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Ein Kakibaum im eigenen Garten ist ein richtiger Hingucker und seine Früchte überzeugen ja auch Feinschmecker. Doch nicht jedes Grundstück ist dafür geeignet und allzu hoch darf es auch nicht liegen. SWR4 Gartenexperte Volker Kugel weiß genau, worauf es bei dem Exoten ankommt.
Der Kakibaum kann inzwischen tatsächlich auch bei uns kultiviert werden. Überall dort, wo Wein wächst und in Höhenlagen bis ca. 400 m Meereshöhe überstehen die Bäume die Winter ohne Winterschutz.
Kaki-Früchte sind leuchtend orangerot und in der Form ähneln sie einer großen Tomate. Die Früchte reifen bei uns erst sehr spät aus – oftmals erst Ende Oktober. Das sieht dann ganz bizarr aus, weil fast keine Blätter mehr am Baum sind und dafür die leuchtenden Früchte umso mehr zur Geltung kommen. Es reicht übrigens, wenn man einen Kakibaum im Garten hat, denn die Pflanzen sind einhäusig, das heißt sie haben männliche und weibliche Blüten auf einem Baum. Deshalb spielt es keine Rolle, ob noch ein anderer Kakibaum in der Nähe ist oder nicht.
Die Klimaerwärmung beschert uns einige Überraschungen: In günstigen Lagen gedeihen Pflanzen im Freien, die früher kaum einen Winter heil überstanden hätten: Feigen, Hanfpalmen, Nashibirnen und auch Kakibäume. Der stammt ursprünglich aus China, seit über 2.000 Jahren wird er dort kultiviert.
Kakibäume werden 6 bis 8 m groß und recht breit. Das heißt, sie sind für ganz kleine Gärten nicht gut geeignet. Die beste Pflanzzeit ist jetzt im Frühherbst, weil die Pflanzen noch gut einwurzeln können und so besser durch den ersten Winter kommen. Der Boden muss humos und tiefgründig sein, darf aber nicht zur Staunässe neigen. Unter diesen Voraussetzungen klappt das ziemlich sicher, denn Kakibäume werden kaum von Schädlingen oder Krankheiten befallen.

Volker Kugel
Letzte Änderung am: 12.08.2010, 15.23 Uhr
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