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Durchschnittliche Lebenserwartung: zwei bis drei Jahre. Dann kaufen sich Deutsche im Durchschnitt ein neues Handy. Und was passiert mit dem alten?
Ein Großteil der ausrangierten Mobiltelefone landet in irgendeiner Schublade. Die Branche geht von derzeit 72 Millionen Handys aus, die irgendwo nutzlos verstauben. Was also machen?
Je nach Alter und Modell sind gebrauchte Handys noch einiges wert. Die Spanne reicht von ein paar Euro bis zu mehreren hundert Euro. Über diverse Internet-Seiten kann man vergleichen und vielleicht noch etwas für das ausgediente Handy bekommen.
Wegwerfen ist hingegen keine Lösung. Denn Handys dürfen nicht einfach in den Restmüll geworfen werden. Stattdessen müssen sie auf dem Recyclinghof entsorgt oder auch in den Läden der Providern zurückgegeben werden. Das Problem dabei: Die Wertstoffe können nur schwer oder gar nicht sortenrein getrennt werden. Daher bietet es sich an, Handys weiter zu nutzen. Experten schätzen, dass die Hälfte der Altgeräte repariert und weiterverkauft werden können.
Diverse Organisationen bieten zudem an, dass sie die gebrauchten Handys nicht nur entsorgen, sondern auch ein guter Zweck damit verbunden ist.
Wert- und Schadstoffe
Handys sind voll von Schadstoffen wie Cadmium, Quecksilber und Blei. Eine unsachgemäße Entsorgung kann das Trinkwasser verschmutzen und zu Krankheiten bei Tier und Mensch führen.
Außerdem sind in Handys seltene wie wertvolle Stoffe: zum Beispiel Aluminium, Silber, Gold, Coltan, Lithium und Platin. Vor allem Lithium und Coltan können nur an wenigen Orten der Welt abgebaut werden - teilweise in Bürgerkriegsgebieten.
Letzte Änderung am: 13.09.2011, 11.55 Uhr