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Umweltschutz im Alltag  Wasser sparen - aber richtig

Wassersparen – wir Deutschen tun’s mit großer Begeisterung. Dabei gibt’s bei uns Wasser im Überfluss. Doch es gibt bessere Sparmöglichkeiten als beim Zähneputzen den Hahn zuzudrehen. Stefanie Peyk aus der SWR4-Umweltredaktion über sinnvolles Wassersparen.

Duschkopf mit laufendem Wasser

Wasser wird immer teurer. Eigentlich paradox, da doch fast jeder im Haushalt Wasser spart: mit Öko-Duschköpfen, Spartasten an den Toiletten und Regentonnen in den Gärten. Trotzdem hat ein Vier-Personenhaushalt eine Jahresrechnung von 600 Euro zu schultern.

Weniger Wasser, mehr Kosten

Warum es trotz gesunkenen Wasserverbrauchs für die Kunden trotzdem nicht billiger wird, erklärt Hartmut Klein, Vize-Chef der Stadtentwässerung Stuttgart, mit den hohen Fixkosten der Wasserbetriebe: "Die (vorhandenen) Anlagen können wir nicht verkleinern, nur wenn weniger Wasser kommt. Wir können auch das Personal nicht so einsetzen, dass es dem Abwasserstrom angepasst wird. Diese Fixkosten müssen wir dann eben auf die geringere Abwassermenge umlegen. D.h. die Pro-Kubikmeter-Preise steigen dann."

Die Wassertemperatur ist wichtiger

Mit der Folge, dass die Kunden erst recht zu sparen versuchen - ein Teufelskreis. Für die Umwelt sind Spartasten auf dem Klo unnötig, schließlich ist Deutschland ein regenreiches Land. Trotzdem bleibt es vernünftig, die Ressource Wasser zu schonen. Wir sollten‘s nur anders angehen als bisher: Der Umweltingenieur Markus Berger rät, weniger warmes Wasser zu verbrauchen. Denn fürs Erhitzen wird Energie eingesetzt, also Öl, Gas oder Strom verbraucht.

Der Experte Markus Berger erklärt das so: "Warmes Wasser sparen ist sehr sinnvoll. Um einen Kubikmeter warmes Wasser zu erzeugen, werden ungefähr 10 Kilogramm CO2 emittiert, insbesondere durch die Aufheizung des Wassers, und demzufolge bedeutet Wassersparen CO2-Sparen."

Das hilft wirklich

Warmes Wasser zu sparen ist also gut fürs Klima. Darum ist Duschen besser als Baden. Ein sparsamer Duschkopf macht das Ganze noch klimafreundlicher. Wäsche bei niedrigen Temperaturen waschen ist ebenfalls ein Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem sollten wir das Wasser nicht unnötig verschmutzen, zum Beispiel alte Medikamente nicht ins Klo werfen, sondern in die Restmüll-Tonne. Das hilft der Umwelt mehr als wenn wir beim Zähneputzen das Wasser abdrehen.

Stefanie Peyk, SWR Umweltredaktion

Letzte Änderung am: 08.08.2013, 07.49 Uhr

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Wassersparen für den Klimaschutz

Umweltschutz im Alltag

2:33 min

Programm SWR4 Ratgeber

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