus dem ganzen süddeutschen Raum. Aber nur die wenigsten wissen, dass "Adenauer-Kapelle" der falsche Name ist. Irene Merkel ist der sprachlichen Verwirrung auf den Grund gegangen.


"Männl" ist ein echtes Original
Wenn es um Heimatkunde geht und darum, über die Zwetschgenstadt Bühl Wichtiges und Amüsantes zu erfahren, dann führt an Hermann Deschner kein Weg vorbei. Jahrzehntelang war er als Polizist dienstlich in der Stadt unterwegs. Mittlerweile ist der gebürtige Iffezheimer im Ruhestand und gibt sein gebündeltes Wissen an Besucher weiter. Hermann Deschner (Spitzname: "Männl") ist ein äußerst kompetenter Stadtführer und jedem bekannt. Irene Merkel durfte ihn zu Hause besuchen.


Historische Meldekarten im Baden-Badener Stadtarchiv
Eigentlich passen sie gar nicht in ein moderes Archiv, die blechernen, schwer gängigen Schubladen mit alten Meldekarten. Was dem Stadtarchiv Baden-Baden da übereignet wurde, erweist sich jedoch als wahre Fundgrube. Vor allem die Ahnenforscher werden davon profitieren, denn ab sofort müssen für bestimmte Nachforschungen nicht mehr verschiedene Archive durchstöbert werden. Irene Merkel hat sich auf die Spuren gemacht nach interessanten Menschen, die eine Zeitlang in der Kurstadt gelebt haben.


Die Kramer-Eiche bei Forst
Wenn alte Bäume erzählen könnten, da würde so manche wundersame Geschichte herauskommen. Heutzutage werden ja besonders alte Bäume oft zu Naturdenkmalen erklärt. So geht es auch der sogenannten Kramer-Eiche. Die steht im Hardtwald nördlich der Gemeinde Forst. Sie wurde um 1630 herum also mitten im 30-jährigen Krieg gepflanzt und ist demnach heute fast 380 Jahre alt. Jürgen Essig erzählt Ihnen für Baden Radio nun die Geschichte der Kramer-Eiche bei Forst:


Die Kirche im Dorf Wolfartsweier
Wer sind wir? Wer waren wir? Wie wurden wir das, was wir heute sind? Fragen, die sich immer mehr Dörfer und Gemeinden stellen. Die Suche nach der eigenen Vergangenheit hat im letzten Jahrzehnt dazu geführt, dass nahezu jeder noch so kleine Ort seine eigene Ortschronik verfasst hat. Eines der ersten Dörfer, das sich auf den Weg zurück zu den eigenen Wurzeln machte, war der Karlsruher Stadtteil Wolfartsweier. Und doch ist die Ortschronik des lange eigenständigen Dorfes bis heute nicht abgeschlossen. Susanne Lohse sagt ihnen warum.


Brettener Pfeifferturm bekommt neues Dach
Geschichte leben, das ist das Motto der Stadt Bretten. Seit 1689, als französische Truppen die Stadt in Schutt und Asche gelegt haben, hat der Brettener Pfeifferturm kein Dach mehr. Das wird sich jetzt ändern. Zwei Monate schon bauen Handwerker an einem neuen Dach für den Turm. Susanne Lohse hat sich über den Baufortschritt informiert.


Das Schneiderdorf Völkersbach
Wer heute über die schöne Albhochfläche wandert, der kann sich kaum noch vorstellen, welche wechselvolle Geschichte dieser Landstrich hinter sich hat. Vor allem Völkersbach hat eine eigentümliche Entwicklung genommen. Vor über 100 Jahren, da war Völkersbach noch ein Bauerndorf. Doch mit Beginn des Industriezeitalters wurde die Landwirtschaft zurückgedrängt und die Menschen mussten sich andere Erwerbsquellen suchen. So entwickelte sich das Schneiderhandwerk in Völkersbach. Warum genau das damals so war, und heute nicht mehr ist, dieser Frage ist Beate Blasius nachgegangen.


Das Leben der Mönche im Kloster Maulbronn
Mönche gibt es im Kloster Maulbronn schon seit 450 Jahren nicht mehr. Dennoch können Besucher des Weltkulturdenkmals jede Menge über das einstige Leben der Zisterzienser lernen. Am allerbesten geht das bei einer der regelmäßigen Sonderführungen. Immer sonntags bietet die Klosterverwaltung Führungen zu bestimmten Themen an - mal geht es um Kräuter und Heilkunde, mal um Kleidung und Schönheit im Mittelalter, aber auch eine Schreib- und Papierwerkstatt ist zum Beispiel auf dem Programm. Unser Reporter Peter Lauber hingegen wollte den Mönchen mal in die Kochtöpfe schauen. Kein Problem, auch das ist in Maulbronn möglich.


Grünwinkler Chronik
Viele Köche verderben ja bekanntermaßen den Brei. Doch das scheint für Autoren nicht zu gelten. Insgesamt 21 Mitglieder des Bürgervereins Grünwinkel haben in den letzten fünf Jahren eine neue Chronik erarbeitet. Und die wird am 3. April zum 100. Jahrestag der Eingemeindung in die Stadt Karlsruhe der Öffentlichkeit vorgestellt. Ganz neue Erkenntnisse sollen darin zu finden sein. Eine große Herausforderung, wenn man bedenkt, dass die Macher die Geschichte Grünwinkels von der römischen Zeit bis heute beleuchten. Beate Blasius hat sich mit dem harten Kern des Autorenteams getroffen.


Kostbare Lektüre als CD in Rastatt
Wenn Martin Walter, der Kreisarchivar des Landkreises Rastatt, ein bestimmtes, mehr als 170 Jahre altes Buch zur Hand nimmt, gerät er ins Schwärmen, denn es ist eine Rarität. Das aber hat zur Folge, dass es von der 3-bändigen Ausgabe mit dem Titel "Das malerische und romantische Baden" nur wenige Exemplare gibt. Die sind kostbar, d.h. am besten fasst man sie gar nicht an. Andererseits soll der Inhalt möglichst vielen interessierten Lesern zugänglich gemacht werden. Also beschreitet der Kreisarchivar gemeinsam mit einem Fotografen den neuen Weg der Archiv-Digitalisierung. Heraus gekommen ist eine Lese-CD. Irene Merkel hat sie sich zeigen lassen.


Posidonienschiefergrube in Langenbrücken
Zwei Mal im Jahr steht die Posidonienschiefergrube in Bad Schönborn-Langenbrücken im Mittelpunkt: Beim alljährlichen Lichterfest und beim Sommerkonzert des Musikvereins. Kann schon sein, dass dem Besucher bei Bratwurst und Bier die Besonderheit der Kulisse egal ist. Den Schreibern der Bad Schönborner Ortschronik ist die Gesteinsschicht, die dem ehemaligen Steinbruch seinen Namen gab, jedenfalls alles andere als Wurst. Susanne Lohse hatte kürzlich bei einem Vortrag Gelegenheit, mehr über die Grube zu erfahren.


Kein Dorf ohne Kirche
Sie war und ist mancherorts das höchste Bauwerk im Ort, liegt an zentraler Stelle und - wenn`s uns gar zu bunt wird, fordern wir, die Kirche doch bitteschön im Dorf zu lassen. Keine Frage, die Kirche hat eine große Bedeutung für das Leben der Menschen. Nicht nur am Sonntag beim Kirchgang, seit Jahrhunderten prägt die Kirche den Alltag der Dorfbewohner. Susanne Lohse zeigt das am Beispiel Wolfartsweier.


Unentdeckte Fotoschätze in Rastatt
Die Vergangenheit lebendig erhalten, das ist die Aufgabe der Archivare landauf, landab, und beim Stöbern alter Bilder und Akten vergeht die Zeit ganz schnell. Das Archivieren alter Dokumente ist also keine staubige sondern eine ganz spannende Angelegenheit. Das erfahren die Baden Radio-Reporterinnen immer, wenn sie den jeweiligen Archivaren über die Schulter schauen dürfen. Irene Merkel ist ins Kreisarchiv Rastatt rein- und stundenlang nicht mehr aufgetaucht.


Das Durlacher Zündhütle - bewegte Geschichte eines Turms
Wer heute über die Bundesstraße B3 durch Karlsruhe fährt, passiert am Fuße des Bergwaldes bei Wolfartsweier das "Zündhütle". Ortsansässige wissen, dass es sich bei dem denkmalgeschützten Turm um das Überbleibsel einer der großen Industrieansiedelungen der Region handelt. Fast 100 Jahre bot hier eine Munitionsfabrik Menschen aus den umliegenden Bergdörfern Arbeit und Brot.


Wildbader Geheimverhandlungen
Es war kurz vor Kriegsende, im Januar 1945, als die Besitzer des Bad Wildbader Hotels Post von hohen Beamten aus Berlin plötzlich aufgefordert wurden, das Hotel zu räumen, wegen eines hohen Besuchs. Die Namen wurden nicht genannt. Um wen es sich dabei gehandelt hat, das hat der Heimatforscher Fritz Barth erst kürzlich herausbekommen. In dem Hotel trafen sich SS-Führer Heinrich Himmler und der Schweizer Alt-Bundespräsidenten Musy zu streng geheimen Verhandlungen. Es ging um die Ausreise von Juden und um entsprechende Gegenleistungen. Peter Lauber über ein lange unbekannt gebliebenes Kapitel Bad Wildbader Heimatgeschichte.


Geraubt und wiedergefunden - Bilder in der Kunsthalle
Alte Gemälde erzählen nicht nur Geschichten, sie haben häufig auch selbst eine spannende und abenteuerliche Geschichte hinter sich. Beispiele dafür sind gerade in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen. Unter dem Titel "Noble Gäste" zeigt das Museum fünf Werke altdeutscher Meister aus der Kunsthalle Bremen, die für zwei Jahre als Leihgabe in Karlsruhe zu Gast sind. Zwei dieser noblen Gäste haben einiges erlebt, bevor sie nach Karlsruhe gekommen sind. Oliver Grimm hat sich von Holger Jacob-Friesen von der Kunsthalle Karlsruhe die Geschichten erzählen lassen, die im 16. Jahrhundert beginnen.


Klosterkiefer von Bad Herrenalb
Von der spätromanischen Vorhalle zur Klosterkirche Bad Herrenalb steht heute nur noch ein Torbogen, den Kirchen- und Klosterbesucher automatisch durchschreiten. Die Kollegin Irene Merkel hätte den ca. 5 m hohen Torbogen am liebsten bestiegen, aus Sicherheitsgründen ist das aber verboten. So konnte sie ein Naturphänomen leider nur von unten aus betrachten - verblüfft und fasziniert war sie trotzdem.


Karlsruher Hofgärtner Thran reist nach Afrika
Die Feudalherrscher des 18. Jahrhunderts hatten ein großes Interesse an exotischen Pflanzen und Tieren. Da machte auch der Gründer der Stadt Karlsruhe, Karl Wilhelm Markgraf von Baden-Durlach, keine Ausnahme. Er ließ vor dem Karlsruher Schloss einen "hochfürstlichen Lustgarten" mit Treibhäusern für exotische Gewächse und einer Voliere für 300 Kanarienvögel anlegen. Als August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, 1731 eine Expedition nach Nordafrika ausrüstete, um von dort Pflanzen und Tiere zu importieren, schickte der Karlsruher Markgraf seinen Hofgärtner Christian Thran mit auf die Reise. Dieser fertigte ein Tagebuch an. Oliver Grimm schildert anhand dieser Aufzeichnungen die abenteuerliche Expedition ins Morgenland.


Arbeiterinnen in einer Zigarrenfabrik in Odenheim
Acht Jahre Volksschule, dann ein Jahr aufs Land, anschließend arbeiten und Geld verdienen. Jugendliche von heute können sich gar nicht vorstellen, wie ihre Großeltern so ganz anders als heute gelebt haben. Während und nach dem Krieg war man froh über jede Arbeit. Zum Beispiel in einer der damals recht zahlreichen Tabakfabriken der Gegend. Susanne Lohse hat in Odenheim einige ehemalige Zigarrendreherinnen nach ihrer Jugendzeit gefragt.


Ein Kleinod - Die Stephanuskirche Stein
Sie sind steinerne Zeitzeugen vergangener Jahrhunderte und nicht selten die ältesten erhaltenen Bauwerke in den Dörfern in der Region: die Kirchen. Das gilt auch für die evangelische Stephanuskirche im Fachwerk-Örtchen Stein im Enzkreis. Die Kirche gehört zu den schönsten spätgotischen Gotteshäusern der Region und verbirgt so manche geheimnisvolle und kuriose Geschichte. Peter Lauber hat dem ehemaligen Pfarrer der Stephanuskirche einiges entlocken können.


Wie der Schnabel gewachsen ist - Kronauer Mundart
Wissen Sie was "Ausstecherlin" sind? Oder ein "Hännkeschdl"? Nein? Dann stammen sie mit Sicherheit nicht aus der Gemeinde Kronau nördlich von Bruchsal. Denn die "Grunemär", wie sich die Kronauer selbst nennen, wissen natürlich, dass nur Weihnachtskekse und der Kopf gemeint sein können. Diese und noch viele andere Ur - Kronauer Ausdrücke hat der dortige Heimatverein in einem Mundartbuch zusammen getragen. Susanne Lohse hat für uns mal kurz einen Schnellkurs in Sachen "Grunämärisch" gemacht.


Tradition mitten in Durlach - 80 Jahre Reformhaus Böser
In einem 300 Jahre alten Bürgerhaus, mitten in Karlsruhe-Durlach, existiert seit 80 Jahren das Reformhaus Böser. Mittlerweile ist die 4. Generation am Zuge. Vieles hat sich verändert, in mancher Hinsicht scheint die Zeit aber auch stehen geblieben zu sein. Irene Merkel über damals und heute:


250 Jahre Orgel in der Durlacher Stadtkirche
Im Erbfolgekrieg wurde Durlach 1689 durch einen großen Stadtbrand weitgehend zerstört. Auch die Stadtkirche brannte damals völlig nieder. Ab 1700 wurde sie dann wieder aufgebaut und erhielt zunächst eine kleine Orgel. Doch die Durlacher wollten ein schönes, großes Instrument in ihrem Gotteshaus. Der Hofkapellmeister Johann Melchior Molter machte einen Entwurf und gab die Orgel in Auftrag. Im Januar 1759, also vor genau 250 Jahren, wurde sie dann feierlich eingeweiht.


Baumeister Johannes Belzer aus Weisenbach
Wer auf der B 462 das Murgtal passiert, sieht hoch über Weisenbach eine Kapelle thronen, aber kaum jemand weiß, dass dieses kleine Kirchlein einst eine wichtige Rolle spielte und dass es ein einheimischer Baumeister war, der sie errichtet hat. Irene Merkel ist mit Vertretern des Weisenbacher Heimatvereins hinauf gestiegen auf den Hügel oberhalb der Murg.


Wie Oberderdingen zu Wohlstand kam
Oberderdingen im Kraichgau ist eine wohlhabende Gemeinde. Das hat sie vor allem zwei Unternehmen zu verdanken. Der E.G.O., einem weltweit tätigen Hersteller von Heiz- und Steuerelementen und BLANCO, dem Marktführer in der Küchentechnik, der zur E.G.O.- Firmengruppe gehört. Zwei Männer mit Pioniergeist und Visionen haben diese Unternehmen vor rund 80 Jahren gegründet. Der Buchautor Karl-Heinz Glaser hat nun die Geschichte dieser beiden Männer aufgeschrieben und Oliver Grimm hat sie sich von ihm erzählen lassen.


Das Obertsoter Kirchl
Obertsrot. Unmittelbar vor einem Fabrikgelände, direkt an der Straße erinnert sie an längst vergangene Zeiten. Daran, dass die Kapelle als Gebetsstätte benutzt wurde, können sich viele Obertsroter schon gar nicht mehr erinnern. Seit das Kirchl, wie es im Volksmund heißt, vor etwa 90 Jahren entweiht wurde, diente der Raum ganz unterschiedlichen Zwecken. Vor einigen Jahren nun stand die Entscheidung an: Abreißen oder herrichten. Seither ist ein engagierter Förderverein dabei, das Kirchl zu sanieren. Irene Merkel hat sich über den Stand der Arbeiten informiert.


Das Rastatter Dörfel
Das "Dörfel" ist einer der ältesten Rastatter Stadtteile, und wie der Name schon sagt, ist es bis heute "das Dorf in der Stadt". Im Dörfel kennt man sich, nimmt Anteil an den Geschehnissen und ist stolz auf die teilweise noch sehr alte Bausubstanz. Aber natürlich ist auch das Dörfel im Wandel. Vieles hat sich schon verändert, einiges wird abgerissen, und manchmal geht das ganz schnell. Für den Rastatter Fotografen Matthias Hoffmann war das Grund genug, alte Ansichten für die Nachwelt im Bild festzuhalten und in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bei der Ausstellungseröffnung hat die Kollegin Irene Merkel viele echte Dörfler getroffen.


Die Wilhelmshöhe in Ettlingen
Wie eine Trutzburg thront die Wilhelmshöhe auf einem Hügel zwischen Ettlingen und Ettlingen-Spessart. Irgendwie strahlt sie etwas Düsteres aus. Das mag wohl auch an der Geschichte dieses stattlichen Hauses liegen. Sanatorium, Olympiastützpunkt in der NS-Zeit und heute beherbergt der Bau elf Künstler in einer Ateliergemeinschaft. Zudem ist es Sitz des Kunstvereins Ettlingen, der hier schon viele Ausstellungen gezeigt hat. Nun entsteht ein Buch über die Geschichte der Wilhelmshöhe. Beate Blasius hat die Autorin, Christine Eigel, in der Wilhelmshöhe besucht.


Wie Aschingers Oberderdinger Bierquellen Berlin erobern
Ältere Berliner erinnern sich noch gut an "Aschinger", also an die Schnellrestaurants mit der legendären Erbsensuppe und der heißen Wurst für wenig Geld. Nur wenige wissen heute noch, dass die Begründer des Lokalimperiums aus Oberderdingen stammten. Ende des 19. Jahrhunderts zogen die beiden Brüder August und Carl in die aufstrebende Hauptstadt Berlin. Was dann geschah gleicht einer Erfolgsgeschichte aus der Serie: vom Tellerwäscher zum Millionär. Heute gibt es keine "Aschinger-Bierquellen" mehr in Berlin. Aber ein kleines Museum widmet sich dem Leben dieser beiden Bilderbuch-Unternehmer. Beate Blasius über Carl und August Aschinger.


Das Feldkirchle Bruchsal
Am Sonntag in die Kirche oder doch lieber ein Spaziergang mit der Familie? Diese Kombination gibts in Bruchsal. Das Feldkirchle ganz in der Nähe der Langentalsiedlung ist ein Ort zum Innehalten und Ausflugsziel zugleich. Wer den Weg zum Feldkirchle zu Fuß zurück legt, tut ganz nebenbei sogar noch etwas für seine Gesundheit. Susanne Lohse ist mit Wolfgang Dörr zum Feldkirchle gelaufen.


Schätze aus dem Rastatter Kreisarchiv
Kochen ist in - täglich wird in Fernseh-Kochsendungen angeschwitzt, gedünstet und gekostet. Da gleicht es einem Sechser im Lotto, wenn dem Rastatter Kreisarchiv der Nachlass eines deutschen Spitzenkochs vermacht wird. Mit Rudolf Katzenberger stand bis in die 1980er Jahre der sog. "Grand seigneur der Küche" am Herd - im Rastatter Dörfel. Jahrzehntelang zog "Katzenbergers Adler" Feinschmecker aus ganz Europa an. Seine Auszeichnungen und Utensilien schmücken nun das Kreisarchiv.


Das Freiheitsdenkmal in Waghäusel
Hand aufs Herz: Wer denkt bei den ersten Worten der deutschen Nationalhymne heute noch an Revolution? Doch die Schwarz-rot-goldene Fahne der Märzrevolution 1848 steht für nicht weniger als für Einigkeit und Recht und Freiheit. Damit wir das nicht vergessen, gibt es in Waghäusel ein Freiheitsdenkmal, das sich Susanne Lohse für uns näher angesehen hat.


Das Malscher Haus des Malers Theodor Schindler
Theodor Schindler gehört zu den großen, aber in der Neuzeit vergessenen Künstlern. Am 1. April 1870 wurde er in Malsch geboren, studierte unter anderem an der Kunstgewerbeschule und der Großherzoglichen Akademie der Künste in Karlsruhe. Gelegentlich wurde er als "Erneuerer der deutschen Kunst" beschrieben. Obwohl ihn Studium und Lehrtätigkeiten in viele deutsche Städte führten, blieb er immer mit seiner Heimat verwurzelt. Um ihm und seiner Arbeit ein Denkmal zu setzten, wurde vor gut einem Jahr das Schindlerhaus in Malsch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Beate Blasius hat sich dort umgesehen.


Karlsruher Hinterhofkultur
Mitten in der Stadt leben und doch im Grünen, wer meint, das passt nicht zusammen, der hat sich in Karlsruhe noch nicht richtig umgesehen. Vor allem in den alten Stadtteilen wie Durlach, der Ost-, Süd- und Weststadt blüht eine richtige Hinterhofkultur. Nicht umsonst hat die Stadt Karlsruhe schon 1977 einen Hinterhof-Wettbewerb ins Leben gerufen, und seit 1981 werden Begrünungsmaßnahmen sogar gefördert. Das alles hat dazu geführt, dass so kleine Oasen mitten in der Stadt entstanden sind. Beate Blasius über die Hinterhofkultur:


Der Sanitätsbunker in Rußheim
An Pfingsten 2008 hat für den alten Sanitätsbunker in Dettenheim-Rußheim ein neues Zeitalter begonnen. Dank der Arbeit ehrenamtlicher Helfer wurde der Bunker restauriert und steht jetzt als Museumsbunker einmal im Monat zur Besichtigung offen. Da werden Erinnerungen wach - und genau das ist Sinn und Zweck bei der Begegnung mit der Geschichte von unten. Susanne Lohse war für uns vor Ort.


Das Schwert des Ettlinger Henkers
Auf der Suche nach historischen Orten, Dokumenten und Geschichten stoßen unsere Baden Radio Reporter immer wieder auf außergewöhnliches und skurriles. Oliver Grimm hat eine schaurige Entdeckung gemacht, als er mit Daniela Maier, der Chefin des Ettlinger Albgaumuseums, im Museumsdepot im Schloss unterwegs war.


Schulfreunde fürs Leben
Das waren noch Zeiten, als der Schulausflug in einer Wanderung durch die Natur bestand und der Lehrer Gräser erklärte. Von wegen Skifahren, Segeln oder Kino mit der ganzen Klasse! Auch das Thema "große Klassen" ruft beim Schuljahrgang 1940 aus Bad Schönborn-Langenbrücken bestenfalls ein müdes Lächeln hervor. In der Nachkriegszeit war man froh, überhaupt zur Schule gehen zu dürfen. Susanne Lohse hat die früheren Klassenkameraden getroffen.


Karlsruher Rad-Fahrschule
Das Radfahren hat bereits um 1900 einen wahren Boom in Karlsruhe erlebt. Es gab nämlich nicht nur eine Rad-Rennbahn (an der heutigen Stelle des Zoos), es gab auch eine Rad-Fahrschule. Bruno Philipp hat Irene Merkel Einzelheiten aus dem Radlerleben seines Großvaters erzählt.


Arboretum in Gernsbach
Zum Schloss Eberstein in Gernsbach zieht sich ein Zick-Zack-Weg durch einen ganz besonderen Wald hinauf. Die wenigsten Spaziergänger wissen allerdings welche exotische Pflanzenwelt da um sie herum wuchert. Irene Merkel hat sich mit Rudolf Koch, der diesen besonderen Wald lange gepflegt hat, zu einem Herbstspaziergang auf den Weg gemacht.


Römische Ziegelei und Töpferei
Dass unsere Region sehr geschichtsträchtig ist, das bekommen auch immer mal wieder Unternehmen zu spüren. Nämlich immer dann, wenn dort, wo sie Industrie ansiedeln wollen, Denkmalschützer den Vortritt haben. In Ubstadt-Weiher stießen die Bagger bei der Erschließung eines Gewerbegebietes auf eine römische Ziegelei. Seit zwei Jahren buddeln Archäologen jetzt alte Brennöfen aus. Susanne Lohse hat sich nach dem Stand der Grabungen erkundigt.


Eremitage und Zuckerfabrik Waghäusl
Wer die Ruhe liebt, zieht sich gerne zurück. Dafür braucht es zwar nicht viel. Doch wenn ein baufreudiger Fürstbischof dem privaten Jagdvergnügen nachgeht, darf es dann auch schon mal ein kleines Schlösschen sein. So ist die Eremitage in Waghäusel am nördlichen Zipfel des Landkreises Karlsruhe wahrlich eine barocke Kostbarkeit, die in ganz Europa ihresgleichen sucht. Susanne Lohse hat den Rückzugsort, oder besser gesagt: das, was davon übrig geblieben ist, aufgesucht.


St. Bartholomäus in Haueneberstein
In unserer Serie "Geschichte und Geschichten aus unserer Region" besuchen wir die unterschiedlichsten Ziele im Badischen. Heute sind wir zu Gast in einer Kirche, die nach aufwendigen Umbauarbeiten am kommenden Samstag wiedereröffnet wird: Die Pfarrkirche St. Bartholomäus in Haueneberstein. Patrick Neumann war für uns dort.


Odenheimer Zigarrenfabriken
Früher, als Mann noch dicke Zigarren rauchte und noch niemand an ein Rauchverbot in Kneipen dachte, da waren Zigarrenfabriken ein wichtiger Wirtschaftszweig. In vielen Städten und Gemeinden der Region wurden Anfang des 20. Jahrhunderts Zigarren gedreht, nachdem die Zigarre im 19. Jahrhundert dem Schnupftabak den Rang abgelaufen hatte. Es waren vor allem Frauen, die in den Fabriken beschäftigt waren. Im Krieg und auch danach verdienten sie dort das Haushaltsgeld. Susanne Lohse hat in Odenheim einige ehemalige Zigarrendreherinnen getroffen.


Utznamen: Odenheimer heißen "Linsabauch"
Mitten im Kraichgau zwischen Mischwäldern und Streuobstwiesen liegt Odenheim, ein Ortsteil von Östringen. Die Odenheimer verstehen zu leben. Dafür spricht der "Odenheimer Königsbecher", ein erlesener Wein aus der Region. Und auch der Spitz- oder Utzname der Odenheimer hat etwas mit dem guten Leben zu tun, weiß der Heimatkunde-Experte und alteingesessene Odenheimer Alfred Henninger:


Kurioses aus Moosbronn
Der kleine Ort Moosbronn, idyllisch zwischen Murg- und Albtal gelegen, gehört seit der Kreisreform 1972 zur Stadt Gaggenau. In der Geschichte allerdings ist die kaum 100 Seelen zählende Gemeinde eine echte badisch-schwäbische Schnittstelle, und bis heute werden bestimmte Amtsgeschäfte von Grenzen bestimmt. In einem neuen Heimatbuch hat der Hobby-Historiker Hans-Jürgen Moser Kurioses aus dem Ort zwischen Alb und Murg zusammengetragen, und einige dieser Kuriositäten hat er der Kollegin Irene Merkel erzählt.


Die Asservatenkammer der Staatsanwaltschaft Baden-Baden
Ganz tief in den Keller ist unser Reporter Patrick Neumann gestiegen. Er war bei der Staatsanwaltschaft in Baden-Baden und hat sich die sogenannte Asservatenkammer zeigen lassen. Dort werden Gegenstände aller Art aus den unterschiedlichsten Straftaten aufbewahrt.


Das Gräfenhausener Fleckenbuch
Der Entdeckerdrang liegt ihm einfach im Blut, sagt Hans-Peter Baumann über sich selbst. Deswegen erforscht der 81-jährige seit vielen Jahren die Geschichte seines Heimatortes Birkenfeld-Gräfenhausen. Er durchforstet uralte Gemeinderatsprotokolle, veranstaltet ortsgeschichtliche Spaziergänge, bringt Kindern das Schreiben mit Tinte und Federkiel bei - und das ist noch lange nicht alles. Jetzt hat Hans-Peter Baumann auch noch das 260 Jahre alte Fleckenbuch von Gräfenhausen in die heutige Schrift übertragen. Peter Lauber hat ihn besucht.


Schwanner Geschichten
Jahrzehntelang stand Liselotte Hohwalter zusammen mit Marianne Wurst bei Festen auf dem Podium. Beide verkörperten sie die Figuren Sofie und Christine, die liebevoll aber nicht unkritisch das Gemeindeleben des Straubenhardter Ortsteils Schwann im Enzkreis kommentierten. Viele dieser Szenen aber auch bislang noch nicht veröffentlichte Beiträge wurden nun von Liselotte Hohwalter in einem Büchlein zusammengefasst. "Sofie und Christine - Gedichte, Szenen und Geschichten" so heißt das 146 Seiten umfassende Büchlein. Beate Blasius hat die heute über 80-jährige Autorin in Schwann getroffen.


Malscher Modellbau
Ein kleines unscheinbares Häuschen am Rande von Malsch im Landkreis Karlsruhe hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Es wurde erbaut nach den Ideen und Vorgaben von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie und der Walldorf-Schulen-Bewegung. Seit den 50er Jahren kümmert sich ein Verein um die Erhaltung des Gebäudes, das als einziger noch existierender Planeten-Säulen-Bau gilt. Was es mit diesen Planeten-Säulen und dem sogenannten Modellbau von Malsch auf sich hat, hat Katharina Raquet in Erfahrung gebracht.


Donauschwaben in Langenbrücken
Was haben der neue Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Zollitsch und Innenminister Heribert Rech gemeinsam? Beide stammen vom Balkan. Dort lebten ausgewanderte Deutsche rund 200 Jahre lang zunächst unter österreich-ungarischer, später unter jugoslawischer Herrschaft. Mit Ende des 2. Weltkrieges kehrten die so genannten Donauschwaben zurück nach Deutschland, wo besonders viele von ihnen in Bad Schönborn-Langenbrücken ein neues Zuhause gefunden haben. Warum - das hat Susanne Lohse erkundet.


Raritäten aus Langensteinbach
Auf den Spuren besonderer Schätze aus unserer Heimat dürfen wir von Baden Radio auch in das eine oder andere Archiv einen Blick werfen. Dabei entpuppt sich manche verstaubte Akte als wahres Kleinod. Was fällt uns zum Thema "Bäderwesen" ein? Baden-Baden, Bad-Herrenalb, Bad Teinach usw.? Kaum jemand wird aber an Langensteinbach denken. Auch unserer Kollegin Irene Merkel nicht - bis sie den Archivar Helmut Müller getroffen hat.


Unsere Sprooch - Badisches Wörterbuch
Wer sich in unserer Region verständlich machen will, muss badisch sprechen. Nun ist es aber keineswegs so, dass badisch überall gleich klingt. In Pforzheim spricht man anders als in Bruchsal, ja selbst in zwei Ortsteilen ein und derselben Gemeinde gibt es Unterschiede in der „Aussprooch“. Können sich Langenbrücker und Mingolsheimer dann überhaupt verstehen? Susanne Lohse ist der Frage nachgegangen.


Altes Rathaus Gernsbach
An Baudenkmälern ist die ehemalige Amtsstadt Gernsbach reich. Viele steinerne Zeitzeugen gibt es zu bewundern, angefangen bei der streckenweise noch gut erhaltenen Stadtmauer. Das markanteste Bauwerk aber ist das Alte Rathaus. Es ist ein Schmuckstück, aus Sandstein gebaut und reich verziert. Irene Merkel über das historische Gebäude und seine vielfältige Verwendung.


Bohlensteg durchs Wildseemoor
Das Wildseemoor auf dem Kaltenbronn bei Gernsbach ist das älteste Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg. Jedes Jahr kommen rund 100 000 Menschen auf das Hochplateau des Kaltenbronn, um das am Ende der letzten Eiszeit entstandene Moor mit seiner urwüchsigen Landschaft zu besuchen. Zu den Wildseen in der Mitte des Moores führt ein Bohlensteg, der inzwischen an vielen Stellen stark verwittert ist und derzeit repariert wird. Oliver Grimm war mit dem zuständigen Förster im Hochmoor unterwegs.


Göbricher Bauernaufstand
Es war vor ziemlich genau 75 Jahren, da geschah im Neulinger Ortsteil Göbrichen etwas bis dato noch nie Dagewesenes. Brave Bauern verwandelten sich über Nacht in einen wütenden Mob, der mit Brettern und Steinen bewaffnet das Rathaus stürmen wollte. Erst nach Stunden konnte ein Großaufgebot an schwerbewaffneter Polizei den Göbricher "Bauernaufstand" beenden. Peter Lauber über einen Vorfall, der damals sogar bis nach Amerika für Schlagzeilen sorgte.


Geiserschmiede Bühlertal
Die Geiserschmiede in Bühlertal ist eine alte Hammerschmiede. Sie ist bis heute originalgetreu erhalten. Bernd Hocke stellt sie vor.


Wallfahrtskirche Waghäusel
Zwischen Schnellstraßen und einer Bahnlinie, versteckt hinter den mächtigen Türmen der ehemaligen Zuckerfabrik, liegt im nördlichen Landkreis Karlsruhe die Wallfahrtskirche Waghäusel. Wer einen Moment der Ruhe sucht inmitten hektischer Betriebsamkeit, findet ihn hier. Nicht nur bei Gottesdiensten, sondern auch an gewöhnlichen Wochentagen übt die Wallfahrtskirche, die nach der - Mutter mit dem gütigen Herzen - benannt ist, eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Für uns war Susanne Lohse dort.


Das Amerikanerwäldchen von Höfen
In der kleinen Gemeinde Höfen an der Enz gibt es ein Waldstück, das bis heute den Namen „Amerikanerwäldchen“ trägt. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine bewegende Geschichte. Die spielte sich Mitte des 19. Jahrhunderts ab, in einer Zeit also, als Höfen noch überwiegend vom Wald – sprich vom Holzverkauf und der Flößerei – gelebt hat. Peter Lauber war der Entstehung des Amerikanerwäldchens auf der Spur.


Stumme Zeitzeugen im Illinger Wald
Meistens lässt man sie achtlos links liegen - dabei hätten sie so manche spannende Geschichte zu erzählen. Die Rede ist von den vielen steinernen Kleindenkmälern, die man in Wald und Flur so am Wegesrand antrifft. Allein auf den Gemarkungen der Enzkreis-Gemeinden finden sich tausende solcher Zeugen der Vergangenheit. Um diese für die Zukunft zu bewahren, werden die Denkmäler seit einiger Zeit systematisch erfasst und auf Karten eingetragen. In der Stromberggemeinde Illingen hat diese Arbeit Luise Lüttmann übernommen. Peter Lauber hat mit ihr und einem ortskundigen Förster mal einige dieser stummen Zeitzeugen ausfindig gemacht.


Gräber und Gruften in Bad Schönborn
Wo früher ein Friedhof war, ist heute der Marktplatz. Und der Pfarrer, dem nebst Dienern vier Mägde zustanden, bewirtschaftete eine Fläche, die heute gut und gerne 30 Bauplätze umfasst. "Vergessene Welten" brachte am Sonntag einen historischen Rundgang über den Friedhof in Bad Schönborn zutage. Susanne Lohse zu Geschichten, die sich hinter so manchem Grabstein verbergen.


Die Barbara Kapelle in Karlsbad-Langensteinbach
Es ist heute ein fast noch mystischer Ort: Die Barbara-Kapelle in Karlsbad-Langensteinbach. Versteckt liegt sie in einem Wäldchen oberhalb des Freibades. Eine Ruine, die nach ihrer teilweisen Zerstörungen Wind und Wetter getrotzt hat. Für Wanderer und Einheimische ist sie immer noch ein beliebtes Ausflugsziel, zumal auch der Wald mit seinem großen Artenreichtum einiges zu bieten hat. Beate Blasius über die lange Geschichte der Barbara-Kapelle.


Das Ottersdorfer Gerichtsbuch
Die Parallele zum Bestseller "Der Name der Rose" sind unverkennbar. Ähnlich wie in dem Roman von Umberto Ecco weigerte sich der frühere Ortsgeistliche, das Ottersdorfer Geschichtsbuch herauszugeben. Vielleicht, weil vorne im Buch vermerkt ist, es sei von hohem Wert für Ottersdorf und für das ganze Ried und eben deshalb unter Verschluss zu halten. Seit Kurzem aber hat der Ottersdorfer Orts-Chronist Franz Ruf eine Kopie und bereits mit dem Auswerten begonnen. Irene Merkel über eine hochinteressante historische Quelle.


Das Bühler Narrenbuch
Im Sendegebiet von Baden Radio gibt es unzählige große und kleine Archive. Das reicht vom Badischen Generallandesarchiv in Karlsruhe, das mehr als 135 000 Urkunden, Briefe und Pläne bewahrt, bis hin zu kleinen, privaten Sammlungen von historischen Postkarten. In all diesen Archiven schlummern verborgene Schätze. Oliver Grimm ist im Stadtgeschichtlichen Institut Bühl, das im ehemaligen Schloss Waldsteg im Ortsteil Neusatz untergebracht ist, auf Schatzsuche gegangen und hat ein ganz besonderes Buch entdeckt.


Die Brahms-Handschrift in Baden-Baden
"Mein Haus auf dem Hügel", nannte der Komponist Johannes Brahms das am Hang liegende weiße, schindelgedeckte Haus in Baden-Baden Lichtental, in dem er ab 1865 Sommer für Sommer die Mansardenzimmer bewohnte. Heute beherbergt das Haus das Brahmsmuseum, und in den kleinen Räumen unterm Dach sieht es noch immer so aus wie zu Brahms Zeiten. Außerdem gibt es im Archiv des Hauses zwei musikhistorische Kostbarkeiten. Oliver Grimm hat sie sich zeigen lassen.


Fausts Giftschrank in Knittlingen
Er war Astrologe, Wissenschaftler, Mediziner und Alchimist, kurz: ein Universalgelehrter, der mit seinem Wissen über die Naturwissenschaften seiner Zeit voraus war. Als Johann Georg Faust 1540 unter mysteriösen Umständen starb, verbreitete sich schnell das Gerücht, der Teufel habe ihn geholt. So kam es zur Legende des Dr. Faustus, der in die Welt der Dichtung Einzug hielt und durch Goethe weltberühmt wurde. Der historische Faust wurde um 1480 in Knittlingen geboren. Dort gibt es ein Archiv, ein Museum und das Geburtshaus des Gelehrten. Darin wiederum befindet sich bis heute ein mysteriöser Schrank mit lauter rätselhaften Zeichen - angeblich der Giftschrank von Faust. Peter Lauber war dem geheimnisvollen Möbelstück auf der Spur.


Die Historische Bibliothek in Rastatt
Das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium in Rastatt verfügt über eine Einrichtung, wie es sie in Deutschland nur sehr selten gibt: eine Historische Bibliothek. Der Grundstock dafür stammt von den Piaristen, ein Orden, der sich mit Schulbildung befasst, und den Markgräfin Sybilla Augusta nach Rastatt geholt hat. Dazu kommen die Werke aus der Bibliothek der Jesuiten von Baden-Baden. Irene Merkel durfte einen Blick hinein werfen - ins Allerheiligste von Hans Heidt.


Die Marseillaise im Landauer Archiv
In vielen Museen und Archiven schlummern wahre Schätze, von denen die Bevölkerung nur wenig weiß. Oft ranken sich um diese Stücke interessante Geschichten und genau die wollen wir in Baden Radio immer wieder mal erzählen. Katharina Raquet hat sich vor kurzem ins Stadtarchiv von Landau begeben, eine Stadt, die von ihrer deutsch-französischen Vergangenheit geprägt ist. Stadtarchivar Michael Martin zeigte ihr eine einzigartige Fassung der "Marseillaise", der französischen Nationalhymne.


Die Eckkapelle in Baden-Baden
Es gibt bei uns im Baden Radio Sendegebiet viele herrliche Fleckchen. Jeder von uns kann bestimmt auf Anhieb einen Platz in der Region nennen, der ihn besonders anspricht. Manches bleibt aber auch im Verborgenen, weil wir die Schätze unserer Heimat manchmal nur zufällig finden. Irene Merkel glaubt, das Paradies entdeckt zu haben. Jedenfalls stellt sie sich vor, dass es im Paradies ungefähr so aussehen könnte wie unterhalb des Merkur in Baden-Baden. In der Nähe der Eckhöfe steht eine kleine weiße Kapelle.


Das Firstständerhaus Zeutern
Sanfte Hügel und ein guter Wein sind typisch für die Gegend zwischen Pforzheim und Heilbronn. Doch der Kraichgau hat mehr zu bieten als ein reizvolles Landschaftsbild und eine alte Weinbaukultur. Von der Lebensweise früherer Zeiten erzählen die vielfach noch erhaltenen Fachwerkhäuser, die teilweise aufwendig restauriert wurden. So auch in Ubstadt-Weiher. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten steht dort jetzt das älteste erhaltene Gebäude der Gemeinde wieder für die Bürger offen. Susanne Lohse sagt Ihnen, was das Besondere ist an dem Zeuterner Firstständerhaus.


Die Wegkreuze in Ubstadt-Weiher
Innehalten - Genau dazu sind die vielen Kleindenkmale in der Region da. Susanne Lohse hat in Ubstadt-Weiher Menschen getroffen, die sich der Pflege dieser Kleinode verschrieben haben.


Die Burg Waldenfels
Archäologe - das ist für viele kleine und große Kinder ein Traumjob. In Ägypten im Wüstensand die Zelte aufschlagen und neue Pyramiden entdecken. Spannend! Der Malscher Hobby-Archäologe Gerhard Bullinger hat sich diesen Traum erfüllt, wenn auch nicht in Ägypten, sondern direkt vor seiner Haustür in Malsch. Da erforscht er nämlich zusammen mit Fachmännern vom Landesdenkmalamt die Reste der Burg Waldenfels. Karin Senz war mit ihm auf Expedition.

Quelle: SWR4 Baden-Württemberg

Letzte Änderung am: 07.01.2008, 11.41 Uhr

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