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Raus mit Klaus Der Feldbergsteig im Schwarzwald

Diese Runde ist eine runde Sache: Schöne Aussichten, enge Steige, lauschige Wasserläufe am Wegesrand – und gemütliche Hütten. So was bietet der "Feldbergsteig" auf Baden-Württembergs höchstem Niveau. Denn wer hier wandert, kommt über den höchsten Punkt des Landes. Und wenn dann noch Alpensicht herrscht – zum Niederknien!

Feldberg-Wanderung

Los geht’s am Feldberger Hof, und da lohnt es sich, früh anzukommen, vielleicht ergattert man dann sogar einen der wenigen kostenlosen Parkplätze. Der gut ausgezeichnete Steig steigt gleich mal an, wie er der Name nahelegt: Durch Gehölz und über Wiesen geht es bergauf Richtung Seebuck. Wer faul ist, kann natürlich die Seilbahn nehmen. Aber die rund 12 Kilometer des Feldbergsteigs sind auch ohne dieses Hilfsmittel zu bewältigen.

Sattsehen und sattessen

Überwältigend der Blick vom Gipfel. Als ich dort unterwegs war, haben wir die Alpenkette vom Montafon bis zum Mont Blanc in der Sonne liegen sehen. Wer sich zur Seite dreht, blickt hinunter zum Feldsee oder in der Ferne zur Schwäbischen Alb und in den Hegau. Man muss sich schon fast losreißen, denn es liegt ja noch einiges vor uns. Zunächst übers sogenannte Grüble zum eigentlichen Feldberggipfel, dann durch die Wiesen bergab zur St. Wilhelmer Hütte. Auch die Todtnauer Hütte liegt nicht weit entfernt. Zu früh für eine Rast? Dann weiter, bald durch den Wald und an Unmengen von Heidelbeeren vorbei Richtung Zastlerhütte. Jetzt schweift der Blick Richtung Schauinsland und Vogesen. Man kann sich kaum daran sattsehen, aber an den Heidelbeeren kann man sich derzeit nahezu sattessen.

Nach engem Steig dann der Feldsee

Hütte folgt auf Hütte, die nächste heißt Baldenweger Hütte und ist auch ein gemütlicher Ort zur Einkehr. Danach wird’s wildromantisch, auf engem Steig am Bach mit kleinen Wasserfällen entlang führt der Feldbergsteig, später dann wieder breiter, geradewegs zum Feldsee. Das ist, auch wenn viele Menschen da sind, Natur pur. Baden darf man hier nicht, aber schauen. Dahinter die steile Wand zum Seebuck, ringsum der grüne Wald – wenn der Begriff nicht so abgegriffen wäre, ich würde sagen: Hier kann man die Seele baumeln lassen.

Die Einkehr nach dem steilen Seebuck

Im Raimartihof in der Nähe kann man sich noch mal stärken. Auch mit Enzian, der am Feldberg wild wächst und besser als Getränk denn in Natura genossen werden sollte – die Wurzel, die mit Stefan Büchner vom Haus der Natur kredenzt, schmeckt absolut bitter. Außerdem steht die Pflanze unter Naturschutz. Das letzte Stück Richtung Feldberger Hof ist noch mal steinig und steil. Hier sind dann auch eine Menge Leute unterwegs. Zum Feldberg wollen eben viele. Schließlich ist es – und ist der Feldbergsteig – Baden-Württembergs höchstes Niveau!


Der Wanderreporter

Klaus Guelker sitzt auf einer Waldbank.

Klaus Gülker

"Raus mit Klaus" heißt es regelmäßig auf SWR4. Etwa einmal im Monat bricht Klaus Gülker mit seinen Wanderschuhen auf, um neue Wege zu erkunden und Geschichten zu entdecken.

Klaus Gülker

Letzte Änderung am: 01.07.2011, 10.26 Uhr