Seite vorlesen:
Omas Kochrezepte sind wieder in! Selbst die Spitzengastronomie besinnt sich auf überlieferte Zubereitungen und Zeitschriften, die sich genau diesem Thema widmen, sind am Kiosk der Renner. Da passte es gut, dass Michael Branik "Wind" bekam von südbadischen Rinderrouladen mit Kultstatus.

Michael Branik und Angelika Steffens
Angelika Steffens in Freiburg überrascht das nicht. Denn die meisten Komplimente bekommt die begeisterte Hobbyköchin immer dann, wenn sie nach Art ihrer Oma Erna kocht. Zum Beispiel die Rinderrouladen, die inzwischen in ihrem Freundeskreis richtig "Kult" sind.
Das hatte sich bis zu mir rumgesprochen und natürlich war dann sofort meine Neugierde geweckt. Beim gemeinsamen Kochen wollte es die gebürtige Heidelbergerin aber nicht bei den Rouladen belassen, mit der "eingebrannten Grießsuppe" lüftete sie ein weiteres Geheimnis aus Omas Küchenschatz.
Und da genügte allein schon das Schnuppern, um richtig auf den Geschmack zu kommen. Wenn der Grieß langsam in der geschmolzenen Butter bräunt, wenn ein Hauch Muskat durch die Küche zieht, dann läuft einem buchstäblich das Wasser im Munde zusammen. Die Augen essen bekanntlich mit, deshalb garniert Angelika Steffens die fertige Suppe noch mit etwas Petersilie. Das muss aber nicht sein, wie bei allen Rezepten gilt, dass man beim Nachkochen ruhig mutig nach eigenem Gusto entscheiden darf.
Das trifft auch auf die Rouladen zu. Hobbyköchin Steffens halbiert die für die Füllung vorgesehenen Essiggurken, bei Cornichons kann sich das auch erübrigen. Die vorgeschlagenen Gewürze sollten Sie (zumindest für ein "Versucherle") so belassen, denn dadurch werden die Rouladen richtig schön rezent.
Bitte beachten: Die Rouladen brauchen Zeit, etwa 90 Minuten müssen sie im Ofen schmoren. Als Beilage empfehlen wir Rotkraut und Kartoffelbrei, ganz so, wie einst auch Oma Erna ihre Rouladen serviert hat. Mein Fazit: Beide Rezepte haben ein Comeback verdient!
Letzte Änderung am: 30.01.2012, 13.08 Uhr