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In der warmen Jahreszeit bereiten sie massiv Ärger: Läuse, Motten und Prozessionsspinner. Gut also, wenn man es gar nicht so weit kommen lässt und sie jetzt im Winter mit wenig Aufwand entfernt. Wie das geht, erklärt SWR4-Gartenexperte Volker Kugel.

Eichenprozessionsspinner
Machen Sie einen intensiven Rundgang durch Ihren Garten und schauen sich Ihre Freilandgehölze genau an. In der Regel reicht dafür das bloße Auge oder eine preiswerte Lupe.
Eigelege finden sich oft in den Astgabeln. Man erkennt sie in der Regel gut, weil sie oft mit Sekreten oder Körperhaaren von Tieren bedeckt. Die Bekämpfung ist ebenso einfach wie umweltfreundlich, denn dazu braucht man keine Chemie! Eine harte Bürste genügt, um die Eigelege abzubürsten und zu zerstören – so haben Sie auf einfache Weise vorbeugend Pflanzenschutz durchgeführt.
Es lohnt sich, alle Obstbäume, Zierbäume und Ziersträucher genau anzuschauen. Bei der Kontrolle muss man besonders auf Farbveränderungen oder Veränderungen der Oberflächenstruktur in der Rinde achten. Dunkle Flecken und eingesunkene Stellen auf der Rinde deuten auf Befall mit Pilz- oder Bakterienkrankheiten hin. Hier kann man durch einen gezielten Rückschnitt ins gesunde Holz eine weitere Ausbreitung verhindern. Das können Sie direkt jetzt tun, denn die Wachstumsperiode hat noch nicht begonnen. Die abgeschnittenen Teile aber bitte nicht auf den Kompost werfen!
Der besondere Tipp:
Kontrollieren Sie bei bei neu gepflanzten, immergrünen Gehölzen wie Bambus, Kirschlorbeer oder Rhododendren die Wasserversorgung. Der Grund: Die Pflanzen verdunsten über die Blätter auch im Winter ständig Wasser. Durch leichtes Nachgraben mit einer Pflanzenschaufel merkt man schnell, ob es zu trocken ist und kann in Zeiten, in denen der Boden nicht gefroren ist, mit einer kräftigen Wassergabe von 10-15 Liter pro Pflanze dafür sorgen, dass die Gehölze gut durch den Winter kommen.

Volker Kugel
Letzte Änderung am: 06.02.2012, 15.48 Uhr